Test - Monster Hunter: World : Vorab-Test nach den ersten 40 Stunden

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Kampf gegen Giganten

Sobald ihr ein Monster erreicht und angreift, wird es sich mit aller Macht wehren. Es rammt euch, spuckt nach euch oder greift gar im Sturzflug an, sofern es die dafür nötigen Flügel besitzt. Ihr seid deshalb ständig mit Ausweichen, neu Orientieren und natürlich Kontern beschäftigt.

Sogleich offenbaren sich einige Stärken und Schwächen des Spielprinzips: In der Regel ist ein Auftrag mit einem Zeitlimit von 50 Minuten verknüpft, in denen ihr das Monster finden sowie bezwingen müsst. Je nach eurer Erfahrung und eurer Stärke kann dieses Limit durchaus knapp werden.

Ihr dürft während eines Auftrages zweimal eure Lebensenergie verlieren, woraufhin ihr jeweils ohnmächtig werdet und im nächstgelegenen Lager aufwacht. Beim dritten Mal ist der Kampf verloren und die ganze Arbeit war umsonst – was aufgrund der verschwendeten Zeit mächtig frustrieren kann. Andersherum ist es natürlich ungemein befriedigend, wenn der Hüne nach dem x-ten Schlag oder dem hundertsten Schuss endlich zu Boden geht.

Dazwischen ist es ein ständiges Auf und Ab: Wer gezielt auf Hörner oder Schwanz zielt, der bringt das Monster öfters ins Straucheln oder trennt gar eines der besagten Körperteile ab. Im Gegenzug wird euer Gegner mit zunehmender Kampfdauer wütender und demnach aggressiver, aber auch wieder müder und somit passiver. Des Weiteren flüchtet das Monster in regelmäßigen Abständen und lockt euch in andere Gebiete, wo ihr eventuell eure Taktik überdenken müsst. So ist eine enge Höhle für Fernkämpfer eher von Nachteil, aber eventuell lassen sich die dort schwebenden Blitzfliegen nutzen, um das Monster für ein paar Sekunden zu blenden.

Überhaupt solltet ihr im Kampf auf eure Umgebung achten und nach Besonderheiten abchecken. Steht mitten im Sand ein Steinhaufen? Dann stellt euch davor und reizt das Monster mit Pfeil und Bogen, damit es zu euch rennt. Springt im richtigen Moment zur Seite und das Biest knallt mit voller Wucht gegen den Haufen.

Mehr als nur Mann gegen Monster

Dieses Hin und Her macht die Kämpfe lebendig und episch. Richtig gewaltig wird es, wenn plötzlich ein zweites oder gar ein drittes Monster hereinplatzt. Dann werdet ihr entweder Zeuge eines Revierkampfes, bei dem ihr genüsslich mit anseht, wie sich die Riesen gegenseitig an die Gurgel gehen. Oder ihr habt sie allesamt an der Backe ...

Immerhin seid auch ihr nicht alleine unterwegs, weil euch euer treuer Palico unterstützt. Die kleine Abenteuerkatze trägt ebenfalls eine Rüstung und dient primär der Ablenkung, damit ihr das Monster besser von hinten oder der Seite attackieren könnt.

Noch besser ist es natürlich, wenn ihr euch online ein paar Freunde sucht und bis zu viert auf Monsterjagd geht. Ihr könnt beispielsweise in Astera eine Jagdgruppe gründen und bereits in der Stadt gemeinsam den nächsten Auftrag planen oder während eines laufenden Solostreifzuges fremde Spieler zur Unterstützung rufen. Diese Features werden wir jedoch erst in den nächsten Tagen genauer beleuchten und auf ihre Funktionstüchtigkeit beurteilen, wenn das Spiel für jedermann erhältlich ist und die Server auf Hochtouren laufen.

Monster Hunter World - The Making Of Trailer (dt.)
Der neue Making-Of-Trailer gewährt euch einen Blick hinter die Kulissen von Monster Hunter World für PC, PS4 und Xbox One.

Für Jäger und Sammler

Abseits des Monsterkampfes lohnt es sich durchaus, einfach mal ein Areal in Form einer Expedition zu durchforsten. Schließlich benötigt ihr alle Nase lang Kräuter, Pilze oder Käfer, um hilfreiche Tränke oder mit besonderen Effekten versehene Wurfsteine zu basteln. Ihr findet zudem überall Skelette von verendeten Monstern und erhaltet natürlich auch am Ende einer erfolgreichen Jagd wertvolle Materialien.

Damit begebt ihr euch zum Schmied, der eure Waffen und Rüstungsteile auf unterschiedliche Weise aufwertet. Spätestens hier kommen die Rollenspielelemente von Monster Hunter: World voll zum Zuge, wenn ihr die Waffe beispielsweise mit einem Feuerelement verseht oder euch einen Talisman für eine bessere Abwehr gegen Blitzangriffe wünscht. Im Gegensatz dazu verändert sich euer Charakter gar nicht, was zu den grundlegenden Prinzipien von Monster Hunter gehört: Das Aufleveln findet rein in eurem Equipment statt. Die einzige Ausnahme ist der Jägerrang, der allerdings nur die Art und Menge der euch zur Verfügung stehenden Aufträge bestimmt.

Ebenfalls nützlich sind die brandneuen Mäntel, die ihr im Laufe der Geschichte erhaltet. Dank ihnen könnt ihr euch unbemerkt an nichtsahnende Monster heranschleichen, um einen gut geplanten Präventivschlag auszuführen oder nach einem Sprung mehrere Meter durch die Luft segeln.

Wem das immer noch zu wenige Features sind, der redet in Astera mit den Botanikern und pflanzt beispielsweise Honig an, um normale Heiltränke in deutlich effektivere Mega-Tränke zu verwandeln.

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