Test - Moto Racer 3 : Moto Racer 3

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'Moto Racer' bestach durch seine Geschwindigkeit und die ersten bekannten Lens-Flare-Effekte, 'Moto Racer 2' dagegen fiel vor allem durch seine Einfallslosigkeit auf. Mit 'Moto Racer 3' haben sich die Entwickler von Delphine Software nun viel vorgenommen. Gleich fünf Abwandlungen des Motorsports wurden in das Spiel eingebaut, um wirklich jedem Fan dieses Genres etwas zu bieten.

Moto Racer 3
Das Menü.

Windows 95 ade
Bereits nach öffnen der DVD-Verpackung und Einlegen der CD, folgt der erste Dämpfer: Unter Windows 95 verweigert die Installation ihren Dienst, da DirectX 8.1 dieses nicht mehr unterstützt. Daher solltet ihr vorher unbedingt sicherstellen, dass ihr mindestens Windows 98 und DirectX 8.1 benutzt. Vor der Installation noch schnell die mittlerweile obligatorische Seriennummer eingegeben, übrigens die längste, die mir bekannt ist (36 Ziffern oder Zahlen) und dem Vergnügen kann nichts mehr im Wege stehen.

Nachdem ihr das Spiel gestartet habt, begrüßt euch das Spiel mit einem sehr unaufgeräumten Menü. Die Suche nach Einstellmöglichkeiten scheitert, da weder für Tastatur und Grafik Einstellmöglichkeiten vorgesehen sind. Benutzt ihr ein Gamepad, so ist über eine Tastenkombination eine Umschaltung zwischen vier Profilen möglich, die jedoch bei jedem Start des Spieles wiederholt werden muss, da diese Option standardmäßig deaktiviert ist. Mittlerweile ist jedoch ein Patch verfügbar, welcher die Revisionsnummer 1.1 trägt und über den Autoinstaller des Spiels geladen werden kann. Durch diesen Patch ist es nun möglich, sowohl die Auflösungen und Details, als auch die Tastatur und das Gamepad komfortabel einzustellen.

Die Spielmodi
Das Spiel bietet insgesamt fünf verschiedene Spielmodi an:
Im 'Speed'-Modus tretet ihr auf ganz normalen Rennstrecken gegen bis zu acht Computergegner an und versucht natürlich, gegen diese zu gewinnen. Was zunächst einfach klingt, gestaltet sich jedoch etwas schwieriger, da die Computergegner leicht im Vorteil sind und praktisch nur den menschlichen Gegner attackieren. Andere Computergegner sind anscheinend nicht vorhanden, so dass das Gefühl entsteht, der Computer würde sich nur auf euch konzentrieren, um euch das Leben schwer zu machen. Auch die teilweise ungenaue Steuerung der Tastatur tut ihr übriges dazu, dass dieser Modus zwar ein schönes Geschwindigkeitsgefühl bietet, aber mit der Zeit doch frustrierend wird. Anders sieht dies jedoch mit einem Gamepad aus, welches genau die Reaktionsmöglichkeiten bietet, um dem Computer das Fürchten zu lehren.

Moto Racer 3
So weit das Auge reicht.

Der 'Verkehr'-Modus' hat als Aufgabe, einen einzigen Computergegner zu bezwingen und zeitgleich im Straßenverkehr nicht unter die Räder der Autos und Lastwagen zu geraten. Leider schert der Verkehr manchmal so ruckartig aus, dass euch nichts anderes übrigbleibt, als entweder in die Eisen zu steigen oder aber einen Sturz von eurem Motorrad zu riskieren, was euch einige wertvolle Sekunden kostet. Sollte dieser Fall eintreten, stoppen aber die Fahrzeuge brav an der Stelle, wo ihr gestürzt seid, so dass ihr ja nicht von einem Auto überrollt werdet. Für den Computergegner gilt diese Einschränkung nicht und mit vollem Tempo rauscht er an eurer Unfallstelle vorbei, als ob es kein Hindernis geben würde. Trotzdem hat der Computer die gleichen Probleme wie ihr. Auch für ihn scheren die Fahrzeuge so schnell und überraschend aus, dass dies des öfteren in einem Crash endet.

Im 'Trial'-Modus ist es euer Ziel, in der vorgegebenen Zeit den vor euch liegenden Hindernisparcours möglichst ohne Fehler zu absolvieren. Einen solchen fabriziert ihr zum Beispiel, wenn ihr eines der zahlreichen Hindernisse verpasst und nicht punktgenau auf diesen Landet. Durch zahlreiche Clipping-Fehler macht euch das Programm dies aber nicht gerade leicht.

Moto Racer 3
Stimmung durch Cheerleader.

Euer Können dürft ihr auch in den Arenen des 'Freestyle'-Modus beweisen. Primär geht es nicht um Schnelligkeit sondern um um das Geschick, durch verschiedene Sprünge in der vorgegebenen Zeit Punkte zu sammeln. Die Arenen bieten dazu jeweils mehrere kleinere und größere Sprungschanzen, auf denen ihr euer Glück versuchen könnt, um in der Luft die Jury durch Akrobatik zu beeindrucken.

Schnelligkeit sowie ein riskanteres Fahren charakterisieren den 'Supercross'-Modus. Gegen eine Gruppe von maximal 14 Computergegnern ist geschicktes Fahren auf dem sandigen Rundkurs erstes Gebot. Richtiges Taktieren mit der Geschwindigkeit und den daraus resultierenden Sprünge ist die Grundvoraussetzung für euren Sieg oder bedingt eure Niederlage. Gerade in diesem Modus ist das punktgenaue Fahren sehr wichtig. Sogar die Computergegner machen hier Fehler, wie manch ein Anfänger und landen schon mal abseits der Strecke in den Begrenzungen.

In allen Modi empfehle ich euch dringend ein gutes Gamepad zu benutzen, da mit der Tastatursteuerung wahrlich keine Freude aufkommen will.

 

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