19.03.2010 - Andreas Ludwig
Im britischen Ableger der Steam-Plattform verschwanden vor wenigen Stunden Ubisofts neueste PC-Spiele Assassin's Creed 2 und Silent Hunter 5 aus dem Sortiment. Sie können nicht mehr heruntergeladen werden, stattdessen spucken die beiden ehemaligen Produktseiten im Onlineshop nur noch eine leere Seite mit Fehlermeldungen aus. In Deutschland sind die Titel hingegen weiterhin verfügbar.
Ein offizielles Statement fehlt bisher. Glaubt man aber einem Bericht von Computerandvideogames.com, dann habe Valve die beiden PC-Spiele aufgrund großer Kundenproteste aus dem Angebot genommen.
Assassin's Creed 2
Seit Jahren ist Steam DIE Plattform, wenn es um den digitalen Download-Vertrieb von Spielen geht. Doch Valves...
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Kommentare
Bei der PS3 mag das nervig sein, aber auf der Xbox360 habe ich noch kein Spiel gefunden, dessen Update länger als drei bis fünf Sekunden gedauert hat... zudem musst du auch dort nicht updaten - einfach das Update ablehnen und trotzdem spielen (nur halt nicht mehr online, genauso wie bei Steam).
Bei Steam sieht das anders aus: erst das letzte große Dawn of War 2 Update war über zwei Gigabyte groß und wurde bei mir trotz 16MBit-Leitung mit beeindruckenden 60KB/sek runtergeladen... und hat das Update erst einmal begonnen, kannst du nicht spielen, bis er fertig ist - auch nicht Singleplayer und auch nicht, wenn du Updates für den Titel noch schnell deaktivierst.
Das war vor Steam weit weit besser. Da konnte ich bequem im Hintergrund den aktuellsten Patch saugen - egal, wie groß - und trotzdem ohne Einschränkung das Spiel zumindest im Singleplayer weiterzocken. Mit Steam ist das unmöglich.
Das ist ja schön für dich, aber andere Leute (inklusive mir selbst) stören sich eben dran, weil es eine deutliche Verschlechterung der Rechte des Kunden gegenüber der Situation VOR Steam darstellt. Dein Argument wird zudem immer löchriger, denn schon längst muss man diverse Retail-Spiele an den Steam-Account binden, was einen Wiederverkauf oder das Ausleihen an Freunde praktisch unmöglich macht - völlig egal, wo und wie du das Spiel gekauft hast. Tendenz steigend...
Wie gesagt, meine Erfahrung ist eine andere. Wenn Steam mal 'nen schlechten Tag hat, kann ich meine gesamte Spielekollektion dort vergessen. Mir reicht ja sogar schon, dass ich Steam vorher starten und mich anmelden muss, um an die Spiele zu kommen ... das dauert ja auch gerne mal bis zu einer Minute und länger, falls ein neues Steam-Update sich zu installieren [i][b]versucht[/b][/i]. Ubi Softs DRM stellt sich im Moment nicht zickiger an als Steam in seiner Startphase. Eher noch besser, dann zum HL2-Release waren die Steam-Server tagelang überlastet und haben jeden Anmeldeversuch zunichte gemacht... dagegen verläuft Ubi Softs DRM Start noch direkt glimpflich. Wenn die derzeitigen Kinderkrankheiten erst mal beseitigt sind und die Server nahezu ausfallfrei laufen, dann steht für die meisten Spieler dem ungetrübten Spielspaß kein Hindernis mehr im Weg und der aktuelle Protest gegen den DRM verschwindet langsam in der Bedeutungslosigkeit.
Was ist, wenn dir dasselbe bei Steam passiert? Alles schon dagewesen, alles selbst miterlebt...
... mal abgesehen davon, dass Steam (und andere DRM-Maßnahmen) natürlich dem gepflegten LAN-Multiplayer sowieso jede Menge Stolpersteine in den Weg werfen, da jeder Spieler nun zwingend die Vollversion besitzen muss. Die Zeiten kleiner LAN-Parties mit Kumpels, wo man die CDs noch untereinander rumreichen konnte oder - Gott bewahre - das Spiel eine eigene Netzwerkinstallation anbot, sind nicht zuletzt dank Steam und DRM ein Ding der Vergangenheit. Aber hey, DAS Problem löst sich ja sowieso bald von selbst, da kaum ein aktuelles Spiel LAN überhaupt noch unterstützt.
Bei Steam kann man doch auch die Update-Funktion deaktivieren. Standardmäßig ist sie eingeschaltet, aber in den Optionen kann man zu jedem Spiel einstellen ob es automatisch aktualisiert wird oder nicht. Bei den Konsolen z.B. wird JEDES Spiel SOFORT aktualisiert wenn man nur online ist, da kann man gar nichts regeln. Und so einen Day-One-Patch wie bei Heavy Rain hab ich bei Steam auch noch nie erlebt wo ich mal gut 30min. warten muss um überhaupt mal das Hauptmenü sehen zu können.
