12.03.2010 - Andreas Ludwig
Schadensbegrenzung ist jetzt das oberste Gebot, nachdem Ubisofts umstrittene DRM-Premiere am vergangenen Wochenende von Ausfällen heimgesucht wurde. Heute kündigte Ubisoft an, die Spieler, die Schwierigkeiten mit dem Einloggen beim DRM-Server hatten, mit kostenlosen Spielinhalten entschädigen zu wollen. Betroffene Käufer von Assassin's Creed 2 und Silent Hunter 5 erhalten demnach speziell zugeschnittene Pakete, deren Inhalt davon abhängig ist, welchen Titel und welche Version er gekauft hat. In Kürze werde man die Betroffenen per Email informieren.
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Ubisoft - Video History - Teil 2
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Kommentare
Naja du kannst nicht Unprofessionalität erklären, indem du was ähnlich unprofesionelles nimmst und dann sagst: "Da schaut her, so macht mans richtig"

Ich hab nur das gelesen Arparso und ich glaub, mit dem Vergleich hast du dich ein klein wenig verzettelt.
Politische Talkshows im Fernsehen haben die grundsätzliche Struktur, dass es 3 Befürworter und maximal 2 Gegner gibt und kritische Aussagen gerne mal vom Moderator einfach übertönt werden.
In diesem Fall trifft Hofberichterstattung in der momentanen Medienwelt mehr als nur zu
Manches mal sicherlich, aber definitiv nicht überall. Ich habe schon eine Vielzahl bissiger und kritischer Interviews oder Diskussionsrunden gesehen oder gelesen, die weitaus gehaltvoller und professioneller daherkamen als 4Players Version.
Mir geht es vor allem darum, dass 4Players hier selbst nicht mehr objektiven Journalismus betreibt und offenbar überhaupt nicht an den Antworten des Interviewpartners interessiert ist, denn die hätte man sich dann sowieso hinterher zurecht gedreht. Dass sind genau dieselben Anschuldigungen, die gerne gegen Sendungen wie Frontal21 vorgebracht werden, wenn mal wieder was Negatives über Killerspiele gesagt wird ... aber sobald die Polemik mal auf "unserer" Seite ist, scheint jede Kritik an solcher Praxis plötzlich vergeben und vergessen!? Tschuldigung, aber ich finde das trotzdem unprofessionell und falsch.
4Players ist nicht unsere Interessenvertretung, sondern eine journalistische Instanz, die sich der kritischen und objektiven Berichterstattung über Spiele und die Spieleindustrie verschrieben hat. Zumindest behaupten sie das gerne von sich selbst.
Immer langsam, Cowboy - nur wenige Posts darüber und in diversen anderen Beiträgen zu dem Thema habe ich Ubi Softs DRM genauso verurteilt und meinen Boykott angekündigt wie du selbst auch. Bitte keine haltlosen Argumente aus den Fingern saugen.
@sevy
mag sein, dass die fragen provozierend sind und etwas viel polemik enthalten. aber wie schon zuvor gesagt wurde: wenn man schmusefragen formuliert, wie zuvor ihr in dem interview mit ubisoft zu dem thema, braucht man sich nicht wundern, dass das ergebnis genauso uninteressant ausfällt, wie ein nicht gegebenes interview.
Bei allem (verständlichen) Unmut über das DRM sollte man den Rest an Anstand und Respekt dem Gesprächspartner gegenüber nicht aus den Augen verlieren. Das kann ich mir als erboster Spieler vielleicht erlauben, als Journalist sollte man seine Emotionen aber unter Kontrolle behalten.
Polemisch: "Warum möchten Sie die Piraterie in Deutschland fördern?"
Weniger polemisch: "Fördern Sie mit dem DRM nicht die Piraterie in Deutschland?"
Die Beantwortung der Frage würde wahrscheinlich ähnlich ausfallen ("Nein, natürlich möchten wir das nicht, aber wir denken, dass es eine gute Balance aus Service und Kopierschutz ist"), aber diese polemische Fragestellung stellt es schon von vornherein als Fakt dar, dass das DRM die Piraterie in Deutschland fördern wird und dann folgt erst die Frage nach dem Grund. Der Leser/Zuschauer bekommt damit automatisch einen Gut-Böse-Eindruck und schlägt sich natürlich auf die Seite des guten Journalisten, der uns vor der bösen Firma und dem bösen Kapitalismus verteidigen möchte. Für eine eigene Bewertung der Aussagen der Firma durch die Leser/Zuschauer ist da kaum mehr Platz. Diese Suggestivfragen sind ein ganz beliebtes Mittel des Boulevardjournalismus (beobachtet das mal bei Frontal 21, sehr interessant), aber auch die Ergebnisse von Umfragen lassen sich damit wunderbar beeinflussen. Und wer auf diese Art und Weise in ein Interview einsteigt, muss sich dann nicht wundern, wenn er keine Antwort bekommt.
