16.01.2009 - Christian Mester
Schon mal darüber geärgert, dass Lizenztitel selten gut ausfallen? The Chronicles of Riddick: Escape from Butcher Bay und James Bond: Ein Quantum Trost mögen Ausnahmen gewesen sein, aber in der Regel sind Lizenzspiele doch hastig zusammengeklatschte Merchandise-Produkte.
Die Spiele zu The Incredible Hulk oder Iron Man beispielsweise hätten viel Potential gehabt, doch wenn der Termin einmal steht und eng ist, dann kann auch ein gutes Team daraus keinen Toptitel mehr machen. Normalerweise brauchen Spiele in der Regel rund drei Jahre Entwicklung, ein Lizenzspiel dagegen bekommt jedoch meist nur knapp ein Jahr spendiert, was sich dann oft in allem zeigt: Gameplay, Spielumfang, Bugs.
Weil man sich mitunter aber für die Resultate auch schämt, gab es zum Megahit The Dark Knight auch kein passendes Spiel - man wollte es einfach nicht riskieren, sich in der Hinsicht zu blamieren. Das gleiche meinen jetzt auch die Macher des Spiels zum Action-Hit Wanted, das 2009 unter dem Titel Wanted: Weapons of Fate erscheinen soll. Ulf Anderson von GRIN sagt dazu im Interview mit Gamasutra, dass sie das Angebot hatten, das Spiel bis zum Kinostart im Sommer 2008 fertigzustellen, sich aber dann umentschieden. Sie fanden es wichtig, sich Zeit für ein wirklich gutes Spiel zu nehmen, was sie sich nun auch von anderen Entwicklern erhoffen.
Wie seht ihr das? Lieber zeitgleich zum Kinostart ein schwaches, oder lieber später ein gutes Spiel zur beliebten Lizenz?
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Kommentare
Gutes, spätes Spiel
Lieber später ein gutes Spiel, als ein schwaches zum Kinostart. Ganz klar.
früher habe ich mich geärgert wenn eines meiner erwarteten games verschoben wurde jetzt freut es mich
Wirklich gute und fertige spiele und das IMMER. DAS schafft nur Blizzard!
Wenn die Regel "Später ist besser" doch nur auf alle Spiele zutreffen würde...
Die Entwickler sollten sich für den Anfang mal als Ziel setzen, FERTIGE Spiele auf den Markt zu bringen, egal ob gut oder schlecht. Der Rest ergibt sich dann von alleine.
Lieber später aber besser. Das steht doch gar nicht zur Debatte! Eigentlich sollten man sich früher gedanken machen ob man zu einer Geschichte ein Spiel machen möchte und dann rechtzeitig damit anfangen die Game-Studios einzubinden. Dann kann auch beides gleichzeite veröffentlicht werden. Ein Film wird ja auch nicht nur in einem Jahr gedreht.