12.11.2010 - Yves Günther
Die Polizeigewerkschaft in Hessen hat die Diskussion um ein Verbot sogenannter "Killerspiele" neu angestoßen. Sie hätten einen "schädliche Einfluss auf die Entwicklung eines psychisch labilen Kindes oder Jugendlichen durch langanhaltenden Konsum", erklärte Heini Schmitt, Landesvorsitzender der Polizeigewerkschaft in einer Stellungnahme vor dem Innenausschuss des hessischen Landtags.
"Der Markterfolg sogenannter Killerspiele ist ein beschämendes Beispiel dafür, auf welch merkwürdigen Abwegen sich die Branche und die konsumierende Gesellschaft befinden. Je mehr Tote und je mehr Gemetzel, umso höher die Punktzahl des Spielers", so Schmitt. Er forderte weiters ein komplettes Verbot dieser Action-Videospiele. Es müsste "nicht alles erlaubt sein, was dem profitstrebenden Produzenten und dem sorglosen Konsumenten gefällt".
Aussicht auf Erfolg hat das Plädoyer von Schmitt aber voraussichtlich nicht. Erst Mitte des Jahres schloss Hermann Kues, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Änderungen am Jugendschutz und ein Verbot von "Killerspielen" aus.
Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden
01.07.2010
Appell an Bundestag für ein Killerspiel-Verbot [16]
18.05.2010
Keine Verschärfung geplant [2]
19.03.2010
Pfeiffer: Spiele sind an Gang-Gewalt schuld [33]
Born to Kill - Gewalt in First-Person-Shootern - Special
Es gibt Dinge, die bieten eine dermaßen große Angriffsfläche, dass selbst Menschen mit begrenztem Horizont kein Problem...
Diesen Beitrag als Gast kommentieren
Noch keinen Account?
Hier kostenlos registrieren!
Passwort vergessen?
Kommentare
Wenn man die Spiele haben will bekommt man sie auch, und weltweit werden die sicher nicht verboten. Und gerade im Verbotenen liegt ja bekanntlich der größte Reiz...
Dann zieh mal für ne Woche in eine Bananenrepublik. Oder nach China. Angesichts der Mißstände für die persönliche Freiheit dort ist etwas "Killerspiel"-Bigotterie wohl das geringste Problem. Wenn du die Debatte schon auf so ein pauschalisierendes Level runterziehen musst. Mannmannmann - armselig sind höchstens die, die nicht wissen, wie gut sie es in unserer Demokratie haben.
Wäre nett wenn Du meine Aussage im kompletten Zusammenhang kommentierst, armselig genau aus dem Grund weil alles pauschalisiert, und nichts wirklich an der Wurzel des Übels gepackt wird. Es sei denn es ist lukrativ für die Staatskasse... So rutschen wir doch in eine "Bananenrepublik" ab. Die "Killerspiel" Debatte ist ja auch das geringste Problem, die hab ich auch nicht gemeint. Ich habe täglich mit vielen Menschen aller Gesellschaftsschichten zu tun und kann nur sagen... nein, Themen wie Erziehung sind ja trotz persönlicher Freiheit TABU in Deutschland da sag ich dann mal lieber Nichts zu. Hmm, aber ist eine tolle Demokratie die sich ja soviel Sorgen darum macht das Rauchen und Spielen ja soooo Gefährlich ist! Aber warum ist das Thema Alkohol so tabu? Wer schützt mich vor den besoffenen Autofahrer, den besoffenen Menschen der alle Hemmungen zur Gewaltbereitschaft verliert etc. Diese Probleme sind doch Tagtäglich unter Uns und das ist nur ein Beispiel. Aber hast recht, ich bin armselig, ich sehe es ein, ich sollte lieber wegschauen und mich nur an unserer Demokratie erfreuen.
Alles Gute weiterhin!
