Preview - Monster Hunter World : Aufbruch in die Neue Welt!

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Nach Jahren des „Exils“ auf Handheldkonsolen sorgte die Ankündigung von Monster Hunter World auf der diesjährigen E3 für überschäumende Freude über die Rückkehr der Monsterjagd auf den großen Bildschirm. Aufmerksame Leser werden bereits bemerkt haben, dass ich die Serie ganz gerne mag, weshalb ich mich umgehend ins Flugzeug nach Osaka geschwungen habe, um mich vor Ort den Capcom Studios erneut auf die Jagd zu begeben.

Schon in den ersten Momenten des Spiels wird deutlich, dass es sich bei Monster Hunter World um eine völlig neue Generation der Serie handelt. Storysequenzen und kurze Tutorials führen serienunkundige Spieler flott und effektiv in die „Neue Welt“ ein. Über die Story selbst darf und möchte ich zwar nicht reden, Serienkenner werden aber überrascht sein, voll vertonte Zwischensequenzen zu Gesicht – und vor allem: zu Ohren – zu bekommen.

Vor der Einführung gilt es aber natürlich, zuerst seinen Charakter zu erstellen. Erwartet nicht den typischen Charaktereditor, der sich seit dem ersten Serienteil kaum bis gar nicht geändert hat. Diesmal gibt es mehr als genügend Optionen, um den Charakter und seinen Katzenbegleiter genau nach den eigenen Wünschen anzupassen. Ich möchte nicht sagen, dass ich viel zu viel Zeit in den Editor gesteckt habe, aber ...

Vorbereitung und die erste Jagd! - Gameplay zu Monster Hunter World
Dennis war für euch in Osaka und durfte bereits einen Blick auf das kommende Monster Hunter World werfen! Zusammen mit Flo präsentiert er euch die erste große J

Verbesserte Features – besonders für Neulinge

Im Forschungscamp in Astera angekommen, wandelt das Spiel wieder auf mehr oder weniger bekannten Pfaden. Hier rüstet man sich für zukünftige Jagden, bastelt sich neue Ausrüstung, redet mit NPCs, um neue Quests freizuschalten, und stärkt sich in der örtlichen Kantine. Ich war allerdings doch etwas überrascht zu sehen, wie groß und umfangreich sich das neue Camp gestaltet. Vorbei sind die Zeiten der engen Questhubs, in denen es kaum etwas zu tun oder zu sehen gab.

Völlig neu ist jedoch der Umgang mit dem Onlinemodus. Statt Online- und Offlinequests explizit zu trennen, gibt es nur noch eine Anlaufstelle für neue Quests, die dann sowohl alleine als auch mit Freunden gespielt werden können. Zusätzlich lassen sich nun Lobbys mit bis zu 16 Jägern erstellen. Spieler, die sich zusammen in einer Lobby befinden, dürfen sich jederzeit zu Viererteams zusammenraufen und auf die Jagd gehen. Das konstante Ein- und Ausladen von zusätzlichen Spielern fällt also endlich weg.

Der runderneuerte Onlinemodus gehört zu einer ganzen Reihe an kleinen Verbesserungen, die besonders Serienneulingen helfen sollen, sich in der Welt von Monster Hunter besser zurechtzufinden. Für jeden der 14 Waffentypen gibt es ein ausgiebiges Tutorial, das den Spielern nicht nur den grundlegenden Umgang mit der Waffe, sondern auch vollständige Kombopfade beibringt. Neue Waffen und Rüstungen können, zumindest anfangs, mit weniger Materialien als gewohnt hergestellt werden, womit der recht zähe Einstieg der Vorgänger stark beschleunigt wird.

Auch fällt die Masse an Sammelquests weg, die man abschließen muss, bevor man sein erstes großes Monster jagen darf. Bereits die zweite Quest führt euch auf die Jagd auf ein Groß-Jagras. Wie sich der beschleunigte Einstieg auf den Rest des Spielverlaufs auswirken wird, lässt sich zwar noch nicht sagen, allerdings kann ich Serienveteranen beruhigen: Nur weil der Anfang etwas flotter und einfacher vonstattengeht, heißt das nicht, dass man von den großen Monstern nicht windelweich geprügelt wird, wenn man nicht aufpasst.

Die 14 bekannten Waffentypen haben ebenfalls eine kleine Frischzellenkur bekommen. Durch den Wegfall der Jagdstile aus Monster Hunter Generations wurden einige der Features der Stile fest in die Waffenkombos integriert. So hat haben Schwert und Schild nun eine dedizierte Sprungattacke und Bogenschützen können Gebrauch vom Wyvern-Schuss machen. Serienkenner werden recht flott wieder mit ihrer Waffe zurechtkommen, dürfen sich aber auf viele neue Optionen und Kombos freuen.

Die große Neue Welt

Neben den eindrucksvollen Monstern sticht ein weiteres Highlight in Monster Hunter World heraus: die „Neue Welt“. Kein anderes Spiel der Serie fühlte sich so lebendig und atmosphärisch an. Vorbei ist die Zeit der kleinen abgeschlossenen Arenen. Im neuen Monster Hunter rennt, klettert, schleicht und schwimmt ihr durch riesige und vor allem offene Gebiete.

Die können sich durchaus sehen lassen. Selbst im Framerate-Modus auf der PS4 Pro, der die Grafikdetails zurückschraubt, bin ich aus dem Staunen kaum herausgekommen. Alles – von der Vegetation bis zu den Umgebungsgeräuschen – sorgt für eine nie dagewesene Lebendigkeit der Spielwelt.

In den riesigen Arealen gibt es natürlich wieder jede Menge zu entdecken. Neben den Kräutern und Materialien, die man jetzt quasi im Vorbeigehen einfach und flott auflesen kann, findet ihr während eurer Expeditionen auch NPCs, die kleinere Aufgaben bereithalten. Die Möglichkeit, Helferlein für die eigene Quest zu finden, gibt es diesmal in Form der Schnurrtruppler, die euer Palico – euer Katzenbegleiter – auf dem Feld rekrutieren kann.

Auch auf die Monster wirkt sich das neue, offene Weltdesign aus. In den meisten Quests bewegen sich mehrere Monster frei über die Karte. Das sorgt nicht nur dafür, dass man als Jäger mehr denn je auf seine Umgebung aufpassen muss, sondern auch dafür, dass zwei der Riesenviecher durchaus mal aufeinandertreffen und gegeneinander kämpfen. Diese Monsterkämpfe sind eindrucksvoll in Szene gesetzt, auch wenn man nicht viel Zeit hat, sie zu bewundern, sondern lieber die Beine in die Hand nehmen sollte.

Fans der Serie und die, die es werden wollen, müssen glücklicherweise nicht mehr allzu lange warten, denn Monster Hunter World erscheint bereits im Januar 2018 – zumindest für PS4 und Xbox One. Besonders Neueinsteiger, die sich bisher noch nicht an die Serie getraut haben, dürften mit World einen hervorragenden Einstieg finden.

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