Test - MSI GX700 Extreme : Solide Spielemaschine mit optischen Tücken ...

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Zweischneidiges Schwert: Das Display
Ein Desktop-Killer muss ein überzeugendes Bild haben. Dafür wurde ein 17-Zoll großer WUXGA-Bildschirm mit einer nativen Auflösung von 1920x1200 eingebaut. Zur positiven Überraschung hat sich MSI nicht die Kosten für die Entspiegelung gespart. Sie bieten ein mattes Display an, das theoretisch für den Außeneinsatz gedacht sein kann. Aber auch nur theoretisch. Denn was sich der Hersteller mit der Entspiegelung an Boden gut macht, verliert er deutlich bei der Helligkeit. Durchschnittlich nur 125 cd/m² werden erreicht, womit der Bildschirm augenscheinlich zu dunkel ausfällt. Immerhin ist die Mitte 145 cd/m² hell. Trotzdem darf man sich so einen Klops nicht leisten, schon gar nicht bei einem Gerät dieser Preisklasse. Nur der gute Kontrast von knapp 400:1 und die Tiefenschärfe retten das Display vor dem bösen Erwachen und sorgen letztendlich für ein annehmbares Bild.



Weitaus besser präsentiert sich das Klangverhältnis. Dank integriertem Subwoofer bleibt beim Ton kein Auge trocken. Sämtliche Musikstücke, Spiele oder andere Geräusche werden mit einem fantastischen Sound wiedergegeben, selbst bei hoher Lautstärke sind Übersteuerungen ganz selten. Natürlich kann der Subwoofer nicht die Bässe großer Musikanlagen erzeugen, dennoch meistert er sich mit Bravour und kann durchaus überraschen.

Unglaublich lange Akkulaufzeiten
Eigentlich sind die Akkulaufzeiten immer ein leidiges Thema bei Gaming-Notebooks. Nicht so beim 'GX700 Extreme'! Rekordverdächtige 160 bis 180 Minuten hält der 9-Zellen-Akku im Spielbetrieb durch und stellt damit sämtliche Konkurrenz in den Schatten. Bei Office-Anwendungen steigt die Betriebszeit dementsprechend in die Höhe. Heiße Matches sind deswegen auch ohne Steckdose in der Nähe möglich, zumal die Leistungsaufnahme bei nur 70 Watt liegt. Vorbildlich.

Dank seiner Ausstattung konnte der Kandidat 3055 Punkte im 3DMark 06 erreichen und liegt damit im guten Mittelfeld. Hinzu kommt die DirectX 10 fähige Grafikkarte, welche PC-Spiele, sofern sie es unterstützen, schöner darstellen kann. Am Beispiel von 'World in Conflict' zeigt sich jedoch eine Schwachstelle. Auf höchsten Einstellungen lässt sich der Strategietitel nämlich nicht spielen. Dafür besitzt die GeForce 8600M GT nicht genug Kraft. Tröstet euch aber: Selbst die brandneue GeForce 8700M GT meistert 'World in Conflict' mit höchsten Einstellungen nicht, auch Desktop-Varianten müssen sich dem Strategieknaller größtenteils geschlagen geben. Viele andere Spiele laufen jedoch flüssig, sodass das 'GX700 Extreme' ein geeignetes Innenleben zum Zocken bereit hält.



Leistungsstarke Hardware braucht einen kühlen Kopf. Der soll mit einigen Lüftern garantiert werden, die deutlich hörbar ihr Tagwerk verrichten. Bei Office-Arbeiten kann das durchaus störend sein. Sobald aber Sound den Raum einnimmt, geraten Kühlungsgeräusche in den Hintergrund.

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