07.05.2008 - Andreas Ludwig
Erneut wirft AMD seinem Prozessor-Widersacher Intel Wettbewerbsverzerrung vor und scheint den Anschuldigungen mit passenden juristischen Schritten die Würze zu verleihen. In einer Eingabe an das Bezirksgericht von Delaware (USA) schmeißt AMD dem Konkurrenten an den Kopf, verschiedene PC-Hersteller unter Druck gesetzt zu haben.
Laut dem 108 Seiten starken Brandbrief würde Intel mit illegalen Methoden Kunden an sich binden. Beim Namen genannt werden Branchengrößen wie Dell, IBM und Hewlett-Packard, die sowohl Notebook- als auch Desktop-Systeme an den Mann bringen. Einige japanische Hersteller sowie Lenova und Acer sollen ebenfalls dazugehören.
Intel zeigt sich betont gelassen und sehe keine Wettbewerbsverzerrung. Rabatte seien schließlich im Prozessor-Geschäft üblich. "AMDs Beschwerde über Intels Rabattpolitik läuft darauf hinaus, sich darüber zu beklagen, dass Intel ein effizienterer Wettbewerber ist."
Aktuell ermittelt die EU in einem offiziellen Verfahren gegen Intels Geschäftsmethoden. Seit Juli 2007 überprüft die Aufsicht den Fall und durchsuchte im Zuge dessen bereits die Münchener Büros von Intel.
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