22.09.2008 - Arnd Rüger
Mark Jacobs von Mythic Entertainment hat nicht nur einfach etwas gegen Goldverkäufer, er hasst sie sogar abgrundtief. Kein Wunder, jemand der mit Herzblut an einem MMORPG arbeitet, muss zwangsläufig das Gefühl haben, dass Goldverkäufer so etwas wie üble Parasiten sind. Aber auch den normalen Spielern gehen die aufdringlichen Spam-Nachrichten ziemlich auf den Zeiger.
Derzeit dürften sich bei 'Warhammer Online: Age of Reckoning' diese Belästigungen noch in Grenzen halten, aber in Zukunft wird es hier sicherlich zu ähnlichen Zuständen, wie bei 'World of WarCraft' kommen.


In seinem persönlichen Blog hat Jacobs nun bekannt gegeben, dass inzwischen gut 400 Goldverkäufer gebannt worden sind. Generell lässt der gute Mann kein gutes Haar an dieser besonderen Art der "Dienstleistung". So bezeichnet er deren Anbieter schlichtweg als "Idioten" oder "Maden". Man hat fast ein wenig das Gefühl, es würde ihm selbst ein wenig Spaß machen, ihnen das Leben in 'Warhammer Online' zu erschweren.
Hoffen wir, dass man von Seiten Mythics einen langen Atem hat, denn eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche... die Goldverkäufer haben einen verdammt langen Atem und lassen sich von kleinen Rückschlägen sicherlich nicht so schnell aus der Bahn werfen.
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Kommentare
Im Moment ist noch schlecht abschätzbar, wie viel ein Gold in Zukunft wert sein wird. Auch ich hatte in Level 20 kein Problem, die 15 Gold für meinen Hubschrauber auszugeben. Bin jetzt 23 und habe schon wieder einige Gold angesammelt. Im Auktionshaus liegt auch noch nichts interessantes für mich. Von daher sehe ich das Wirtschaftssystem auch noch eher skeptisch.
naja...15 gold auf level 20 finde ich nicht gerade viel wenn ich bedenke das ich auf level 9 bereits über 2 Gold hatte. Da machen auch 3 Gold für ein Setitem das Kraut nicht fett.
Gold hat sehr wohl eine Verwendung. Ab Level 20 benötigt ihr 15 Gold für ein Reittier. Dann gibt es erste Setitems beim Rufhändler zu kaufen, da kosten die Handschuhe, die ich bisher gesehen habe, auch 3 Gold. Derzeit habe ich allerdings auch absolut keine Geldprobleme und sehe auch noch nicht die Notwendigkeit, mir anderweitig Barmittel zu ordern.
captcha ungueltig
Ja, solange sie nicht immer den gleichen Fehler bekommen wie ich vorhin, als ich mir einen Account registrieren wollte: captcha ungueltig!
Und dann haengte man in der Schleife von Schritt 2 zu Schritt 3 zu Schritt 2 ...
Ganz grausam! Schlimm genug, dass GOA keine Alternative zu Flash fuer ihren Internetauftritt und Accountverwaltung hat. Frei nach dem Motto: Friss oder Stirb!
Mal schauen ob GOA in angemessener Zeit auf mein Hilfeersuchen per Email reagiert.
400 ... in der Minute werden die Anmelde Bots der Goldverkäufer wahrscheinlich mehr accounts erstellen
Knappheit
@amigafreak: Zwar habe ich noch nicht viel von WAR gesehen, aber ist doch nicht auch so, das es dort bestimmte Gegenstaende gibt die nicht jeder bekommen kann, welche aber - durch was auch immer - begehrenswert sind? Das Spielerlebnis ist natuerlich am gerechtesten verteilt, wenn hier jedweder Spielinhalt ohne Ingamewaehrung zu erhalten ist. Kann ich aber wie gesagt nicht beurteilen. Wenn es hier kein Wirtschaftssystem gibt welches ueber das Zahlungsmittel einer Ingamewaehrung funktioniert, koennte das sehr interessant sein. Zumal wohl auch das Handwerkssystem keinen tieferen Sinn erfuellt. Ein Handwerkssystem, welches darauf ausgerichtet ist vornehmlich das eigene Alter Ego zu verbessern waere doch auch mal etwas nettes.
Frag mich warum man in Warhammer Online überhaupt Gold kaufen sollte. Man brauchts ja eigentlich nicht aufgrund des fehlenden Wirtschaftssystems
. In WoW hat der Spam ja ganz schön nachgelassen. Und die einzigen die bisher verstanden haben, dass man den Goldverkäufern durch bannen nicht den Hahn abdrehen kann, ist doch CCP. Die machen einfach den Goldverkäufern Konkurrenz indem sie eine sichere Plattform anbieten wo ganz legal Gold (ISK heißt es da) gegen Game Time getauscht werden kann. Durch dieses System ist es eine WinWinWin-Situation. CCP verkauft Gametime-Codes, der Verkäufer bekommt Spielzeit gratis und der Käufer sein Gold (ISK). Alles legal und durch CCP abgesichert.
Auch hier gilt: Marktwirtschaft
Es gibt ganz offensichtlich einen Markt fuer digitale "Waren und Zahlungsmittel". Stellt sich im Grunde nur die Frage, will man dieses Feld anderen ueberlassen, oder bedient man die Nachfrage, welche offensichtlich in riesigem Ausmass besteht, gleich selbst.
Blizzard hat ganz offensichtlich erkannt, dass dieses Geschaeftsfeld, welches auf ihrem World of Warcraft aufsetzt, eine Symbiose darstellt. Man verdient an diesen Accounts kraeftig mit. Der konsequente Schluss daraus kann nur lauten: Will ich die Kontrolle ueber diesen Markt anderen ueberlassen oder nicht.