Preview - Metal Gear Solid: Snake Eater 3D : Snake? Snaaaaaaaake!

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Metal Gear Solid 3: Snake Eater ist einer der großen Klassiker der PlayStation-2-Ära und begeistert viele Spieler bis heute. Nun ist es ja in Mode gekommen, alte Videospielperlen für den Nintendo 3DS neu aufzulegen. So geschieht es nun auch mit Snake Eater. Wir konnten auf der gamescom einen Blick auf die 3-D-Version werfen und sie selbst ausprobieren.

Inhaltlich erwartet uns mit Metal Gear Solid: Snake Eater 3D nichts Neues. Mit Naked Snake schleicht ihr durch die Wälder der Sowjetunion zur Zeit des Kalten Krieges und seid auf der Spur von The Boss, Snakes Lehrmeisterin, die sich dem fiesen General Vulgin angeschlossen hat.

Dabei ist es natürlich wichtig, möglichst leise vorzugehen und nicht den Bruce Willis heraushängen zu lassen. Dazu stehen euch jede Menge unterschiedlicher Gadgets zur Verfügung, außerdem habt ihr verschiedene Tarnanzüge und Gesichtsbemalungen, damit euch feindliche Soldaten zum Beispiel im hohen Gras schwieriger erkennen können.

Snake 3D

Die einzige große Neuerung der 3DS-Version ist, wer hätte das gedacht, der 3-D-Effekt. Und der ist durchaus gut gelungen. Allerdings muss man sich schon fragen, ob man bei einem Spiel wie Metal Gear Solid wirklich einen solchen Effekt braucht beziehungsweise ob dieser sich dafür eignet. Genau das ist das Problem bei Snake Eater 3D. So kann man bei den ganzen Bäumen und Grashalmen schon mal die Übersicht verlieren. Der eine oder andere Spieler wird hier vielleicht sogar den 3-D-Effekt ganz ausschalten.

Metal Gear Solid: Snake Eater 3D - E3 2011 Trailer
Solid Snake kommt in 3-D in einem Remake von Snake Eater auch auf den 3DS; wir zeigen euch den Trailer anlässlich der E3 2011.

Diese manchmal auftretende Unübersichtlichkeit ist in Kombination mit der nicht sonderlich guten Steuerung ein großer Kritikpunkt. Die Bedienung auf dem 3DS ist nämlich alles andere als gelungen. Ihr bewegt Snake mit dem Analog-Pad durch die Gegend, die Kamera dreht ihr hingegen mit den Aktionsknöpfen, während für alle anderen Aktionen die Schultertasten oder das Digi-Kreuz benutzt werden. Hier fehlt einfach ein zweites Analog-Pad.

Mit etwas Eingewöhnungszeit wird man Snake Eater bestimmt auch ganz gut auf dem 3DS spielen können, allerdings würden wir den Titel eher im Rahmen der HD-Collection für die PlayStation 3 spielen wollen. Da verzichten wir zugunsten der Steuerung auch gerne auf den 3-D-Effekt und genießen dann lieber die HD-Auflösung. Auf dem 3DS ist die Grafik nämlich nahezu auf PS2-Niveau, was für einen Handheld natürlich gut ist, wenn man die Hardware-Power der Vita mal ignoriert.

Fazit

Jens Bremicker - Portraitvon Jens Bremicker
Metal Gear Solid 3: Snake Eater ist ein fantastisches Spiel und so gesehen auch der beste Teil der gesamten Reihe – zumindest für heutige Verhältnisse. Teil 1 bleibt natürlich immer ein Klassiker, den man gespielt haben sollte. Ob man das 3DS-Remake jedoch spielen muss, ist fraglich. Der 3-D-Effekt ist, technisch gesehen, zwar ganz ordentlich, bei diesem Spiel jedoch kein wahnsinnig großer Pluspunkt. Die Steuerung hingegen ist echt frickelig und benötigt einiges an Zeit, bis man sie voll und ganz verinnerlicht hat. Das hätte man sich jedoch schon vorher denken können, denn dass der 3DS kein zweites Analog-Pad hat, ist ja kein Geheimnis. Hier zeigt sich, dass der Handheld von Nintendo für Third-Person-Shooter oder Ähnliches nicht sonderlich gut geeignet ist.

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