Test - Metal Gear Solid: The Twin Snakes : Metal Gear Solid: The Twin Snakes

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Während die Fans bereits gespannt auf 'Metal Gear Solid 3: Snake Eater' warten, erscheint mit 'Metal Gear Solid: Twin Snakes' für den GameCube passend noch mal Snakes erstes 3D-Abenteuer in überarbeiteter Gestalt und mit neuen Features. Ob sich die Mühe gelohnt hat und uns ein vollwertiges Remake erwartet, erfahrt ihr im Review.
 

Hinter der viel versprechenden Namenserweiterung 'Twin Snakes' verbirgt sich keineswegs eine neue Story, sondern vielmehr eine Aufbereitung des damaligen PSone-Hits 'Metal Gear Solid', der als Nachfolger der beiden 8 Bit-Spiele 'Metal Gear' fungierte. Während auf der PS2 bereits der Nachfolger 'Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty' erschienen ist und sich nun auch der neueste Teil der Serie mit dem Anhängsel 'Snake Eater' ebenfalls für Sonys Konsole in Entwicklung befindet, präsentiert sich 'Twin Snakes' nicht nur als optimaler Einstieg in die Serie, sondern erweist sich auch heute noch als durchaus spielenswert und dies wohl auch nicht zuletzt da 'Metal Gear Solid' die Weichen für das heutige 3D-Stealth-Action-Genre gelegt hat und nach wie vor als eines der besten Spiele-Abenteuer gilt.

Für all jene, die mit dem Titel bis anhin noch nicht in Kontakt kamen, sei zur Story nur soviel gesagt: Ihr schlüpft in die Rolle des sagenumwobenen Solid Snake, Infiltrationsexperte und ehemaliges Mitglied der FOXHOUND. Eure Aufgabe besteht darin, die Machenschaften einer gefürchteten Terrorgruppe zu unterbinden, die damit gedroht hat, von einer Basis in Alaska aus eine Atombombe auf das Weisse Haus abzufeuern. Wie ihr jedoch schon bald feststellen werdet, steckt hinter dem Ganzen mehr als nur ein Terroristen-Komplott und ihr werdet in eine komplexe Geschichte hineingezogen, die euch nicht nur an einigen kuriosen Spielfiguren vorbeiführt, sondern diesen Titel auch mit viel Tragik und Spannung zu einem einzigartigen Erlebnis macht.

Remake oder Portierung?
Wer jedoch dachte, ein Remake der Art 'Resident Evil' zu bekommen, der irrt. Inhaltlich hat sich im Vergleich zum Original nämlich nur sehr wenig geändert. Im Grunde genommen wurden lediglich die Steuerungsart und einige Features aus 'Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty' importiert, die dafür sorgen, dass ihr nun zusätzlich den Sprungangriff und das Hangeln beherrscht und zudem die sehr nützliche Ego-Perspektive gebrauchen dürft. Auch wurden die sehr beliebten Dogtags integriert, die ihr den feindlichen Soldaten abknöpfen und sammeln könnt. Ansonsten wurden lediglich die Zwischensequenzen neu inszeniert, was dann allerdings auch schon wieder das Ende der Neuerungen bedeutet. Ansonsten blieb nämlich so ziemlich alles beim Alten, was 'Twin Snakes' auch vielmehr zu einer anständigen Portierung, als einem durchwachsenen Remake macht. Nichtsdestotrotz weiß der Titel dank dem actionreichen und mitreißenden Spielverlauf auf ganzer Ebene zu gefallen. Denn obwohl die Spielzeit im Schnitt gerade mal fünf bis sechs Stunden beträgt, bekommt der Spieler dennoch ordentliche Unterhaltung geboten, die manches Konkurrenzprodukt selbst bei doppelter oder gar dreifacher Spielzeit nicht annähernd bieten kann.

Das Spielgeschehen verlangt derweil von euch, dass ihr verdeckt operiert und möglichst unentdeckt bleibt. So müsst ihr patrouillierende Soldaten geschickt umgehen, Kameras austricksen oder auch mal in einem geeigneten Schlupfwinkel Schutz suchen. Schleichen, Verstecken und natürlich scharfsinniges Agieren sind deshalb auch die Hauptanforderungen, die an den Spieler gestellt werden. Die sehr zugängliche und simple Steuerung bietet euch jedoch besten Komfort und gestaltet das unauffällige Vorgehen und Kämpfen, insbesondere in der Ego-Perspektive, als eine angenehme, aber dennoch spielerisch fordernde Angelegenheit. Zudem könnt ihr euch für einen von insgesamt fünf Schwierigkeitsgraden, die von 'Sehr Einfach' bis 'Extrem' reichen, entscheiden, welche bei erfolgreichem Durchspielen wiederum neue Features freischalten und somit auch Motivation für ein erneutes Spielen schaffen.

 

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