04.08.2011 - Andreas Ludwig
Nvidia ist wieder Marktführer bei diskreten Grafiklösungen, so die kurze Version. Die Ausführlichere: Vor allem im Notebook-Ressort schnappt sich das Unternehmen Anteile der AMD-Konkurrenz, hier lag die Wachstumsrate im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal 2011 bei satten 29 Prozent. Im gesamten Markt der diskreten Grafiklösungen, also einschließlich Desktop-Grafikkarten, liegt Nvidia nun wieder bei 50,6 Prozent, während auf AMD die restlichen 49,4 Prozent fallen.
Im ersten Quartal sah die Sache noch ganz anders aus. Vor nur wenigen Monaten gehörten AMD noch 58,3 Prozent des Gesamtmarktes, Nvidia dagegen nur 41,7 Prozent. Dabei hat sich im Desktop-Ressort nur sehr wenig getan, hier musste Nvidia 0,2 Prozent an AMD abgeben.
Betrachtet ihr den Markt für sämtliche Grafiklösungen, also nicht nur den der diskreten, bleibt Intel weiterhin mit 55,4 Prozent Marktführer. Zwar musste er einen leichten Rückgang hinnehmen, doch bleiben AMD mit 24,1 Prozent und Nvidia mit 19,9 Prozent selbst zusammengenommen hinter Intel.
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Kommentare
AMD war nur so weit vorne, weil NVIDIA recht spät Dx11-GPUs auf den Markt brachte und die erste Generation (GTX 480, 470 und 465) ziemliche Flops waren, was Leistungsaufnahme und Wärmeentwicklung angeht. Hätte NVIDIA schon damals gleichzeitig mit AMD effziente Dx11-GPUs fertiggestellt, wäre AMD nie vor NVIDIA gekommen. Sieht man ja jetzt wieder. Der Aufschwung seitens NVIDIA liegt wohl an der GTX 460 und der erfolgreichen 500er Reihe. Außerdem hat man bei NVIDIA Karten keinerlei Probleme mit gewissen Spielen. Dies liegt zwar hauptsächlich an den Entwicklern, die ihre Spiele für NVIDIA optimieren, aber das ändert auch nichts an der schlechten Performance bei einigen Spielen. Da bringt es mir auch nicht viel, wenn ich eine HD 6970 habe und das Spiel einfach nicht mit einer AMD-Karte laufen will. Das wäre ähnlich einem Auto, was 300 PS hat aber trotzdem nur 100 km/h fährt (Jaja, das gibt's wohl nicht, aber es sollte ja nur als Beispiel dienen)