11.01.2012 - Dominik Krendl
Am 02. Januar diesen Jahres drohten Arbeiter des Foxconn Technology Parks (größter Elektronikhersteller der Welt), Massenselbstmord zu begehen. Den Informationen von Want China Times zufolge forderten die Arbeitnehmer von ihren Vorgesetzten zum Jahreswechsel eine Lohnerhöhung, die jedoch nicht gestattet wurde. Die Fabrikarbeiter sollten für den gleichen Lohn weiterarbeiten oder gegen eine Abfindung den Arbeitsplatz räumen, so die Arbeitgeber.
Nachdem die versprochenen Abfindungsgelder nicht ausgezahlt wurden, begaben sich knapp 300 Mitarbeiter Foxconns auf das Dach des Werkes von Wuhan, wo auch Xbox-Konsolen hergestellt werden, um sich von dort aus in den Tod zu stürzen. Stundenlang harrten die Menschen dort aus. Letzten Endes gelang es dem Bürgermeister Wuhans, die Menschen davon zu überzeugen, den Selbstmordakt nicht zu vollstrecken.
Dieser Vorfall rückt das Foxconn-Unternehmen nicht zum ersten Mal in zweifelhaftes Licht. Schon 2010 gab es Suizidvorfälle, bei denen sich ingesamt 14 Menschen in einem Werk in Taiwan das Leben nahmen. Gründe hierfür sollen unhumane Bedingungen am Arbeitsplatz gewesen sein, wofür Foxconn bei Menschenrechtsorganisationen jedoch schon bekannt ist. Microsoft kündigte jetzt an, diesen Vorfall zu untersuchen.
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Kommentare
Abschließend bleibt zu sagen, Scherpi muss menschenverachtende Bedingungen in einem Konzern als Grund vorschieben weshalb er ein Produkt "hasst".
Ich werfe schnell noch das Abschließende Wort in den Raum.
Troll.
Übrigens nur weil die Mehrheit eine Meinung teilt hat sie nicht zwangsläufig Recht.
So jetzt ist das Thema, aber für mich echt erschöpft, einen Konsens gibt es hier eh nicht mehr!
Wie originell... wenn man anderer Meinung ist, wird man als Fanboy abgestempelt. Ist ja wahnsinnig objektiv von dir.
... dasselbe gilt aber auch für die Minderheit.
Endlich vernünftige Menschen!
Schön auf den Punkt gebracht, Arparso.
Das entscheidende Problem liegt hier bei Foxconn, die schon seit Jahren in der Kritik wegen der schlechten Arbeitsbedingungen und der Ausbeutung der Arbeiter stehen und schon öfter durch Arbeiterselbstmorde in die Schlagzeilen geraten sind. Die Firmenpraxis ist ja auch nicht weiter verwunderlich - Arbeitskräfte in China sind zahlreich vorhanden und sind billig. Arbeiter, die sich beschweren, läßt man dann einfach gehen - denn natürlich stehen draußen vor der Fabrikhalle schon zehn andere Arbeitslose, die endlich auch ein bisschen vom Wirtschaftsaufschwung Chinas profitieren wollen...
Natürlich kann man's auch Microsoft ankreiden, dass die sich ihre Geschäftspartner sorgfältiger aussuchen könnten bzw. bei einer solchen Zusammenarbeit eben auch darauf achten sollten, dass die Arbeitsbedingungen vor Ort annehmbar sind... allerdings ist das ein Vorwurf, der fast allen Elektronikherstellern zu machen wäre, inklusive Sony, Apple & Co. Bisher hat es die Kunden ja auch nicht gestört, woher ihr IPhone kommt, unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde und wieviele Cent von den 600+ Euro Kaufpreis am Ende tatsächlich den Arbeitern zugute kommen. Es interessiert doch schlicht niemanden. Selbst die jetzige Nachricht über das Wuhan-Werk wird nächste Woche wieder vergessen sein und niemand wird seine Kaufgewohnheiten umstellen. Ja, wozu denn auch, denn praktisch alle Hersteller arbeiten so - sonst wäre solche High-Tech gar nicht so "günstig" in die Läden zu bringen... wohin also ausweichen, wenn es für den Kunden keine klaren Alternativen gibt?
Danke, Cellshock. Bin tatsächlich allmählich ins Grübeln gekommen, ob ich mich eventuell wirklich so unverständlich ausdrücke.
Aber den Spendenvorschlag wird er sicher nicht annehmen. Wenn mehr Geld an die Xboxsparte fließt, werden vom pösen Kleinweich ja möglicherweise noch mehr Teufelskisten fabriziert!
du stehst komischerweise mit deiner argumentation alleine da scherpi, wir "kapieren" anscheinend alle nichts.
und nein ich spende nicht regelmäßig, weil ich ein student bin und mir das nicht leisten kann und manchmal auch nicht leisten mag. ob du spendest lass ich mal dahin gestellt, jedenfalls ist spenden nach deiner definition anscheinend ja nur, wenn man das geld den arbeitern des werks wuhan zukommen lässt (aber nur der xboxsparte, den anderen gehts ja besser)
Manche Menschen sind eben beratungs- bzw. argumentationsresistent. Aber wenn es Dich glücklich macht, bleib ruhig bei Deiner verqueren Sicht der Dinge.
