Test - NBA 2K7 : Überzeugender Slamdunk für die PS3.

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Auch wenn 'NBA 2K7' mit dem Vorteil an den Start geht, zum Europa-Launch der PS3 vorerst das einzige Basketballspiel zu sein, ruht sich Entwickler Visual Concepts nicht auf den Lorbeeren aus, sondern glänzt mit Überarbeitungen gegenüber der Xbox-360-Version. Visual Concepts setzt dabei weniger auf Eyecandy, sondern eher auf spielerische Optimierung und Realismus, bis die Schwarte kracht, ohne dabei den Fun-Faktor zu vergessen.

Allein vom Umfang her bläst 'NBA 2K7' die kommende Konkurrenz mal ganz locker an die Wand. Hier ist alles vertreten, was das Basketballer-Herz begehrt, angefangen vom schnellen Spiel über Season, Streetball, Turnier, Practice und Situation bis hin zum tiefen Franchise-Modus – benannt Association – oder dem motivierenden 24/7-Modus. Hinzu kommt ein umfangreicher Online-Modus mit Fantasy-Draft, Turnieren und Ligen, den wir allerdings in dieser Version noch nicht ausführlicher anspielen konnten. Weiterhin gibt es nette kleine Features, wie den Trophäenraum „The Crib“, den Spieler-Editor, der dank etlicher Schieber und Regler viele Möglichkeiten offenbart, den VIP-Bereich sowie die Playlist, in welcher ihr die Songs eurer Wahl markieren könnt. Und natürlich fehlt ein umfangreicher Optionsbereich ebenfalls nicht, in welchem ihr das Gameplay ganz an eure Vorlieben anpassen dürft.

Besser als ein Streetball-Spiel

Schauen wir uns mal die beiden Kernstücke des Spiels an, zuerst der überarbeitete 24/7-Modus. In diesem tretet ihr mit einem selbst erstellten Spieler in zahlreichen Street-Challenges an, mal gegen einen, gegen drei oder fünf Gegner, mal auch gegen NBA-Superstars wie Steve Nash. Garniert wird das Ganze mit einer Art Story, in der euch eure beiden Kumpels zur Seite stehen und euch auch ein Gegenspieler erwartet. Zwischensequenzen lockern die Ereignisse auf, wobei diese allerdings hin und wieder etwas flüchtig gestrickt wirken. Es gilt, in verschiedenen Städten im Rahmen der Matches und Challenges Ruf und Ansehen zu gewinnen, um letztendlich im Rucker Park um die Krone des Streetball zu kämpfen. Euer Spieler entwickelt sich dabei nicht unbedingt weiter, dafür lernt er von den Stars im Rahmen der Challenges neue Moves, wie beispielsweise von Steve Nash einen One-Button-Alley-Oop. Das Ganze geht flüssig und prima umgesetzt von der Hand, sodass der Modus im Rahmen der rund acht bis zehn Stunden Spielzeit durchweg motivierend bleibt und nebenher einige „echte“ Streetball-Spiele locker an die Wand nagelt.

Franchise-Modus mit noch mehr Tiefe

Das zweite Herzstück des Spieles ist natürlich wieder der Franchise-Modus, der wie gewohnt mit unglaublicher Spieltiefe glänzt und in einigen Detailbereichen noch kräftig ausgebaut und optimiert wurde. Arbeit habt ihr als Team-Manager dabei reichlich – ihr kümmert euch um Transfers, Scouting und Free Agents, heuert Coaches und Scouts an, setzt Trainings-Sessions für Team und Einzelspieler fest und natürlich müsst ihr euch auch um die Aufstellung für die NBA-Matches eures Teams kümmern. Klasse: Der Franchise-Modus ist nun mit bis zu acht Spielern spielbar!

Wichtig sind aber nicht nur globale Entscheidungen, sondern auch eure Strategien beim Einsatz der Spieler. Dazu ist vorab zu sagen, dass jeder einzelne Spieler über individuelle Fähigkeiten und Eigenschaften verfügt, die durch die Bank denen der originalen Vorbilder nachempfunden sind. Die Player-Cards der Spieler wurden entsprechend aufgebohrt, um die Fähigkeiten der Spieler transparenter darzustellen, sogar Vergleiche mit dem Rest der Liga sind möglich. Generell wurde auch die Darstellung im Franchise-Modus überarbeitet – die Menüs und Optionen sind deutlich übersichtlicher und informativer. Das ist speziell für die Spieler wichtig, die sich intensiv mit dem Modus beschäftigen.

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