16.11.2007 - Sören Lohse
Warum es der Hollywood-Star liebt: virtuelle Verschlankungskur ...
Nachdem Vivendi 'Ghostbusters: The Videogame' soeben ganz offiziell angekündigt und einen ersten Trailer veröffentlicht hat, schiebt der französische Publisher gleich noch ein Interview mit Schauspieler und 'Ghostbusters'-Erfinder Dan Ackroyd hinterher. Was der Hollywood-Star eurer Kindheit zum Videospiel zu sagen hat? Lest selbst!
Wie fühlt es sich nach all dieser Zeit an, ins 'Ghostbusters'-Universum zurückzukehren? Werden
Sie immer noch nach einem neuen Film gefragt?
Nun, praktischer- und realistischerweise habe ich den Leuten gesagt, dass es sehr fraglich ist, ob es
je einen dritten Film geben wird. Aber jetzt, wo ich die Arbeiten am Videospiel und die Fortschritte
gesehen habe, sage ich den Leuten: "dies ist im Wesentlichen der dritte Film". Und es ist besser als
ein dritter Film, weil es einfach länger vorhält, und es gibt mehr Entwicklung bei den Charakteren. Die
Macher haben hervorragende Arbeit bei der Einfügung der Story-Ebenen geleistet, die ich jetzt
ausschmücken und mit denen ich arbeiten kann. Und ich sage den Leuten: "Wenn ihr Lust auf einen
dritten Film habt, dann ist das Videospiel genau das Richtige für euch." Und zum jetzigen Zeitpunkt
glaube ich wirklich daran, weil ich gesehen habe, was hier geleistet worden ist.
Was hat Sie ursprünglich zu diesem Projekt gebracht?
Nun, es gab da die Idee, ein Spiel auf der Grundlage der Charaktere und der Vorgeschichte zu
produzieren. Und als wir dann die ersten Konzepte davon sahen, wie es gemacht werden würde,
reizte mich besonders die Optik, die sich direkt auf den ersten Film bezieht. Es hat fast schon so eine
Art klassisches Feeling, das tatsächlich funktioniert, wenn man von einem animierten und computerentwickelten Stück Unterhaltung ausgeht.
Ist es nicht merkwürdig, in dem Spiel eine Ausgabe Ihrer selbst von vor 20 Jahren herumlaufen
zu sehen?
Antwort:
Mir gefällt das, weil es ihnen gelungen ist, mich in dem Videospiel so abnehmen zu lassen, wie ich es
in Wirklichkeit leider nicht schaffe. Das ist meiner Meinung nach ein wichtiger Aspekt, an den sich die
Leute erinnern. Das ist es, was sich die Leute heute noch anschauen, den ersten und den zweiten
Film. Deswegen ist es besser, auf diese ursprünglichen Charaktere zurückzugreifen, anstatt Harold und mich so darzustellen, wie wir heute aussehen oder wie wir heute sind.
Sie und Harold Ramis haben die Drehbücher für die ersten beiden Filme gemeinsam
geschrieben. Wir könnten uns vorstellen, dass es ziemlich aufregend ist, mit ihm an diesem
neuen Drehbuch für ein Spiel zu arbeiten.
Ja, mit ihm arbeite ich bei weitem am liebsten zusammen. Er ist sehr intelligent und glaubt natürlich in keinster Art und Weise an Geister oder das Übernatürliche. Es macht also Spaß, mit ihm zu arbeiten, weil er ein absoluter Skeptiker ist. Ich bin ein Gläubiger und er ist Skeptiker, weswegen wir beide ein hervorragendes Team abgeben.
'Ghostbusters: The Video Game' spielt im Jahr 1991: Wie kam zu dieser Entscheidung und wo
stehen die Charaktere Ihrer Meinung nach zu diesem Zeitpunkt?
Gehen wir von der Voraussetzung aus, dass dies der dritte Teil der Geschichte ist, so lag es auf der
Hand, dass er zeitlich etwas vorangeschritten sein müsste. Und ich denke, dass die Charaktere in
ihrem Geschäft nun erfolgreicher sind. Es wird in der Welt als Tatsache akzeptiert, dass dies eine
echte Firma ist, die man anrufen kann, wenn es Probleme mit dem Reich des Übernatürlichen gibt.
Die Charaktere sind jetzt älter, erfahrener, vielleicht ein bisschen ausgepowerter, härter, vielleicht mit einer nicht mehr ganz so mitfühlenden Einstellung den Geistern gegenüber wie früher. Man muss den Vernichtungsaspekt gegen den Mitgefühlsaspekt aufwiegen, woraus eine Einstellung resultiert, die es so in den ersten beiden Filmen nicht gab.
Werden Sie Ihre Sprechrolle zusammen mit anderen Personen der ursprünglichen Besetzung
aufnehmen können?
Ich hoffe, dass wir zusammenarbeiten und das Ganze als Gruppe im Studio aufnehmen können. Ich
werde wahrscheinlich mit Harold und vielleicht Annie Potts und Bill Atherton arbeiten. Ich weiß nicht,
ob ich meine Sessions mit [Bill] Murray machen werde oder er seine mit mir. Das wäre traumhaft, weil
wir uns wieder mit etwas beschäftigen würden, das wir damals sehr genossen haben. Ich werde die
Arbeit in jedem Fall machen, egal, wie sie an mich herangetragen wird, und es wird großartig sein.
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