Test - Need for Speed: Carbon : Der Raser mit einigen Autolack-Kratzern

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Besonders schwer sind die Rennen aber sowieso nicht. Man rast problemlos unter den vorderen Plätzen mit und hängt die Konkurrenz genauso schnell ab, wie man sie eingeholt hat. Damit bei der schwachen KI etwas Spannung aufkommt, hat man seitens EA ein ziemlich hartes Gummiband eingebaut, das kaum offensichtlicher sein könnte. Es kommt immer wieder vor, dass Gegner mit einem starken Extra-Boost an euch vorbeischießen, anschließend aber die Geschwindigkeit anpassen und sich einholen lassen. Dasselbe KI-Cheating ist bei euren Crew-Mitgliedern zu sehen, die – egal wie brachial und perfekt ihr über die Strecke rast – ständig vor eurer Schnauze herumkurven. Bei weitläufigen Kurven gehen diese aber voll in die Eisen und lassen den Spieler immer wieder gern auffahren. Laut Soundsamples liegt die Schuld anschließend bei euch und ihr sollt doch aufpassen, wo ihr hinfahrt. Zugegeben, schon das mittlerweile sehr altbackene ’Burnout 2’ bot eine intelligentere Gummiband-KI beziehungsweise konnte diese deutlich besser kaschieren und Auffälligkeiten vermeiden.

Sie nennen es “Fahrphysik“

Nicht viel besser sieht es mit der Fahrphysik aus, an der man seit mittlerweile vier ’NFS’-Spielen anscheinend absolut gar nichts geändert hat. Die Wagen kleben nach wie vor in Kurven auf dem Asphalt wie der Rost auf dem Redakteursauto, untersteuern hier und da andererseits aus unerfindlichen Gründen und legen ohnehin die ’NFS’-typischen, sehr merkwürdigen Fahreigenschaften an den Tag. Allein die Tatsache, dass man hier mit Fronttrieblern a la Mazda 3 MPS Driftrennen fahren kann, die Wagen dabei tatsächlich mit dem Heck ausbrechen und wie ein driftlastiger 200sx um die Kurven schlittern, sollte jedem Autofreund die Haare zu Berge stehen lassen.

Nun aber genug gemeckert. Wenden wir uns den positiven Aspekten am Spiel zu. Wie schon bei den Vorgängern geht es ums Tuning diverser Fahrzeugtypen, wobei eine breite Palette an Performance-Upgrades und optischen Änderungen zur Verfügung steht. Wie von ’NFS’ gewohnt, ist das Optik-Tuning dabei deutlich umfangreicher als die eher nötigen Änderungen an Fahrwerk, Motor, Getriebe und so weiter. Diese Upgrades werden im Spiel in Form von Tuningpaketen bereitgestellt.

Autosculpt!

Anstatt wirklich am Auto herumschrauben zu können, steigen erneut drei einfache Balken an und zeigen die Geschwindigkeit, die Beschleunigung und das Handling. Die Auswirkung der Tuningteile auf die drei Werte lässt sich zudem beeinflussen, indem man die Zusammenstellung einzelner Upgrades verändert. Hier kann man beim Kauf auf mehr Drehzahl oder Leistung setzen oder mal Reifen kaufen, die weniger Grip bieten und damit fürs Driften geeignet sind. An ein komplexes Techniktuning wie bei ’Import Tuner Challenge’ oder etwa ’Forza Motorsport’ kommt der Titel nicht ran. Dazu fehlen einfach die Möglichkeiten, selbst noch am Wagen herumzuschrauben und etwa die Fahrwerkseinstellung, das Differential und beispielsweise die Getriebeübersetzung zu beeinflussen, was bei dem Fahrmodell allerdings auch weitgehend überflüssig wäre.

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