Test - Medieval 2: Total War - Kingdoms : Rundum gelungenes Zusatzpaket

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Mit Add-ons ist es ja so eine Sache. Zum einen Ausdruck einer äußerst perfiden Marketingstrategie, bringen sie selten Neues, wärmen Altbekanntes auf und verkaufen uns Kleinkram für verhältnismäßig viel Geld. Zum anderen gibt es natürlich auch die großen Erweiterungen, die die Spielmechanik des Hauptspiels grundlegend verbessern und den Umfang beträchtlich erweitern. Die Add-ons zu 'Total War' waren dabei immer die der erfreulicheren Sorte, wenn auch nicht perfekt. Jetzt steht die erste Erweiterung zum letzten Teil der Reihe 'Medieval 2: Total War' in den Läden. Schauen wir mal, ob sich die positive Erfahrung aus der Vergangenheit bestätigt.

Masse und Klasse

Die Titel der 'Total War'-Reihe gehören ja seit ihren Anfängen zu den wenigen Spielen, die sich durch eine herausragende Qualität auszeichnen. Das im letzten Jahr erschienene 'Medieval 2: Total War' bildete in dieser Hinsicht den bisherigen Höhepunkt der Reihe. Die beeindruckende Spieltiefe und die perfekt inszenierten 3D-Schlachten waren uns dann auch einen verdienten Award wert. Wie soll man da noch etwas draufsetzen? Eigentlich gar nicht. Und tatsächlich ändert 'Kingdoms' erwartungsgemäß nichts an der grundlegenden Spielmechanik. Stattdessen konzentriert sich das Spiel auf vier neue Kampagnen, die aber so unterschiedlich, gewaltig und ausgereift sind, dass wir sie hier im Einzelnen betrachten wollen.

Schon bei der Installation wird klar, dass es sich um wirklich große Kampagnen handelt. Jede von ihnen wird einzeln installiert und insgesamt belegen sie satte neun Gigabyte Festplattenspeicher. Jede Kampagne ist hierbei als einzelnes Spiel konzipiert und wird auch so gestartet. Gekämpft wird auf den Britischen Inseln, im Heiligen Land, auf dem Baltikum und in der Neuen Welt. Nicht nur die Regionen, sondern auch die verschiedenen Parteien unterscheiden sich in allen vier Kampagnen wesentlich voneinander.

Die Britischen Inseln

In der britannischen Kampagne könnt ihr wahlweise aufseiten der Engländer, der Iren, der Schotten, der Waliser oder der Norweger kämpfen. Die Engländer sind dabei die stärkste Partei und bereits im Besitz des größten Teils des Landes. Dadurch sind sie aber verwaltungstechnisch und militärisch etwas dünn aufgestellt und vor allem mit der Sicherung ihres Gebietes beschäftigt. Da ihr hier keine Festungen errichten könnt, müsst ihr die im ganzen Land vorhandenen Burgen besetzen und ausrüsten. Denn der Feind lauert überall und wenn sich die kleineren Provinzen aus Unzufriedenheit zur Baronallianz verbünden, habt ihr auch noch den Feind im eigenen Land.

Die anderen Parteien haben es hingegen von vornherein schwer, im Lande Fuß zu fassen. Dafür können sie ihr kleineres Reich nach und nach sinnvoll aufbauen und sich dann zum richtigen Zeitpunkt ein Stück vom großen Kuchen England abschneiden. Alle Parteien spielen sich extrem unterschiedlich, da die Startvoraussetzungen sich sehr voneinander unterscheiden. Dadurch stellen sich euch immer neue Herausforderungen. Trotzdem ist die britannische Kampagne dem Hauptspiel noch am ähnlichsten.

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