Preview - Memories of Mars : Auf dem Mars spricht man Hessisch

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Leben und Sterben auf dem Roten Planeten: Limbic Entertainment wagt sich nach diversen Strategiespielen an ein futuristisches Survival-Abenteuer. Memories of Mars entführt euch und 63 andere Spieler in eine ferne Zukunft. Dort gibt es keine Space-Cookies, sondern knallharten Überlebenskampf.

Das im hessischen Langen ansässige Entwicklerstudio Limbic Entertainment erarbeitete sich in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Ruf und zeichnete unter anderem für Strategiespiele wie Might & Magic: Heroes VII verantwortlich. Aktuell werkelt das Team nicht nur an Tropico 6, sondern auch an dem Online-Shooter Memories of Mars.

Darin toben sich bis zu 64 Spieler auf dem Roten Planeten aus, sammeln Ressourcen und luchsen sich gegenseitig ihr Hab und Gut ab. Auf diese Weise präsentiert sich Memories of Mars als durchaus typisches Survival-Game, gibt sich aber längst nicht so erbarmungslos und finster wie beispielsweise DayZ.

Die Klone kommen

Die Geschichte dahinter liest sich weitgehend profan: Vor über 100 Jahren scheiterte der Versuch der Menschheit, den Mars mithilfe von Klonen zu besiedeln. Die wenigen Überlebenden machten sich aus dem Staub und ließen alle nicht benötigten Technologien zurück. Doch spätestens seit Jurassic Park wissen wir, dass sich das Leben immer einen Weg sucht, und so erwacht eure Spielfigur 100 Jahre später in einer der Klonfabriken.

Mit diesem einfachen Kniff löst Limbic Entertainment übrigens auch die leidige Thematik des Bildschirmtods. Sterbt ihr in Memories of Mars, erhaltet ihr einfach einen neuen, nackten Klon. Eure bis dahin gesammelte Beute verliert ihr hingegen schon. Auf der Karte markiert allerdings ein kleiner Totenschädel den Ort eures Ablebens, sodass ihr eure Ausrüstung zumindest theoretisch zurückerobern könnt.

Grau ist jedoch alle Theorie, denn in der Praxis handelt es sich bei Memories of Mars um ein klassisches Survival-Spiel. Deshalb müsst ihr auf der weitläufigen Karte nicht nur gegen Alienkreaturen, sondern vor allem gegen eure 63 Mitstreiter kämpfen und euch nebenher um eure Vitalwerte kümmern.

Täglich grüßt der Mars

Nach dem Erwachen steuert ihr euren Klon aus der Ego-Perspektive und begebt euch auf die Suche nach Ressourcen. Denn ohne Waffen und Unterschlupf geht ihr in Memories of Mars schneller drauf, als euch lieb sein dürfte. So nehmt ihr es schon bald etwa mit Roboterspinnen und acht weiteren Gegnertypen auf. Doch das Salz in der Weltraumsuppe sind natürlich die Begegnungen mit anderen Spielern. Ihr entscheidet selbst, wie ihr vorgeht: Verhaltet ihr euch ihnen gegenüber feindselig oder bildet ihr Teams und fasst gemeinsam Fuß in dieser gefährlichen Welt?

Die Motivation entspringt in Memories of Mars aus dem Erkunden der Spielwelt und natürlich der Weiterentwicklung der eigenen Figur. Rohstoffe sammelt ihr entweder direkt in der Umgebung auf oder greift zum Multifunktionswerkzeug. Damit saugt ihr beispielsweise Eisenerz aus Felsen und verarbeitet es anschließend weiter. Dank des übersichtlichen Crafting-Menüs baut ihr im Handumdrehen eine eigene kleine Hütte auf.

Gegenstände wie Waffen oder Werkzeuge bastelt ihr unterwegs an der mobilen Werkbank oder entsprechenden stationären Einrichtungen. Auf diese Weise schustert ihr euch die erste Pistole oder eine Taschenlampe zusammen. Denn auf dem Mars gibt es natürlich auch Tag-und-Nacht-Wechsel und in tiefster Dunkelheit verwandelt sich das Erforschen unbekannter Gebiete schon fast in eine Survival-Horror-Erfahrung.

Memories of Mars - Announcement Trailer
Limbic Entertainment, die Macher von Might & Magic oder Tropico 6, haben mit Memories of Mars ein Survival-Actionspiel auf dem roten Planeten angekündigt.

Zurück in die Zukunft

So entfaltet Memories of Mars gerade im Zusammenspiel mit Freunden schnell eine ordentliche Dynamik. Doch aktuell gibt es noch wenige Informationen darüber, wie das Spiel langfristig und abseits des recht traditionell gehaltenen Survival-Gameplays motivieren soll. Limbic möchte beispielsweise durch Events für Spannung sorgen.

Dann schießt plötzlich eine Lichtsäule gen Himmel und sorgt für eine muntere Hatz auf Ressourcen, Baupläne und Flops. Bei Letzteren handelt es sich um die In-Game-Währung, mit der ihr Gerätschaften kaufen könnt. Darüber hinaus arbeitet Limbic sehr eng mit der Community zusammen und möchte Memories of Mars auch nach der Early-Access-Phase an deren Bedürfnisse anpassen. Das Spiel ist also kein Schnellschuss, sondern ein Langzeitprojekt.

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