Ich sag's gerne nochmal: Wir und viele andere Kollegen haben entsprechend mit Kommentaren und Kolumnen auf das DRM von Ubisoft reagiert. Der Zweck eines Interviews ist es dann aber nicht, weiter die eigene Meinung zu verbreiten, sondern auch die Gegenseite zu Wort kommen und ihre Entscheidung rechtfertigen zu lassen. So viel sollte man ihnen fairerweise und bei allem "Hass" zugestehen. Dass Ubisoft nicht kurz vor oder nach dem Start der Plattform sagt, "Hey, das ist 'ne blöde Sache, nehmen wir wieder zurück", darf man doch nicht ernsthaft erwarten. Da steckt keine kleine Softwareklitsche, sondern ein riesiges Wirtschaftsunternehmen dahinter, die das öffentlich natürlich erstmal verteidigen müssen - mit den entsprechenden PR-Aussagen. Intern mag es mit Sicherheit schon wieder ganz anders aussehen.
Viele Grüße,
Yves
Seltsam aber dass du nur die provokativen Fragen siehst, den kaum minder provokativen DRM hingegen nicht.
[b]@xRAZORx:[/b]
Schau dir mal ein paar ernsthafte politische Diskussionsrunden im Fernsehen an, um eine Idee von ernsthaftem Journalismus zu bekommen. Was 4Players da abgezogen hat, gehört jedenfalls nicht dazu. Niemand verlangt, Ubi Soft mit Samthandschuhen anzufassen, aber 4Players "Interview" hatte nun wirklich nichts mehr mit Journalismus zu tun. Man war doch gar nicht an Antworten interessiert, sondern wollte nur den Skandal weiter anheizen. Das ist billigstes BILD-Niveau.
Ich hab nur das gelesen Arparso und ich glaub, mit dem Vergleich hast du dich ein klein wenig verzettelt.
Politische Talkshows im Fernsehen haben die grundsätzliche Struktur, dass es 3 Befürworter und maximal 2 Gegner gibt und kritische Aussagen gerne mal vom Moderator einfach übertönt werden.
In diesem Fall trifft Hofberichterstattung in der momentanen Medienwelt mehr als nur zu
Ich sagte nicht, dass ich es besser kann. Ich schimpfe mich nicht "Journalist" oder "Redakteur" und verfüge weder über die notwendige Erfahrung noch Ausbildung, um auf die Schnelle einen qualifizierten Gegenentwurf vorzulegen. Trotzdem meine ich, plumpe Provokationen zu erkennen, wenn ich sie sehe, und das halte ich in diesem Fall für völlig ungeeignet, um irgendetwas zu bewegen.
Du nennst es plump und sensationsgeil, ich nenne es simpel und direkt.
Du könntest ja Vorschläge posten wie du es machen würdest, wobei eben die Gefahr besteht wieder nur 08/15 Antoworten zu kassieren wo man dann genauso schlau ist wie vorher. Ubisoft provoziert, schränkt ein, gängelt die Kunden und schadet der Industrie - wenn man dann nicht imstande ist mit einer [u]logischen[/u] Gegenreaktion der Öffentlichkeit fertig zu werden ist das traurig.
Sorry, aber da gibts wesentlich bessere, ernsthafte Journalisten, die sich viiiiel geschickter dabei anstellen, unbequeme Fragen zu stellen und Antworten aus dem Interviewpartner herauszukitzeln. 4Players Versuch war IMHO nur plump und sensationsgeil.
Das IST konstruktiver, unbequemer und lauter Journalismus. Alles andere ist höfliche Hofberichtserstattung, die niemanden weh tun will, wo sich alle ganz arg lieb haben und die größten Arschlöcher ungestraft weiter ihr Ding durchziehen können, weil sich niemand traut unbequem und laut zu werden.

Ubisoft hat solche Reaktion mit ihrem neuen DRM provoziert. Jetzt einen Rückzieher zu machen ist a) armselig, b) ein deutliches Zeichen der Inkompetenz seitens der Presseabteilung und c) ein deutliches Anzeichen dafür, dass man die öffentliche Reaktion auf dieses neue DRM vollkommen unterschätzt hatte. Ja, wer sich in die Öffentlichkeit begibt, der muss was aushalten können. Ubisoft muss peinliche Fragen von 4Players aushalten und 4Players sowie Gameswelt muss kuschelbedürftige Gamer im Forum ertragen, abgesehen von den üblichen Verdächtigen aus der Ubisoft-Zentrale...
