Preview - Metal Gear Solid V: Ground Zeroes : Appetithappen angespielt

  • PS4
Von Kommentieren

Wann Metal Gear Solid V: The Phantom Pain erscheint, weiß wahrscheinlich nur Serienschöpfer Hideo Kojima selbst. Doch bereits am 20. März gibt es mit Metal Gear Solid V: Ground Zeroes einen ersten Appetithappen. Stellt sich nur die Frage: Lohnen sich die 20 beziehungsweise 30 Euro für Ground Zeroes?

Tiefe Furchen auf der Stirn. Graue Haare im Bart. Eine Klappe über dem rechten Auge. Die Jahre der Agentenarbeit zeichnen sich überdeutlich auf Snakes Gesicht ab. Dennoch knarzt es aus dem Funkgerät: „Das Alter kann dir nichts anhaben, Boss.“ Einsam sitzt Big Boss alias Snake auf einem Felsen außerhalb eines Gefangenenlagers. Es regnet und die Wassertropfen laufen an seinen Wangen herunter. „Du musst Chico und Paz finden,“ gibt der Funker von der Mother Base durch. „Ich habe dir alle Informationen direkt auf dein iDroid geladen!“ Das iDroid, eine schöne Anspielung auf die Smartphone-System iOS und Android, ist Snakes Bordcomputer. Mit ihm greift er auf eine digitale Karte zu, setzt Navigationspunkte oder schaut sich noch einmal seine Aufgaben an. Außerdem dient das Gerät als Kassettenrecorder mit allerlei Science-Fiction-Firlefanz. Auch Metal Gear Solid V nimmt das Agenten-Genre augenzwinkernd auf die Schippe und geizt trotz aller Ernsthaftigkeit nicht mit versteckten Gags, Cameos und Späßen.

Aber zu Witzen ist Snake nicht aufgelegt. Kurz nach diesem kurzen Kontakt beginnt die Mission „Ground Zeroes“. Ein Rettungseinsatz, für den ihr – abhängig von eurer Spielweise – kaum mehr als anderthalb oder zwei Stunden brauchen werdet. Wie schon in Metal Gear Solid IV: Guns of the Patriots lässt euch auch Ground Zeroes die Freiheit, ob ihr lieber schleicht oder euch durch die feindlichen Reihen ballert. Beides ist zumindest auf dem Schwierigkeitsgrad „Normal“ möglich. Auf „Extrem“ allerdings werdet ihr Probleme mit der Rambo-Methode bekommen.

Hände hoch zum Verhör!

Metal Gear Solid V: Ground Zeroes ist ein Vorgeschmack auf Metal Gear Solid V: The Phantom Pain und erzählt in seiner Hauptmission den Prolog der Geschichte. Es liefert aber gleichzeitig einen guten Vorgeschmack auf die Spielmechaniken des Hauptspiels. So stellt sich das Verhören unachtsamer Wachen als essenzielles Stilmittel des Schleichabenteuers heraus. Packt Snake einen Widersacher leise von hinten am Kragen, habt ihr drei Möglichkeiten: Ihr könnt den Burschen bewusstlos schlagen, erstechen oder ihn ausfragen.

Metal Gear Solid V: Ground Zeroes - Console Comparison Trailer
In einem Vergleichsvideo zeigt Konami die Unterschiede zwischen Current- und Next-Gen-Fassungen des Spiels auf.

Bei Letzterem plaudert der Gute nämlich nützliche Informationen aus. Die Soldaten in Ground Zeroes offenbaren etwa geheime Waffenlager, in denen Snake eine Schrotflinte oder gar einen Raketenwerfer findet. Außerdem weisen sie auf Aufenthaltsorte wichtiger Zielpersonen oder gar auf Kriegsgefangene hin, die ihr für Bonuspunkte aus der Mission schmuggeln könnt. Auf diese Weise belohnt Ground Zeroes leises Vorgehen mit zumeist nützlichen Informationen.

Es bleibt Metal Gear Solid

Wirklich innovativ spielt sich Ground Zeroes dagegen über weite Strecken nicht. Ihr schleicht mit Snake durch die Militärbasis, schaltet Wachen leise mit dem schallgedämpften Gewehr oder der berühmten Betäubungspistole aus. Die Körper versteckt ihr in finsteren Ecken oder werft sie im Idealfall von den nahe gelegenen Klippen. Die Computer-Soldaten reagieren sehr fix auf Snakes Anwesenheit und zeigen sich clever und gedankenschnell wie selten zuvor. Sie wechseln ihre Routen und suchen auch an abgelegenen Stellen. Während ihr Sichtkegel und damit auch ihre Reaktionszeit auf „Normal“ noch sehr eingeschränkt sind, alarmieren sie auf „Extrem“ blitzschnell ihre Kollegen und entdecken Snake bereits auf große Distanz.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel