Test - Nacon Revolution Pro Controller 2 : Ein teures Update für PS4-Fans

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Bereits letztes Jahr veröffentlichte Nacon den Revolution Pro Controller für die PlayStation 4. Dieser sollte eine direkte Konkurrenz zu Microsofts Elite Controller darstellen und konnte (zumindest zum größten Teil) auch überzeugen. Nun hat der Hardwarehersteller mit dem Revolution Pro Controller 2 das Nachfolgemodell auf den Markt gebracht. Wenn ihr gut 40 Euro mehr blecht, erhaltet ihr quasi das Vorgängermodell ohne großartige Verbesserungen. Oh je.

Entsprechend verlinken wir an dieser Stelle kurz den Test zum ursprünglichen Revolution Pro Controller des Kollegen Andreas Philipp. Tatsächlich hat Nacon nämlich fast gar nichts am neuen Pro Revolution Controller geändert. Man hat sich zwar nun doch dazu entschlossen, auf den gängigeren USB-C-Standard zu setzen, statt einen proprietären Anschluss zu nutzen, und einen PC-Modus hinzuzufügen, der Controller selbst ist aber effektiv identisch zum Vorgänger.

Immerhin sitzt das USB-C-Kabel durch eine spezielle Bauweise am Controller-Anschluss bombenfest und ist nicht nur lang genug, sondern wurde auch zusätzlich ummantelt, um einen Kabelbruch zu vermeiden. Auch die einfach zu bedienende Software hat ein Update bekommen, mit dem vor allem der neue PC-Modus unterstützt werden sollte.

Die Betonung liegt auf „sollte“, denn wenn der PC-Modus des Controllers aktiviert wird, wird er (zumindest an unserem Testsystem) nicht vom PC erkannt. Schaltet man den Controller in einen der zwei PS4-Modi, funktioniert er auch am Rechner einwandfrei. Ergibt zwar keinen Sinn, aber dafür funktioniert der Controller auch ohne zusätzliche inoffizielle Treiber hervorragend am eigenen Heimrechner.

Beim Rest ist alles wie gehabt: Die Ergonomie passt, die Wege der Analogsticks sind weiterhin etwas gewöhnungsbedürftig lang und die hinteren Schultertasten sind immer noch ungewöhnlich geformt. Das D-Pad ist nach wie vor fragwürdig und etwas wabblig in der Handhabung.

Wer bereits einen Nacon Pro Controller besitzt und unbedingt grob 40 Euro mehr für den gleichen Controller ausgeben möchte, wird hier auf jeden Fall bedient. Spieler, die noch keinen Nacon-Controller besitzen, sollten sich vielleicht einfach das Vorgängermodell kaufen.

Greift zu, wenn...

… ihr euren Geldbeutel etwas erleichtern möchtet.

Spart es euch, wenn...

… ihr smart seid und einfach das deutlich preiswertere Vorgängermodell kauft.

Fazit

Dennis Kröner - Portraitvon Dennis Kröner
Was soll man dazu sagen?

Was schreibt man über einen Controller, der effektiv alles von seinem Vorgängermodell übernimmt? An der Hardware wurden keinerlei Verbesserungen vorgenommen. Lediglich der USB-C-Anschluss sorgt für etwas mehr Komfort, da das Kabel nun relativ einfach austauschbar ist, falls das mitgelieferte Kabel mal ausfällt. Dass der PC-Modus jetzt fest in den Controller integriert ist, ist zwar nett, aber auch kein Verkaufsargument, denn PS4-Controller am PC zum Laufen zu bringen, ist mittlerweile kein Hexenwerk mehr.

Dass exakt der gleiche Controller für einen höheren Preis verkauft wird, grenzt schon fast an Frechheit. Nur fast, wohlgemerkt: Immerhin gibt es mit der neuen Software, dem PC-Modus und dem USB-C-Anschluss zumindest einige wenige Neuerungen. Ob das den höheren Preis und ein Update rechtfertigt, sei jedem selbst überlassen. Ich sehe jedenfalls persönlich keinen Grund, nicht zum günstigeren Vorgänger zu greifen, wenn man einen Pro-Controller für seine PS4 haben möchte.

Überblick

Pro

  • größtenteils ordentliche Verarbeitung und Ergonomie
  • nett gemeinter PC-Modus
  • übersichtliche und einfach zu bedienende Software

Contra

  • hintere Schultertasten nicht besonders ergonomisch geformt
  • effektiv keine sinnvollen Verbesserungen zum Vorgänger
  • PC-Modus funktioniert nur mit inaktivem PC-Modus

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