Ich kann nur von meinen Erfahrungen sprechen, und die sind bei Steam NUR positiv. Sicher kann man die Spiele nicht mehr verkaufen oder verleihen, aber dass nehme ich in Kauf weil ich im Prinzip alle Spiele eh nur sehr günstig bei Weekend Deals etc. kaufe, Spiele die mich zum Release interessieren nur im Laden oder per Internet. Der Punkt ist aber: Ich kann MEINE Spiele IMMER und zu JEDEM Zeitpunkt spielen, und nicht wie bei Ubifail's DRM nur zu bestimmten Zeiten. Letzte Woche irgendwann sind die Server ja wieder mal ausgefallen, sogar über 7 Stunden (!!) und jeden Tag häufen sich im Ubisoft-Forum die Berichte von Spielern die in bestimmten Regionen noch immer nicht spielen können. Was hat denn das bitte für einen Sinn? Selbst wenn die Server dann mal halbwegs stabil laufen - was ist wenn mein Kumpel vorbeikommt und wir freuen uns auf eine Session zu zweit - STOP! Gerade heute sind die Server überlastet! Tja, was ist schon EIN Tag - leider kommt mein Kumpel aber morgen nicht mehr und der Tag ist im Eimer.
Ich werde so ein System niemals unterstützen und Ubisoft weiterhin keinen einzigen Cent in den Rachen werfen.
Dann freue dich, denn mir ist das schon Dutzende Male passiert. Z.B. früher auf LAN-Parties, als man dann feststellen musste, dass Steam nicht starten will, weil man vergessen hat, vorher bei noch vorhandener Internet-Verbindung in den Offliine-Modus zu schalten (wenn man schon Offline war, ging das nämlich nicht). Oder früher, als es noch überhaupt keinen Offline-Modus gab. Auch sind die Steam-Server regelmäßig völlig überlastet, was aus unerfindlichen Gründen verhindert, dass ich meine Spiele starten oder neue Titel aktivieren kann. Siehe HL2-Launch, UT3 Free Weekend oder einfach nur mal so zwischendurch.
Spielen kann ich natürlich auch nur, wenn ich das neueste Update gezogen habe, was bei Steam und den heute üblichen Patch-Größen gerne schon mal ein paar Stunden dauern kann.
Und dann gibts da noch die Mods... oder eigentlich: es gibt sie nicht. Bei so manchem Steam-Spiel funktionieren die nämlich nicht, während es in der Retailfassung keine Probleme gibt. Da müssen dann spezielle Installationsanleitungen und arkane Beschwörungsformeln herhalten, um den Mod doch noch unter Steam zum Laufen zu bringen.
Würde Steam nicht regelmäßig günstige Sonderpreise anbieten, hätte ich den Mist schon längst in die Tonne gekloppt, um ehrlich zu sein. Es bietet zwar durchaus ein paar Vorteile, aber die sind mir die Betriebsprobleme und die inakzeptablen Nutzungsbedingungen eigentlich nicht wert.
Aber am Ende kommts, wie es kommen muss. Man gewöhnt sich an die Nachteile und akzeptiert zum Beispiel auch, dass man seine Spiele nicht mehr an Kumpels verleihen oder bei Ebay weiterverkaufen kann und plötzlich... ist Steam zum Vorzeigeprodukt mutiert. Hätte mir das jemand vor zehn Jahren gesagt, ich hätte es nicht glauben wollen... was wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten alles an Freiheit und Selbstbestimmung geopfert haben (nicht nur in Bezug auf Videospiele), ist geradezu schon kriminell.
Das würde höchstens funktionieren wenn von einem Tag auf den anderen ALLE Publisher auf dieses System umstellen, aber so nie und nimmer. In ein bis zwei Jahren oder wann halt Ubisoft genug Verluste mit dem DRM gemacht hat, diesen leise absetzt und plötzlich nicht mehr verwendet sprechen wir uns wieder.
@xRAZORx
Steam hatte am Anfang auch die eine oder andere Panne - und auch das Ubi-System wird irgendwann "rund" laufen - spätestens dann beginnt die Akzeptanz zu wachsen.
Ich hab bis heute kein einziges Steam-Spiel gekauft ... und das nicht mal weil ich da so 'dagegen' bin, sondern aus 3 simplen Gründen:

1. meist zu teurer
2. die wenigsten Spiele da gefallen mir
3. kein Weiterverkauf bei Nichtgefallen möglich
Hinzukommt, dass ich nicht noch eine dauernd laufende Software brauche die mein Spieleangebot 'allumfassend' managen will - dahingehend wär MIR sogar der Ubi-Launcher lieber, der läuft wenigstens nur wenn ich Ubi-Spiele spielen will und nervt nicht mit News und Pseudo-Community Features die ich eh nicht nutzen will - dazu hab ich ICQ, und dann is auch gut.
