09.02.2010 - Karsten Nitschke
Nintendo hat einen Erfolg im Kampf gegen die Software-Piraterie eingefahren. In einem Gerichtsverfahren wurde ein Australier dazu verurteilt, dem Konsolen- und Spielentwickler 1,5 Millionen Dollar zu zahlen. Das Gericht befand den Angeklagten für schuldig, als Erster Nintendos New Super Mario Bros. Wii kopiert und als Download ins Netz gestellt zu haben.
In einem Statement von Nintendo wies man auf die Bedrohung der Piraterie für das eigene Unternehmen und lizenzierte Entwickler hin. Weiterhin heißt es dort:
„Weniger Absatz von Nintendo-Hard- und Software bedeuten weniger Ressourcen. [...] Wenn weniger Spiele entwickelt werden, gibt es auch weniger Jobs in der Industrie. Die Existenz der Piraterie riskiert also die Stärke der gesamten Videospiele-Industrie."
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Kommentare
auf einmal muss er die summe ja auch nicht zahlen...
Bis an sein lebensende schulden abzahlen zu dürfen und das in der höhe schreckt schon ab... vielleicht wurde die geldsumme ja sogar strafrechtlich an sein einkommen angeglichen... *lmao*
festzuhalten bleibt das es ein wenig fadenscheinig von nintendo ist; sollen sie doch lieber jagd auf die kommerziellen raubkopierer machen, als auf den ersten der's angeblich ins netz gestellt haben soll...
Und genau da ist in meinen Augen das wirklich Kritische an dieser Herangehensweise. So eine Aktion hat leider überhaupt keine Abschreckung - die Summe kann er so oder so nie zahlen. Dadurch kommt gar nicht erst das Angstgefühl auf bei den meisten Raubkopierern. Trifft ja eh nur den, der das als Erstes zur Verfügung stellt - das kann mir ja egal sein.
Sinnvoller wäre ein Verfahren, wo ALLE Raubkopierer mit einer schmerzhaften, aber finanzierbaren Strafe davon kommen. 1.000 Euro oder so. Wenn das mit einem Schlag mal 10.000 Mann trifft, hat man mal eben schlanke 10 Mio. Euro gemacht - abzüglich von Anwalt- und Betreuungskosten bleibt da sicher noch immer ein ordentlicher Betrag übrig. Und hat den Vorteil, dass es eigentlich jeden völlig abschrecken wird, der raubkopiert ...
Soweit ich meinen Beitrag sehe habe ich dem auch nicht wiedersprochen...um genau zu sein habe ich das Wort raubkopierer nicht in einem einzigen Wort erwähnt noch verteidigt...
Naja aber das ist dann schon sehr allgemein. Klar gibt es solche Unternehmen in jeder Branche, die einfach Arbeiter feuern, um Gewinn zu machen und das bestimmt auch in der Videospielbranche. Aber ob das jetzt im Fall Nintendo so ist, das wissen wir nicht. Da will ich ja niemandem etwas unterstellen.
BTW: Ich habe NSMB Wii GEKAUFT ;-) und habe immer noch meinen Spaß dran. Ich bin froh, dass es (noch) Spiele gibt, die ihr Geld wert sind.
@ FinalHeaven
, nur gehen genug Arbeitsplätze einfach aufgrund der Tatsache flöten das diverse Chefetagen sich eine neue Villa kaufen müssen...diese Jobs werden danach von billigen Kräften im Ausland erledigt, meistens für einen Preis die einem Sklavenlohn gleich kämen. Nur hört es sich einfach besser an das einzig und allein die Raubkopierer daran Schuld sind (was sie zum Teil auch sind, wie gesagt dem will ich nicht wiedersprechen)...als das man es so oder so getan hätte um die Gewinne in diesem Geschäftsjahr zu schönigen und die Aktien steigen zu lassen...
Soweit ich meinen Beitrag sehe habe ich dem auch nicht wiedersprochen...um genau zu sein habe ich das Wort raubkopierer nicht in einem einzigen Wort erwähnt noch verteidigt...
"Die Existenz der Piraterie riskiert also die Stärke der gesamten Videospiele-Industrie"

Unsere Politiker saugen jetzt bestimmt alle fleißig
sämtliche Spiele aus dem Netz
Stimme dem nur zu, ich hätte die Strafe viel höher angesetzt

Andererseits kann das Problem auftreten, dass diese Person die Strafe dann garnicht mehr bezahlen kann
Solche Raubkopierer die im "Big Style" damit handeln und sie vorsätzlich verbreiten sollen ruhig ihre gerechte Strafe bekommen.
Das heisst man kann zukünftig auch den Vorstand in den Knast stecken weil er um eine kruzfristige Gewinnsteigerung zu erzielen den Job von einigen hundert Leuten verlangt...ist ja spitze...
So ein Blödsinn Thure.
Natürlich können bei weniger Einnahmen weniger Spiele entwickelt / hergestellt werden. Und das kann früher oder später auch dazu führen, dass man Arbeitnehmer entlassen muss.
Ich finde es vollkommen richtig Raubkopierer zu bestrafen, vor allem, wenn sie so blöd sind und in dem Ausmaße agieren.
"Wenn weniger Spiele entwickelt werden, gibt es auch weniger Jobs in der Industrie."
Das heisst man kann zukünftig auch den Vorstand in den Knast stecken weil er um eine kruzfristige Gewinnsteigerung zu erzielen den Job von einigen hundert Leuten verlangt...ist ja spitze...