Muss in dem Fall sevy zustimmen: auch ich fand die Fragen sehr ungeschickt und polemisch formuliert. Ubi Soft hatte gar keine andere Wahl, als die Antworten zu verweigern, denn JEDE Antwort auf diese Fragen wäre in der Luft zerrissen worden - wozu sich also die Mühe machen? 4Players war hier einzig und allein darauf aus, von der Kontroverse um den DRM zu profitieren, indem sie die Gegner durch die vermeindliche Unverschämtheit Ubi Softs aufstacheln und damit weiter Öl ins Feuer gießen.
[b]@xRAZORx:[/b]
Schau dir mal ein paar ernsthafte politische Diskussionsrunden im Fernsehen an, um eine Idee von ernsthaftem Journalismus zu bekommen. Was 4Players da abgezogen hat, gehört jedenfalls nicht dazu. Niemand verlangt, Ubi Soft mit Samthandschuhen anzufassen, aber 4Players "Interview" hatte nun wirklich nichts mehr mit Journalismus zu tun. Man war doch gar nicht an Antworten interessiert, sondern wollte nur den Skandal weiter anheizen. Das ist billigstes BILD-Niveau.
... und nein, damit will ich nicht Ubi Softs DRM verteidigen - auch ich werde deren Titel boykottieren, weil ich mit diesen Methoden nicht einverstanden bin. Das ändert aber nichts an meiner Meinung zum 4Players-"Interview"
Wer zu höflich fragt, der bekommt zwar eine Antwort, die in der Regel aber nur aus Larifari besteht. Es ist an der Zeit, gerade Firmen wieder spüren zu lassen, dass man nicht ungestraft Bullshit produzieren kann, um danach auf die weichgespülten Fragen handzahmer Möchtegernjournalisten mit nichtssagendem Geblubber zu antworten und den Mantel des Schweigens danach über die Sache zu decken.
Es muss weiterhin so direkt und aggressiv gefragt werden. Nicht nur hier in diesem Fall, sondern überall dort, wo die Scheisse zur Decke spritzt und alle wegsehen, weil das ja so ein unangenehmer Anblick ist ...
So sehr ich dem DRM und der Aktion von Ubisoft auch negativ gegenüber stehe, die Fragen der Kollegen hätte ich als Publisher ebenfalls nicht beantwortet. Das hat nicht mehr viel mit Journalismus zu tun, sondern drängt Ubisoft auf die polemischste Art und Weise in eine Ecke, ohne ihnen auch nur den Hauch einer Chance zur Reaktion und Rechtfertigung zu lassen. Das mag aus Leser- und PC-Spieler-Sicht vielleicht "voll cool und gut so" sein, aber grenzt schon ziemlich an Niveaulosigkeit. Allein bei der Frage "Warum wollen Sie Piraterie in Deutschland populärer machen?" kann man nur den Kopf schütteln - dagegen ist Frontal 21 Qualitätsjournalimus.
Ich möchte den Kollegen nicht "Effekthascherei" unterstellen, aber es drängt sich schon der Verdacht auf, dass man bewusst provokative Fragen gestellt hat, um genau diese Reaktion von Ubisoft zu bekommen. Vielleicht hätte man seine Meinung einfach als Kommentar verfassen und veröffentlichen soll, dann hätte man sich die Umformulierung in Fragen auch ersparen können. Denn: Eine kritische Auseinandersetzung ist okay, eine derartige Hetzkampagne (eines Journalisten) dagegen nicht.
Viele Grüße,
Yves
Allen Ubisoft Unterstützen kann man nur noch sagen: Weiterhin viel Spaß mit eurem Offline-DRM. War doch klar, dass der nächste Ausfall nur eine Frage der Zeit ist...

THG: Assassins Creed II: Masterserver komplett ausgefallen
media.bestofmicro.com/Spieletest-Assassins-Creed2,C-9-241497-13.jpg
Mal gucken was es diesmal für die Lemminge als Entschädigung gibt
Das Beste ist aber, wie Ubisoft auf die Fragen von 4players.de zu dem ganzen Debakel reagiert hat:
Lt. Ubisoft-Forum waren das nicht nur kleine, sondern durchaus auch spielbrechende Bugs. Leider ist das Ubisoft-Forum (im Moment) dem Anschein nach auch nicht gerade sehr stabil.

Ironischerweise hat Virgin vor zwei Tagen endlich die Leitung wieder in Ordnung gebracht. Nun ist sie nicht nur schnell, sondern hat auch gute Latenzen und ist vor allem wieder stabil.
Und auch wenn ich mir AC2 gern kaufen wuerde und es nun wohl auch problemlos laufen wuerde, so werde ich es mir dennoch aus Prinzip nicht holen, solange sie nicht ihren Kopierschutz anpassen. Tun sie es nicht, muss ich wohl leider darauf verzichten, ebenso wie sie auf mein Geld. Na gut, wenn ich es dann irgendwann mal fuer £5-10 sehe, werde ich wahrscheinlich doch zuschlagen.