27.05.2011 - Jens Bremicker
In China wurde nun ein neuer Fall von "Goldfarming" aufgedeckt. In einem Interview mit der britischen Zeitung The Guardian verriet ein ehemaliger Häftling des Jixi Labour Camps in China, dass er und circa 300 andere Häftlinge jeden Abend von den Wächtern des Gefängnisses dazu gezwungen wurden in diversen Online-Rollenspielen - unter anderem World of Warcraft - Gold zu erspielen. Dieses tauschten die Wärter dann gegen echtes Geld, wobei hier täglich 470 bis 570 Britische Pfund eingenommen wurden, was ungefähr 540 bis 657 Euro entspricht.
Liu Dali, so der Name des Ex-Sträflings, sagte aus, dass bei Nichterreichen des täglichen Pensums die Gefangenen mit Plastikrohren verprügelt wurden. Er selbst war von 2004 bis 2007 in der Straftanstalt, weil er an illegalen Petitionen teilgenommen hatte. "Goldfarming" ist in China gang und gäbe und oft wird dabei mit menschenunwürdigen Methoden gearbeitet. Im Prinzip ist dieser Fall hier nur einer von vielen.
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Kommentare
Naja, jetzt kennen wir wenigstens den Grund wieso man nichts gegen die Chinafarmer unternehmen kann: Sie sitzen schon im Bau!
Wenn ich die Wahl hätte zwischen Arbeiten in der Kohlemine und Goldfarmen bei Wow, da müsste ich nicht allzulange überlegen.
demnächst werden die häftlinge in china direkt zum onlinespielen verurteilt.
RICHTER: "angeklagter, ich verurteile sie zu 10.000 stunden WoW"
Das ist einfach underste Schublade
Schweinerei!
Es reicht also nicht Renegaten und politische Häftlinge in "Umerziehungslager" schuften zu lassen? Jetzt werden sie auch noch in digitalen Arbeitslagern ausgebeutet? Die wissen echt nicht wann es endlich genug ist -.-