Darauf zu kommen, dass wirklich gewaltverherrlichende sogenannte "Killerspiele" einen schädlichen Einfluss auf die Entwicklung eines psychisch labilen Kindes oder Jugendlichen duch anhaltenden Konsum haben können, ist eigentlich wirklich nicht allzu schwer. Da haben sie sicherlich recht die Herren und Damen der Polizeigewerkschaft. Einen schädlichen Einfluss können sie sogar meiner Meinung nach auf Erwachsene, welche psychisch labil sind, bei dauerhaftem Konsum haben. Ich denke das wird wohl von den meisten intelligenten Wesen der Schöpfung welche sich mal mit dem Thema gedanklich befasst haben auch nicht wirklich bestritten. Die grosse Frage ist, wie hält man solche Leute wirksam davon ab ständig an solches Material zu kommen und dieses auch zu nutzen? Die Altersbeschränkung ist da sicher der erste wichtige Schritt und die gibt es ja bereits heute. Dennoch gibt es unzählige minderjährige, welche durch Freunde oder übers Internet an solche Titel kommen und diese auch ausgiebig zocken. Da müsste man wirklich die Eltern und die übrigen erwachsenen Mitglieder der Gesellschaft dazu bringen dafür zu sorgen, dass Minderjährige und psychisch labile Menschen im allgemeinen nicht mehr an solche Spiele kommen. Auch müsste man solche Eltern, die ihre Aufsichtspflicht nicht wahrnehmen und Kinder solche brutale Spiele zocken lassen wirklich richtig deftig büssen. Auch andere Erwachsene die Kindern solche Games zocken lassen, indem sie diesen solche vielleicht sogar ausleihen oder verschenken oder auch nur das Spielen dulden, müssten schön zur Kasse gebeten werden. Genauso oder noch härter wie z.Bsp. Verkehrsübertreter etc. Auch Erwachsene welche psychische Probleme haben müsste der Kauf solcher Titel verboten werden. Nur wie ist das durchsetzbar? Man kann kaum jeden Erwachsenen einem psychologischen Test unterziehen der an ein solches Game kommen will. Da könnt ich mir vielleicht vorstellen, dass vorbestraften Gewalttätern der Kauf solcher Spiele untersagt wird. Man müsste dann halt in einem Laden vorweisen können, dass man nicht vorbestraft ist. Schwierig ich weiss, da man ja nicht jedesmal wenn man eine Game kauft gleich auch einen neuen Strafregisterauszug bestellen möchte. Aber hat jemand bessere Lösungen?
Auf jeden Fall bin ich vehement gegen ein generelles Verbot von Medieninhalten, soglange die darin dargestellte Gewalt nicht echt ist (damit meine ich Snuff-Material, was natürlich wirklich verboten bleiben muss). Aber man muss irgenwie eine Lösung finden, dass wirklich möglichst wenige (Gar keiner geht eh nicht, das würde auch ein komplettes Herstellungs- Verkaufs- und Importverbot auf dem ganzen Erdball nicht schaffen) pychisch labile Menschen an solches für sie problematisches Material kommt. Wer hat da gute Ideen wie man das bewerkstelligen könnte? Lasst uns die Welt etwas sicherer machen!!!
Die Polizei hat eh keine Ahnung!
Dann zieh mal für ne Woche in eine Bananenrepublik. Oder nach China. Angesichts der Mißstände für die persönliche Freiheit dort ist etwas "Killerspiel"-Bigotterie wohl das geringste Problem. Wenn du die Debatte schon auf so ein pauschalisierendes Level runterziehen musst. Mannmannmann - armselig sind höchstens die, die nicht wissen, wie gut sie es in unserer Demokratie haben.
Computerspiele werden genauso verboten werden wie Rockmusik, Fernsehen oder die Pornoindustrie.
Nämlich gar nicht.
Tja Alkohol und Zigarretten töten langsamer als Amokläufer und bringen dem Staat geld durch Steuern.Wenn ein Jahrelanger Zigarretten und Alkohol konsument kurz vor seiner Rente Stirbt und vorher gearbeitet,hat ist er die fleisigste Milchkuh im Stall ;-)
Der Amokläufer tötet ja sogesehen wertvolle "Kühe".
Ist die Denkensweise unserer Volkszertreter.
..... verbietet doch die Autos..
die sind viel gefährlicher.... übrigens ganz Aktuell ...
Todesfälle in Deutschland 2009 854.544 davon 350.000 Herzkreislauf knapp über 60.000 an Krebs ....
ende der Durchsage
@Wolfserker
GENAU!
Muhahaha, ja da haben Polizei und Politik große "Schnauze", wenns um "Killerspiele" geht, kann man ja nicht schnell genug verbieten. Aber dann ließt man in der Zeitung wie z.B. Haftrichter sich in die Hose schei*** wenns darum geht Schwerverbrecher zu verknacken und diese lieber laufen lassen weil die Richter Angst vor Vergeltung haben. Dieses Land hier ist so armselig!