In meiner gesamten Steam-Laufbahn ist es nicht EIN mal vorgekommen dass ich ein Spiel (nicht im MP natürlich) aufgrund irgendeiner Störung nicht spielen konnte. Offline-Modus und fertig. Der Ubifail-DRM geht aber nicht nur damit viel weiter dass es keinen Offline-Modus gibt, sondern auch noch die Server unzuverlässig sind. Und sowas wird sich sicher nicht durchsetzen. So dumm würde ich die weltweiten Videospieler dann auch nicht einschätzen. Sollte es aber wirklich Standard werden - es gibt so viele gute alte Spiele - ich unterstütze das ganz sicher NICHT! Überspitzt formuliert könnten wir dann auch gleich wieder den Kommunismus und Sklaventreibung einführen, die Leute "gewöhnen" sich eh wieder dran.
Wenn ich mich am Wochenende gemütlich in meinen Fernsehsessel vor dem 52'' HDTV setze und Abenteuer erleben will bzw. einfach abschalten, (ja, ich hab auch meinen PC oft angeschlossen) und ich das schon mit Bauchweh tun muss weil so eine paranoide Firma wie Ubisoft meint mich an das Internet zu binden und somit die gesamte Entspannung zunichte macht, dann zeige ich ihnen mit Genuss beide Stinkefinger. Und zwar auf ALLEN Plattformen.
Und was hats gebracht? Tages und Starforce mögen derzeit nicht mehr in Mode sein, dafür haben wir nun Securom an der vordersten Front, der nicht minder invasiv oder restriktiv ist (teilweise eher noch schlimmer), oft gebündelt mit Online-Zwang oder zumindest Online-Profilbindung á la Dragon Age oder Mass Effect 2, ohne die bestimmte Spielinhalte gar nicht erst zugänglich sind.
UbiSofts Dienst wird meiner Einschätzung nach einen ähnlichen Weg wie Steam gehen: anfangs große Proteste, Leute auf den Barrikaden, Boykott-Aufrufe, usw. ... schon wenige Jahre später hat man sich an den Freiheitsentzug gewöhnt und schwärmt von den tollen Vorteilen der "neuen" Plattform.
Ich werde mir die Titel trotzdem nicht kaufen, fürchte aber, dass die Zukunft noch weitere solcher DRM-Maßnahmen auch anderer großer Hersteller für uns parat halten wird und der "Fortschritt" nicht aufzuhalten ist.
Das gleiche hat man auch damals von Tages und Starforce gesagt. Momentan ist der "Rest" wie du sagst noch egal, aber mit der Zeit werden es immer mehr, die Serverprobleme sind ja sogar regelmäßig und nicht vereinzelt oder selten. Selbst der allerletzte uninformierte Gelegenheitsspieler auf der Welt zieht seine Schlüsse daraus wenn sein Offline(!)-Spiel zum zehnten mal stehen bleibt weil wieder mal die Server überlastet sind etc.
Beim Thema Datenaustausch bin ich aber deiner Meinung, ist vollkommen egal wo man heute unterwegs ist: Sobald man im www eine eigene E-Mail-Adresse hat und regelmäßig unterwegs ist, sich wo registriert oder ähnliches, kann man davon ausgehen dass Daten ausgetauscht werden. Da braucht man nicht die Paranoia auspacken sondern einfach überlegt handeln, alles genau ansehen, sich informieren, fertig. Ich persönlich lehne Ubifail's Kopierschutz aus Prinzip ab weil es von der Logik her, ein Single-Player-Game permanent online zu halten, vollkommener Schwachsinn ist.
Ich möchte nicht zum "Gläsernen Menschen" werden und deshalb will ich den Kopierschutz auch nicht und somit verzichte ich eben auf die vielleicht guten Spiele.
Dann verzichte gleich mal auf eine ganze Reihe mehr, denn genau diese Art von Informationen werden unter Garantie auch fleißig von Steam, Xbox LIVE, PSN oder EA (Dragon Age, Mass Effect 2, ...) gesammelt. Das hätte sich George Orwell nicht mal in seinen kühnsten Träumen ausmalen können, in was für einer globalen Überwachungsgesellschaft wir heute leben... und hier ist nicht mal der Staat der große Übeltäter.
