12.03.2008 - Sören Lohse
Am gestrigen Nachmittag hatten wir im Zuge eines kleinen Events in München die Gelegenheit, nochmal ausführlich Hand anzulegen bei der Wii-Version von 'Pro Evolution Soccer 2008'. Unsere Eindrücke wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.
Nach dem ersten Tutorial und Einweisungen gewöhnt man sich zunächst eher schlecht als recht an die Steuerung. Statt den Spieler direkt zu navigieren, zielt ihr mit der Wiimote nur an die Stelle, an die er laufen soll. Der A-Button wird gedrückt, schon läuft der Kicker los. Einen Pass spielt ihr mit dem B-Button - dabei zielt ihr zunächst auf den anzuspielenden Mitspieler oder tretet das Leder in den Raum. Sogar Ballstafetten sind möglich: Per Doppelklick spielt euch die KI den Ball wieder zurück.
Das Problem: Durch die indirekte Steuerung fehlt die unmittelbare Kontrolle - man muss sich im Vorfeld schon sehr genau überlegen, welchen Spielzug man tätigt. Durch das Fehlen der Sprinttaste wird man darüber hinaus mehr oder minder zum Abspielen gezwungen, obwohl das wieder die große Gefahr birgt, einen Fehlpass zu spielen - ihr erinnert euch: man muss erst richtig zielen, und muss dann passen. Deswegen setzt man gegen gleichwertige oder schwächere Gegner vor allem auf Dribblings, um vor das Tor zu kommen. Der Abschluss dort ist recht simpel: grob anviesieren, Nunchuk schütteln und im Glücksfall folgt ein Tor. Wie ihr schon merkt, geht es ein wenig anders zu als in anderen 'PES'-Auskopplungen.
Das Defensivverhalten mit der Wii-Version ist auf ähnliche Weise an die Wii-Steuerung angepasst worden. Den ballführenden Gegenspieler attackiert ihr mit A, müsst ihr aber vorher anvisieren. Mit gehaltenem Z-Button und dem Schütteln des Nunchuk macht ihr eine Grätsche. Da man in der Defensive nur auf die Fehler des Gegners warten muss, lohnt es sich, sich in der eigenen Hälfte einzuigeln. Damit blockiert ihr auf einfache Art und Weise viele Möglichkeiten, die zum Torerfolg führen könnten - Producer "Greyhound" Chosogabe und seine japanischen Kollegen machte es beim Event ähnlich.
Etwas Neues haben wir auch gesehen: das Elfmeterschießen. Hierbei visiert ihr mit der Wiimote die Stelle an, die ihr treffen wollt. Wer gegen einen menschlichen Kontrahenten an einer Wii antritt, der möchte möglicherweise verhindern, dass der Gegner sieht, wohin ihr zielt. Einfacher Trick: Mit gehaltenem A-Button verschwindet das Fadenkreuz. Ihr könnt noch immer euer Ziel verschieben, der Gegner sieht es nicht. Einziger Haken: Auch ihr seht es nicht. Wer diese Variante nutzt, sollte also Vorsicht walten lassen. Geschossen wird wieder mit geschütteltem Nunchuk.
Ein paar neue Bilder vom Event haben wir in dieser Bilder-Galerie gesammelt. Weitere Informationen zu 'PES 2008' für die Wii findet ihr in unserer Vorschau vom Februar.
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Kommentare
Ja, da magst du Recht haben. An und für sich ist PES2008 für Wii ja kein schlechtes Spiel. Man braucht nur eine ganze Weile, bis man sich an die neuartige Steuerung gewöhnt hat. Ist eben doch etwas völlig anderes als bislang. Wenn man einmal drin ist, geht es aber schon ganz gut - so ist es ja nicht.
Man sollte allerdings nicht erwarten, dass PES-Wii sich so spielt wie PES auf PC, PS3 oder X360. Das ist ein ganz anderes Spiel. Das könnte manchen Leuten gefallen, mir persönlich sagt es aber nicht sooo zu.
amigafreak
das klingt alles irgendwie ziemlich scheiße und mit der grafik scheints ja auch net rauszureißen. ich denke mal es gibt einfach spiele die aufgrund ihrer komplexen und vielfältigen steuerung nicht auf der wii funktionieren werden. fußballsimulationen gehören da einfach mal dazu