@real-talk
Weil das die ganzen "Killerspielgegner" gerne ausblenden. Minderjährige, die Killerspiele spielen, kaufen sie in der Regel nicht im Laden (wo kontrolliert wird), sondern laden sie sich illegal runter bzw importieren sie aus dem Ausland - oder lassen sie einfach von einem Erwachsenen kaufen.
Die Verbotswünsche sind im Grunde nur Forderungen Marke "Mag ich nicht, also weg damit!".
Ich versteh die Argumentation nicht ganz. Dieser nette Herr hier unterstellt doch das man als Minderjähriger leicht an " killerspiele" kommt, sonst könnten sie ja keinen schlechten Einfluss ausüben. Jetzt stellt sich mir nur die Frage: wenn er denkt das sich minderjährige so für diese Spiele interessieren ( was ja der Fall ist ), das sie gegen Jugendschutz verstoßen, wie kann er dann davon ausgehen das sie sich die Spiele dann nicht einfach importieren. Er sag ja selber das die Faszination für solche Spiele sehr groß ist. Da fragt man sich doch wie sinnvoll so ein Verbot wäre. Import ist ja jetzt schon sehr verbreitet, es gibt massig internetshop dafür, das würde sich nur verstärken.
Und sowieso: Wenn ich Verbrechensbekämpfer von Beruf wäre, würde ich auch am liebsten gleich alles verbieten lassen; die Leute sollen bitte schön zu Hause bleiben und mit rosa-Plüschtieren spielen!
würd man alkohol und waffen verbieten würde die polizei doch dumm dastehen... es ist vollkommen natürlich das die dann ein opferlamm blamieren um sich besser zu fühlen...
seht euch nur die ganzen franzosen an! tausende verarmter jugendliche gehen auf die straßen, randalieren, setzen autos in brand, schmeißen mit steinen... wer ists schuld? alles nur wegen counterstrike... nicht wahr herr Schmitt?
Seit wann ist denn die Polizei wissenschaftlich befähigt, Aussagen zur Entwicklung der kindlichen Psyche zu machen? Oder sind in Hessen die Polizisten gleichzeitig auch Psychologen und Forscher?
Und sowieso: Wenn ich Verbrechensbekämpfer von Beruf wäre, würde ich auch am liebsten gleich alles verbieten lassen; die Leute sollen bitte schön zu Hause bleiben und mit rosa-Plüschtieren spielen!
Ignorance is a Bliss
ignoranz is der segen der dummen... wo soll ich bei den aussagen anfangen?
wer bitte schoen ermoeglicht psychisch labilen kindern 18+ fragfeste zu spielen? der zugang zu sollchen medien ist kinder/jugendlichenU18 verwehrt, wenn sie es sich von jemand anderen kaufen lassen is dies eine kriminelle handlung, genauso wie alkohol oder kippen an jugendliche zu verkaufen weil das halt sachen für uns ERWACHSENE sind... warum wird dann nicht alkohol verboten? viel mehr kinder/jugendliche !sterben! daran oder werden geschädigt, als ob der schaden an unserer gesellschaft/jugend videospielen zu zuschreiben is, wenn ich einmal amoklauf liegts eher daran das mir diese ganzen "politisch engagierten" arschloecher aufn sack gehn... und vielleicht von den ganzen gangbangs in den bundeswehr duschen... wer weiß ;P
ausserdem hoer ich sowieso nicht auf leute die "Heini" heißen... also bitte...
Langsam sind solche Forderungen nach einem Verbot nicht mehr salonfähig. Es freut mich, dass Games in der breiten Masse mittlerweile akzeptiert und toleriert werden und das eine Menge, ehemals gameingkritische Leute, durch neue Spielkonzepte, wie Kinect oder durch Iphone-, Ipadspiele selbst gefallen an selbigen bekommen. Es ist doch fast wie immer. Es hat wieder etwa 5 Jahre gedauert, bis wir hier in Westeuropa den Standard aus den USA überhommen haben. Dort sind Videospiele längst keine Randerscheinung mehr. Im Gegenteil der "Nerd" ist dort mittlerweile richtig cool.