Ich denke auch, dass Ubi Soft letztlich mit ihrem DRM durchkommen wird. Die Titel verkaufen sich ja scheinbar sehr gut und die meisten interessiert der DRM einfach nicht - die wollen nur spielen, der Rest ist egal.
schade...
wenn ubisoft so stur bleibt und weiterhin das nutzt da merkt man das sie aus fehlern nix lernen ! hauptsache mit aller gewalt ihre sache durchsetzen !
Ubisoft sagt Hackern den Kampf an
Ubisoft wird seine Spiele auch zukünftig mit dem hart umstrittenen Kopierschutz, der zum Beispiel in Assassin's Creed 2 und Die Siedler 7 zum Einsatz kommt, ausrüsten. Damit sagt das Unternehmen allen Hackern den Kampf an.
"Viele kommende Spiele werden den Ubisoft Game Launcher nutzen", so ein Sprecher gegenüber Eurogamer.net. Dazu könnten unter anderem folgende Titel gehören:
■Splinter Cell: Conviction
■Prince of Persia - Die vergessene Zeit
■R.U.S.E
■Tom Clancy's Ghost Recon Future Soldier
Allerdings will Ubisoft den Kopierschutz ständig erweitern und verbessern, um den Ärger der Käufer zu mindern. Denn immer wieder kam es zu Serverausfällen und legale Käufer von Ubisoft-Titeln konnten nicht spielen.
In den vergangenen Wochen traten immer wieder Probleme mit dem neuen Verfahren auf - teilweise gingen die Reaktionen der Spieler so weit, dass sie die Server des Unternehmens lahm legten. Die Folge: Über das Wochenende flogen tausende Gamer aus Assassin's Creed 2 oder Silent Hunter 5.
Es hängt ja nicht nur von der INET-Verbindung ab sondern auch von Ubis Servern. Da gabs/gibt es genug Probleme.
Mal abgesehen davon, daß DRM für einen KS über Nacht geknackt wurde.
DRM ist eine Verkausplattform aber kein KS. Darüber werden zukünftig sicher die DLC und Zubehör vertrieben und wir müssen froh sein, wenn wir für das Ablegen von Saves oder laden von Patches nichts bezahlen müssen.
Herjee, da hat mal wieder die eine Onlineseite von der anderen abgeschrieben.
[b]Die Spiele waren nie im UK Steam, deshalb gibt es auch niemanden der entschädigt werden muss[b]
Ich will es mir einfach nicht kaufen, wenn ich diesen Kopierschutz dafür hinnehmen muss.
Naja, sieh es einmal so. Wieso sollte einer, der alle Systemvorrausetzungen (also auch permanente Internetverbindung) erfüllt, sich AC2 nicht kaufen. Dem ist doch eig recht egal, ob es einer mit unstabiler internetverbindung nicht spielen kann, solange er seinen Spaß hat. Sorry, wenn das egoistisch ist, aber da es bei mir auch läuft, habe ich es auch gekauft. Solange es flüßig läuft ist mir der DRM egal. Ich wette, dass es auch bei einer Vielzahl der hier anwesenden User durchgehen laufen wird, nur haben die entweder Angst vor einem Server-Zusammenbruch oder fühlen sich in ihrer Freiheit eingeschränkt. Was ich nicht verstehe, da ich wette, dass in spätestens 2 Jahren viele andere Entwickler auch auf so einen Online-DRM umsteigen, nachdem SecuROM, Steam und co eh schon geknackt sind.
Ich möchte nicht zum "Gläsernen Menschen" werden und deshalb will ich den Kopierschutz auch nicht und somit verzichte ich eben auf die vielleicht guten Spiele.
Wenn alle Leute, die sich über den Kopierschutz zu Hause aufregen das Spiel nicht kaufen würden, könnte man sicher etwas bewegen. Aber leider herrscht ja immernoch die Meinung vor, dass man ja eh nichts machen könne und so greift man dann einfach zu.
Ich hoffe nicht, dass andere Spielehersteller dem Beispiel von Ubi folgen und das System übernehmen, auch wenn es anscheinend doch funktioniert.
Mal abgesehen davon dass die permanente Internetverbindung NICHT nur als Kopierschutz dient haben aber genug andere Leute ganz schön viele Probleme mit diesem DRM-Dreck. Beispiel: www.gameswelt.at/forum/wbb/index.php?page=Thread&postID=760977#post760977
Jedes Problem, und sei es noch so winzig klein, ist aufgrund dessen dass so ein Kopierschutz alleine schon von der Logik UND den Vkz absolut sinnfrei ist schon zu viel. Das ist genau das gleiche wenn man mit dem Auto fährt und jemand zwingt einem mit einer Flasche Ethylnitrat rumzufahren. Es geht zum großen Teil eh oft gut und es passiert nichts, aber wehe es kommt mal ein großes Schlagloch oder jemand anderer fährt mir rein - dann machts WUMMS!