Test - MSI Optix MPG27CQ : Das erste Monitor-Flaggschiff von MSI

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Es hat ein wenig gedauert, bis sich MSI dem Thema Monitore gewidmet hat, was bei Konkurrenten wie ASUS oder Acer längst zum Alltag gehört. Doch der Hersteller hat sich offenbar einige Gedanken gemacht, wie man den Markt aufmischen und speziell das E-Sport-Klientel anlocken kann. Ein Ergebnis ist der MSI Optix MPG27CQ, das 739 Euro teure Flaggschiff der MSI-Monitor-Reihe, das mit QHD, 144 Hz und einigen völlig neuen Besonderheiten aufwartet.

Der 739 Euro teure MSI Optix MPG27CQ ist recht fix aufgebaut. Den dreibeinigen Fuß an den Ständer schrauben, das Display einhängen, einrasten und fertig, ganz werkzeugfrei. Besagtes Dreibein benötigt zwar einiges an Platz nach hinten auf dem Schreibtisch, aber nun gut, dafür steht der Monitor sicher und stabil. Das Design ist formschön und solide, mattschwarz mit roten Elementen sowie schmalem Rahmen seitlich und oben, somit bestens geeignet für Set-ups mit mehreren Bildschirmen.

An der Ergonomie hat MSI nicht gespart. Der MPG27CQ ist um 120 mm höhenverstellbar, kann um 25 Grad geneigt sowie um 40 Grad zu beiden Seiten gedreht werden. Lediglich eine Pivot-Funktion fehlt, die wäre bei einem Curved-Display allerdings auch ziemlich sinnfrei. Der Curved-Radius beträgt die üblichen 1800R, also gut angepasst an das menschliche Sichtfeld. Mit 27 Zoll hat sich MSI eine immer beliebter werdende Bilddiagonale ausgesucht, die zudem gut zur Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel (QHD) passt. Als Besonderheit entdecken wir an der Rückseite eine beleuchtbare Musterung, sowie fünf breite LED-Streifen unten an der Frontseite. Dazu später mehr.

Bei den Anschlüssen an der Rückseite gibt es keine großen Überraschungen. 2X HDMI 2.0 nebst 1x DisplayPort 1.2 sowie USB 3.1 up und down sind recht üblich bei neueren Monitoren. Ein 3,5 mm Audioanschluss ist natürlich ebenso vorhanden. Die Bedienung des übersichtlichen On-Screen-Menüs erfolgt mittels eines rechts an der Rückseite befindlichen 5-Wege-Minijoysticks, der erfreulicherweise immer mehr zum Standard mutiert und die kryptischen Tasten ersetzt.

MSI setzt auf ein VA-Panel der neueren Generation mit der erwähnten QHD-Auflösung, einer Bildwiederholrate von schnellen 144 Hz und einer Reaktionszeit von 1 ms (grey-to-grey). Adaptive Sync (aka FreeSync) wird unterstützt und verhindert Tearing und Ruckler im Bildaufbau bei kompatiblen AMD-Radeon-Grafikkarten. NVIDIA-Besitzer kommen leider (bisher) nicht in den Genuss von G-Sync mit diesem Modell. Das VA-Panel liefert die üblichen 178 Grad Blickwinkel und punktet mit starken Werten für Helligkeit (400 cd/m²) und Kontrast (3.000:1), dringt damit aber natürlich nicht in die Quantum-Dot-Liga vor.

Erwartungsgemäß liefert das Panel satte Schwarzwerte und erlaubt sich keine Schwächen, was die Blickwinkel angeht. Positiv überrascht die gute Farbdarstellung von 115 Prozent sRGB und 100 Prozent NTSC. Der Abstand der VA-Panel zu den farbstarken IPS-Panels wird offenbar immer geringer. Die Bildqualität beim Zocken lässt entsprechend keine Wünsche offen und punktet in sämtlichen Belangen. Zudem ist das Bild sehr homogen, es gibt keine sichtbare Schlierenbildung oder unschöne Aufhellungen, ebenso wenig wie Pixelfehler jeglicher Art. Alles in allem leistet der MPG27CQ eine sehr starke Vorstellung, egal ob beim Zocken oder auf dem Desktop.

Soweit ist das alles noch nicht ungewöhnlich. Aber MSI hat sich speziell für Gamer einige Besonderheiten einfallen lassen, die in dieser Form eher selten oder ganz neu sind. Das beginnt mit einer kostenlosen Software namens MSI Gaming OSD. Schließt ihr den Monitor zusätzlich zum HDMI- oder DisplayPort-Kabel auch mit dem USB-Upstream-Kabel an euren PC an, könnt ihr die Funktionen des Bildschirms direkt mit diesem Tool steuern.

Das MSI Gaming OSD erlaubt flinke Einstellungen von Helligkeit, Kontrast, Schärfe, Schwarzwert und die Zuschaltung von Bildoptimierungen. Ihr könnt verschiedene Fadenkreuze aktivieren. Hinzu kommt eine ganze Reihe an vorgefertigten Profilen für Shooter, Rennspiele, RTS und RPG, aber auch Lesen, Filme und Design, die natürlich auch verändert werden können. Auch ein Bild-in-Bild-Modus beim Anschluss mehrerer Quellen ist vorhanden. Praktisch: Einzelne Einstellungen können auch auf Hotkeys gelegt werden, sodass ihr mitten im Spiel Änderungen vornehmen dürft, ohne ein Menü aufzurufen. Beispielsweise, wenn ihr in einem Shooter in einer dunklen Ecke fix mal den Schwarzwert aufhellt.

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