Test - Minecraft : Klötzchenbau auf der PS4

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Das Phänomen Minecraft geht in die nächste Runde. Während der Erfolgstitel schon lange für PC, mobile Geräte und die Konsolen der letzten Generation erhältlich ist, erscheint er jetzt auch auf PS4 und Xbox One. Wir haben uns erneut in die „Kreativwerkstatt der Klötzchen“ begeben und schauen mal, was die PS4-Version auf dem Kasten hat.

Ihr kommt auf der PlayStation 4 ein wenig preiswerter davon als auf der Xbox One. Das gilt auch, wenn ihr bereits die Version für die alten Konsolen besitzt, denn als PS4-Spieler dürft ihr eure PS3-Version upgraden. Für Xbox-One-Besitzer gilt dies, wenn ihr die Xbox-360-Version euer Eigen nennt. Dann kostet euch der Titel statt 18,99 Euro (19,99 Euro auf Xbox One) nur noch 3,99 Euro (4,99 Euro auf der Xbox One). Für sehr kleines Geld könnt ihr dann nicht nur neue Welten erschaffen, sondern dürft sogar die Welten eurer alten Konsole importieren.

Welten, Drachen und Trophäen

Dann jedoch versäumt ihr auf der PS4 die erste große Änderung gegenüber der PS3-Version. Waren die Welten damals noch recht überschaubar und bei Weitem nicht so groß, wie es PC-Spieler gewohnt sind, ändert sich das jetzt. Ganze 36-mal größer als bisher sind die Welten, wenn ihr die PS4-Version spielt. Bis ihr hier an die Kartengrenzen gelangt oder die Welt sogar komplett bebaut habt, wird also sehr viel Zeit vergehen. Ihr müsst übrigens nicht alleine spielen. Bis zu vier Spieler können an einer Konsole im Splitscreen zocken oder maximal acht Spieler, wenn ihr lieber online spielt.

Auch auf der PS4 stehen die gewohnten Spielmodi zur Auswahl, wenn ihr ein neues Spiel startet. Im Kreativmodus baut ihr einfach munter vor euch hin, müsst euch keine Sorgen um Zombies und Creeper machen und euch auch nicht um Nachschub an Baumaterial kümmern. Dieser Modus richtet sich daher auch auf der PS4 an die Spieler, die Großes und Kleines in der Minecraft-Welt erschaffen wollen. Möchtet ihr lieber „normal“ spielen, ist das auch auf der PS4 möglich. Dann müsst ihr euch um Baumaterial kümmern, fällt Bäume, schaufelt Erde und Sand oder baut Stein ab. Um hochwertigere Materialien zu erhalten, grabt ihr euch in die Tiefe und erforscht finstere Minen. In denen lauern auch auf der PS4 allerlei Spinnen, Zombies und Creeper, die euch an die Wäsche wollen.

Als Lohn für eure Mühen baut ihr unterirdisch Kohle, Eisen, diverse andere Materialien und natürlich Diamanten ab, die vermutlich am begehrtesten sind. Ausgerüstet mit diverser Kleidung und Schwert kämpft ihr dabei immer wieder gegen die Kreaturen der Finsternis. Reichen euch diese nicht, könnt ihr auf der PS4 ein Portal erschaffen, um den Nether zu erreichen. Ganz Mutige stellen sich auch in dieser Version dem Drachen, den ihr besiegen müsst, wenn ihr alle Trophäen bekommen möchtet. Die Trophäen sind eigenständig und können erneut gesammelt werden, auch wenn ihr die PS3-Version bereits besitzt.

Minecraft - gamescom 2014 PS4 Edition Trailer
Minecraft wird derzeit ja auch für die PlayStation 4 umgesetzt; von der gamescom gibt es einen neuen Trailer.

Zusatzpacks, die es bereits für die PS3 gab, sind direkt ab dem Start der PS4-Version im Store verfügbar und können für meist wenig Geld von euch erworben werden. Habt ihr sie schon auf der PS3 gekauft, kostet euch die PS4-Version des gleichen Pakets nichts mehr. So wechselt ihr übrigens auch euren Skin, denn von diesen gibt es bereits einige, damit nicht jeder Spieler wie der andere aussieht. Auch das sehr umfangreiche Tutorial, das PS3-Spieler schon kennen, wurde in die PS4-Fassung übernommen. Somit erhaltet ihr ein Komplettpaket und könnt euch nun in riesigen Welten austoben. Das läuft übrigens vollkommen ruckelfrei, auch bei acht Spielern kam es in der Testphase nie zu Problemen. Dass ihr auch auf der PS4 die typische Minecraft-Grafik bekommt, sollte allen Minecraft-Spielern klar sein.

Fazit

Sven Wagener - Portraitvon Sven Wagener
Ab in den Minecraft-Sandkasten

Jetzt können auch PS4- und Xbox-One-Spieler in die Welt der Minecraft-Steinchen einsteigen. Besitzer der Version für PS3 oder X360 machen dies sogar für kleines Geld durch ein einfaches Upgrade. Dafür könnt ihr 36-mal so große Welten erschaffen, dürft aber auch eure bestehenden auf Wunsch übernehmen. Ob ihr nun alleine durch die Minecraft-Welt zieht oder zusammen mit bis zu acht Spielern die Gegend unsicher macht und an Bauprojekten arbeitet, bleibt euch überlassen. Bedenkt aber, dass auf der PS4 für den Mehrspielerspaß PlayStation Plus nötig ist und ihr auf der Xbox One ein bestehendes Goldabo für Xbox Live benötigt. Die kleinen Erweiterungen, die es für Minecraft auf PS3 und X360 gab, findet ihr auf den neuen Konsolen gleich zum Start im jeweiligen Shop. Die Performance auf den großen Karten ist sehr gut, es kam selbst bei acht Spielern nicht zu Rucklern oder anderen Problemen. Wer also bisher noch nicht in den Minecraft-Sandkasten gestiegen ist, sollte spätestens jetzt Förmchen und Eimer einpacken und sich zu den vielen anderen Spielern gesellen, die dieses Spiel zu dem gemacht haben, was es ist: einem Phänomen.

Überblick

Pro

  • 36-mal größere Welten als auf der PS3
  • Rezepte übersichtlich angeordnet
  • Splitscreen im Multiplayer-Modus
  • übersichtliche Controller-Steuerung
  • gleicher Patch-Stand wie die Version für die alten Konsolen
  • Zusatzpacks direkt zum Start verfügbar
  • Upgrade-Version für kleines Geld

Contra

  • keine Mods von anderen Spielern wie in der PC-Version möglich

Wertung

  • PS4
    9.0
    /10

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