Übrigens weiß ich nicht, was jetzt die Wortspielerei soll, die du da jetzt mit Hängen und Würgen versuchst, aber bitte wens dich glücklich macht. Für mich ist mein zuvor genanntes Zitat und die Sachlage klar, das du die nicht kapierst tut mir leid.
Aber irgendwie verlier ich jetzt auch die Lust, hier mit dir weiter meine Zeit zu verplempern. Deswegen beende ich das meinerseits, und lass dich in dem Glauben, das du Recht hast und ich meine Ruh.
Ach so, und die Bedeutung der Worte "vornehmlich" und "auch" in den Spiegel- bzw. Gameswelt-Artikeln hast DU wohl widerum überlesen, hm?
@ Scherpi: Worum es im Gameswelt-Bericht geht, hab ich durchaus kapiert, trotzdem vielen Dank für den Aufklärungsversuch.
Ich kann lediglich nicht nachvollziehen, was Microsoft dafür kann, wenn Foxconn seine Mitarbeiter ausbeutet bzw. betrügt und in den Selbstmord treibt. Oder anders formuliert, was Microsoft MEHR für die schlechten Bedingungen im Unternehmen verantwortlich macht als Sony, Nintendo, Apple, Intel undundund.
Nur weil jetzt die Xbox-Mitarbeiter für Schlagzeilen sorgen meinst Du doch nicht ernsthaft, dass es den Foxconn-Angestellten an den anderen Produktionsstrecken auch nur einen Deut besser geht, oder?!
@ mrw
Du hast immer noch nicht kapiert, das es da um die Microsft XBOX Abteilung in Wuhan geht, was auch aus dem Zitat oben, was du offensichtlich überlesen hast hervorgeht, übrigens aus dem Spiegelbericht den du mir selber verlinkst hast.
Im übrigen habe ich auch deutlich hervorgehoben, das das mit Wuhan mir den letzten Anstoß zu meiner künftigen Anti-XBOX-Kaufhaltung gegeben hat. Jetzt klar?
@ cellshock
Das glaube ich erst wenn es soweit ist.Wenn es so ist dann wäre es vorbildlich, aber noch ist es nicht so weit und wie gesagt die Wohltätigkeit scheint nicht bis in die Lohntüten nach Wuhan zu reichen. Von daher behalte ich mal meine verständlichen Zweifel.
Leider habe ich keine 29 Milliarden die ich verspenden könnte, nichtsdestotrotz spende ich auch, nur in viel kleinerem Rahmen und du?
@ cellshock
Das glaube ich erst wenn es soweit ist.Wenn es so ist dann wäre es vorbildlich, aber noch ist es nicht so weit und wie gesagt die Wohltätigkeit scheint nicht bis in die Lohntüten nach Wuhan zu reichen. Von daher behalte ich mal meine verständlichen Zweifel.
Leider habe ich keine 29 Milliarden die ich verspenden könnte, nichtsdestotrotz spende ich auch, nur in viel kleinerem Rahmen und du?
@ Scherpi: Ich will weder Gameswelt "anhusten" noch Microsoft oder die Xbox verteidigen, falls Dir das bisher entgangen sein sollte. Mit geht es nur um Deine Aussage, dass Du die Playstation bevorzugen willst, weil Sony ja die sauberere Weste hat. Auch ich bin Multi-System-User, weiß die Vorteile der jeweiligen Geräte zu nutzen und finde diesen immer wieder sehr schnell auftauchenden "Konsolenkrieg" mehr als albern.
NOCH alberner finde ich aber, wenn Fakten ignoriert werden. Und Fakt ist nun einmal, dass Sony und Nintendo genauso von Foxconn produzieren lassen wie Microsoft, Apple und Co.. Genau diesen Punkt, also die Foxconn-Verknüpfung, als Argument gegen eine Konsole und für die andere zu nutzen entbehrt daher jeder Logik. Und falls Du bisherige Zwischenfälle verfolgt hast, spotten die Bedingungen bei Foxconn ja nicht nur in der Xbox-Einheit oder gar im Werk Wuhan jeder Beschreibung, sondern generell.
Und wenn Du wirklich konsequent sein wolltest, würdest Du daher jegliche moderen Technik aus Deinem Umfeld verbannen. SO ist das Ganze nur ein Scheinargument. Kauf und spiel, was Du willst, aber dann steh dazu, was Du später ja auch geschrieben hast, also, dass der "Gold-Zwang" Dich nervt usw..