19.03.2010 - Simon Biedermann
An der Universität von Indiana gibt es statt Noten ab sofort Erfahrungspunkte. Der Studiengang in Gamedesign geht damit einen innovativen Weg. Was sich zunächst wie ein Scherz anhört, ist eine durchdachte Strategie.
Professor Lee Sheldon empfiehlt diese Herangehensweise auch für Unternehmen. iTnews sagte er, dass eine neue Generation von Arbeitern heranwächst, die man auch entsprechend motivieren müsse. Sein System ist dabei an Spiele wie World of Warcraft angelehnt.
Bei ihm im Studiengang starten Studenten mit Level 0, was der US-Note 'F' entspricht. Durch erfolgreiches 'Questen' wie Präsentationen abhalten und Projekte durchführen erhalten die Studenten Erfahrungspunkte. In Deutschland werden wir wohl lange auf die Einführung eines solchen Systems warten dürfen.
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Kommentare
Finde es auch einmal eine interessante Idee, vor allem in diesem Studiengang.
Der Professor sollte nur darauf achten, dass es nicht dazu führt, dass Studenten durch solche Methoden nicht den Ernst des Studiums vergessen und es dann nur locker rangehen, was natürlich nicht im Interesse dieses Systems wäre.
Wie Alamar schon sagte, könnte man ja auf diese Weise (falls es tatsächlich so wäre) nicht schwierig sich mit einfachen Aufgaben hochzuleveln und hat somit ein Level, wie jemand, der in der Tat viel geleistet hat.
Muss halt alles gut balanced und so sein
Kann man auch auswählen ob man lieber eine schwere "Quest" machen will (aka "Heile Krebs!") oder stattdessen lieber 100 mal ne leichte ("Sage das Alphabet auf!")?
Nein, im Prinzip ist das System eigentlich sicher interessant. Nehmt statt "Erfahrungspunkte" einfach "Leistungspunkte", und schon klingt das ganze weitaus weniger dämlich.
zitat von oben:
'Studiengang in Gamedesign'
passender gehts doch kaum... ich finds ganz interessant. wie man es letztlich bennent sei mal dahingestellt, aber sowas ist sinniger als prüfungen und klausuren...
@NPC: Spannend, dass es sowas zumindest im Zahnarztstudium gibt.

Ansonsten finde ich die Idee gut. Über eine spielerische Herangehensweise lässt sich vieles lockerer regeln. Das Leben soll schließlich Spaß machen.
Kommt auf das Fach bzw. den Bereich an. Generell ist es imo keine schlechte Idee.
ich finds auch unnötig...mich jedenfalls würd es nicht motivieren
Gute Idee.. die Amis sind bei Motivationsfragen unserem lahmen Kontinent wie meistens weit voraus.
Na also wenn du nicht bestehst ist ja logischerweise "Game Over". Es kann aber auch heissen "Sie sind Tod" usw. DIes kann dann je nachdem angepasst werden. Die Fragen, die sich hier vielmehr stellen sind: Hab ich ein Extraleben gibt es ein Continue? Und wie viele? Und problematisch wirds dann auch mit den Cheatern und Download-Piraten...
Nein, warum auch. Der Sinn ist ja zu motivieren, also wird man nur hinzugewinnen koennen. Fuer eine fehlgeschlagene 'Quest' gewinnst Du halt nichts dazu.
Ich bin gespannt wie sich das entwickeln wird und ob es die Schueler/Studenten tatsaechlich mehr motivieren wird als die eher traditionellen Systeme.
Topic: Ich denke nicht das sich dieses System wirklich durchsetzen könnte. Ich meine wir haben ja schon verschiedene Notensysteme in Arbeit. Das Normale Notensystem (1-6), sowie das 15 Punkte System.
hab eine frage, was ist wenn jemand so eine "quest" (für mich hört sich das sehr ... ich nenn's mal "gewöhnungsbedürftig" an) nicht besteht? wird er dann downgelevelt?
Finde ich völlig daneben - man muss Computerspiele nicht in allen Bereichen ins Leben miteinbeziehen. Oder nennt man dann später die heute "Intelligenten" "Hardcore-Zocker"?
Ich find das System sehr gut. In Teilbereichen gibt es hier auch schon so etwas:
z.B. werden im klinischen Teil des Studiums der Zahnmedizin Punkte für Patientenarbeiten vergeben.
Das durchführen einer einfachen Zahnreinigung gibt z.B. wenig Punkte, das setzen einer Füllung mehr, eine Protese herstellen und einsetzen noch mehr etc.
So muss man diverse Sachen machen um die nötigen "XP" für das bestehen des Kurses zu erhalten.
Man muss und sollte das nicht unbedingt XP und Level nennen, aber prinzipiell halte ich das für ein gutes System. Wer ne Prüfung vergeigt, kann dem Professor dann durch Referate etc. im Nachhinein doch noch zeigen, dass er den Stoff verstanden hat und sich darüber die XP holen, die bei der Prüfung gefehlt haben.
Evtl. dann gar nicht mehr mit klassischer Semestereinteilung, sondern du hast halt Levelbeschränkungen für Kurse und musst solange Referate usw. grinden bis du die Levelanforderung für verschiedene andere Kurse erfüllst. Praktisch open-world studieren.
jo ich finde die idee an sich auch ziemlich gut, denn ich denke auch, dass man die älteren leute so defenitiv mehr motivieren kann, als durch das klassische notensystem
klingt gar nicht schlecht. ich bin schon lange der meinung, das klassische notensystem hat zumindest in der höheren bildung ausgedient. es ist an der zeit, neue wege zu gehen.