13.04.2010 - Patrick Schröder
Um das iPhone anbieterunabhängig nutzen zu können, suchen viele Besitzer nach sogenannten Jailbreaks. Diese Anwendungen für Apple-Handys können via PC-Synchronisation heruntergeladen werden. Wie der Antivirenspezialist BitDefender herausfand, nutzen Cyberkriminelle derartige "Unlock"-Anwendungen aktuell zur Verbreitung des gefährlichen E-Threats Trojan.BAT.AACL. User erhalten dazu eine E-Mail mit einem Link. Auf der entsprechenden Website steht das Entsperrungs-Tool zum Download bereit – inklusive des trojanischen Pferdes. Es ist also Vorsicht geboten.
Die E-Mail verspricht, dass mit der angebotenen Anwendung iPhones auf einfache Weise entsperrt werden können und so mit allen SIM-Karten nutzbar sind. Der Nutzer sei so in der Lage, sämtliche Netzwerkbeschränkungen mit dem Jailbreak zu umgehen. Alles, was der Empfänger der Nachricht tun muss, ist, dem angegebenen Link zu folgen, sein iPhone an den PC anzuschließen und die modifizierte Unlock-Applikation herunterzuladen. Bestätigt der User den Download, lädt er stattdessen den Trojaner auf sein System.
Dieser wurde vom BitDefender-Antivirusscanner als Trojan.BAT.AACL identifiziert. Der Schädling versucht, die bevorzugte DNS-Server-Adresse für Internet-Verbindungen auf dem PC in "188.210.[REMOVED]" zu ändern. Dies ermöglicht es den Autoren des Trojaners, Internet-Aufrufe vom jeweiligen User abzufangen und sie auf eigene Malware-verseuchte Versionen der entsprechenden Websites umzuleiten.
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