27.01.2012 - Tobias Simon
Shams Jorjani, Producer bei Paradox Interactive, stand dem Team von GamesweltTV unlängst ebenfalls für ein Interview - das es in Kürze in voller Länge auf unserem Videoportal gibt - zur Verfügung. Dabei ging es nicht nur um Erfolg und Probleme mit Magicka, die Konsolenzukunft des Unternehmens und die Probleme mit Sword of the Stars II, sondern auch um ein Thema, das vielerorts für kontroverse Diskussionen sorgt: Raubkopien.
Jorjiani hat diesbezüglich eine ganz eigene Meinung: "Für uns bei Paradox ist das kein Problem. Manchmal höre ich andere Leute von dem Thema sprechen und dann fällt mir das regelrecht auf. Denn wir bei Paradox reden wirklich niemals darüber. Das ist kein Thema für uns. Uns ist es nämlich egal, ob Leute unsere Spiele raubkopieren. So was gibt es für uns gar nicht. Wir sehen Raubkopierer als eigenständigen Kundenzweig wie jeden anderen auch. Das Einzigartige an dieser Gruppe ist, dass sie nicht für ein Spiel bezahlen will. Es geht also darum, wie man ein Spiel entwickelt und es dann jemandem schmackhaft macht, der mir eigentlich gar kein Geld dafür zahlen will."
Darin läge auch der Grund, warum Paradox auf Kopierschutzmechanismen verzichtet, wie Jorjiani weiter ausführt: "In unseren Verträgen verpflichte ich unsere Entwickler daher auch explizit, keinen Kopierschutz irgendeiner Art zu verwenden. Es ist ihnen verboten. Wir jagen keine Raubkopierer, wir nutzen kein DRM und halten die technische Seite unserer Spiele so einfach wie möglich. Nichts ist frustrierender für ehrliche Kunden, als ein Produkt zu erhalten, das einem raubkopierten Spiel unterlegen ist. Das hat für mich einfach keinen Sinn."
Jorjianis Fazit: "Piraterie und DRM sind für uns kein Thema: Wir konzentrieren uns darauf, gute Spiele zu machen, die für sich selbst sprechen und sich deshalb gut verkaufen. Und Magicka ist ein tolles Beispiel. Ich weiß nicht, wie viele Kopien davon gemacht wurden. Und es ist mir auch vollkommen egal, ganz ehrlich."
Paradox Round-up - Special [3]
In Schweden präsentierte uns der Publisher Paradox seine Spielehöhepunkte des Jahres.
Paradox Interactive - Event-Bericht aus Stockholm
Event-Bericht aus Stockholm
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Kommentare
Es ist doch vollkommen egal ob es ihr Kopierschutz ist oder nicht. Wenn der Kerl sagt, dass sie ihren Entwicklern verbieten "Kopierschutz jeglicher Art" zu verwenden, dann zählt Steam nunmal dazu. Außerdem wurde Steam bei Magicka und Fire and Sword als Kopierschutz und nicht "nur" als Verkaufsplattform verwendet.
Ich Begrüße solche Denkweisen. Da könnte sich z.B. Ubisoft mal eine Scheibe von abschneiden.
BTW: Magicka ist ein tolles Spiel. Eines der wenigen Spiele, zu dem ich alle DLC's besitze.
Aber es ist nicht ihr Kopierschutz und sie nutzen Steam halt primaer als Verkaufsplattform.
Na, Steam ist durchaus ein Kopierschutz
Man muss Paradox aber zu Gute heißen, dass ihr eigener Downloadstore GamersGate wirklich auf jeglichen Kopierschutz verzichtet und, wie Steam, auch manchmal gute Preise hat.
Die Nutzung von Steam widerspricht aber seinen Aussagen nicht zwingend. Erstens ist Steam nicht ihr eigener DRM und bietet noch ein wenig mehr und zweitens scheint der Steam-Schutz ja eh nur sehr begrenzt zu funktionieren. Und solange sie nicht solche Aktionen wie zuletzt CD Project starten, kann man ihnen nicht widerlegen, dass ihnen die Schwarzkopierer nicht egal sind.

@Magicka: Also mit mehreren Personen ist es sehr spassig, vorausgesetzt man hat den entsprechenden Upload.
Hab die Spiele auch nicht gekauft. Auch nicht gespielt. Aber nicht wegen KS oder DRM, sondern wegen Steam.
Magicka? Ach ja, das Spiel das an Steam gebunden werden muss.
Oder Mount & Blade: With Fire and Sword? Nein, können sie auch nicht meinen, hat auch Steambindung.