25.10.2012 - Andreas Philipp
Eins ist dabei schon sicher: Die Einzelspielerkampagne dürfte kein besonderes Aufsehen erregen. Wir starten als Elitesoldat Preacher in Karachi und dürfen nach dem Ausknipsen einiger Wachen eine Sprengladung an einem Lkw montieren. Wir staunen nicht schlecht, als uns dann fulminant der halbe Hafen um die Ohren fliegt. Was zum Henker war in diesem Lkw? Und warum müssen wir uns während der Flucht die Design-Sünde antun, einen Helikopter abschießen zu müssen?
Wir stellen fest: Alles dreht sich um ein Terrornetzwerk rund um Herrn Sad Al-Din und den geheimnisvollen „Kleriker“. Also im Grunde das übliche Elitesoldaten-gegen-böse-Terroristen-Szenario. Daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt, auch wenn es so originell ist wie Brezen in Bayern. Danger Close versucht mit wuchtiger Inszenierung und sehenswerter Grafik ein bisschen Actionfilm-Spannung auf den Bildschirm zu bringen. Leider klappt das nur bedingt, denn die Entwickler haben es tatsächlich geschafft, die an sich eher dünne Handlung so verschachtelt und überkompliziert an den Mann zu bringen, dass man unwillkürlich mit den Achseln zuckt und sich aufs Ballern konzentriert.
Das ist eigentlich schade, denn in einigen Bereichen hat sich Danger Close redlich Mühe gegeben. Die Charaktere, die wir zum Teil bereits aus dem Vorgänger kennen, sind zumindest optisch und akustisch prägnant, nicht zuletzt dank ihrer guten Vertonung. Und die zahlreichen, technisch wirklich gut gemachten Zwischensequenzen versuchen, das Privatleben einzelner Figuren aufzugreifen, auch wenn das viel zu flach und oberflächlich wirkt. Halt der Knatsch mit der Frau nebst Kind, weil der Herr Gemahl kaum mal da ist und sich diesem mörderischen Beruf widmet. So hüpfen wir in insgesamt 13 Missionen durch verschiedene Schauplätze, teils in Rückblenden, und fragen uns vor allem in der ersten Hälfte, wo der Zusammenhang ist. Wenigstens wird weitgehend auf Patriotismus verzichtet, auch wenn hier und da eine Prise Schmalz für Stirnrunzeln sorgt.
Immerhin, Pakistan, der Jemen, die Philippinen, Sarajewo oder Dubai sind dank der Frostbite-Engine überaus sehenswert in Szene gesetzt und hier und da hat sich Danger Close ein paar Extras einfallen lassen. So versuchen wir, auf den Philippinen während eines Sturms und bei Überschwemmung Geiseln aus einem Hotel zu befreien und am Ende im Boot zu evakuieren. Oder wir leisten uns eine krachige Verfolgungsjagd in Dubai, bei der wir selbst das Auto durch die Straßen scheuchen. Vor allem die Effekte wie Rauch oder Explosionen sowie die Zerstörungen können voll überzeugen, auch wenn das alles nicht ganz so poliert wirkt wie bei Battlefield 3. Das aufmerksame Auge entdeckt immer wieder mal kleinere Clipping-Fehler, matschige Texturen im Nahbereich oder Ähnliches. Insgesamt ist die Grafik aber durchaus sehenswert.
Medal of Honor: Warfighter - Preview [10]
Das Entwicklerstudio Danger Close und EA Games möchten mit Medal of Honor: Warfighter die Serie aus dem Sumpf des...
Jahresrückblick 2012 - Teil 4 - Oktober bis Dezember
Teil 4 - Oktober bis Dezember [2]
Medal of Honor: Warfighter - Komplettlösung
Vom Noob zum Pro? [2]
Medal of Honor: Warfighter - Tipp
Hardcore- und Tier-1-Modus freischalten
Diesen Beitrag als Gast kommentieren
Noch keinen Account?
Hier kostenlos registrieren!
Passwort vergessen?
Kommentare zu Medal of Honor: Warfighter
Ich finde es erschreckend, daß wenn wir von "Qualität" sprechen nicht einmal die simple Installationsroutine unter WIN 7 korrekt funktioniert. Bei 25 % bricht es bei der DirectX-Installation ab. Eine separate DirectX-Installation wird natürlich nicht akzeptiert.
Was soll der Käse ? Was machen eigentlich die Pfeifen, die bei den Firmen in der Qualitätskontrolle sitzen ?
Wenn "komplexer oder anspruchsvoller" höhere Verkaufszahlen bedeuten würde, dann kannst du deinen Hintern drauf verwetten, dass sich viel mehr Entwickler die Mühe machen würden. Dummerweise ist das nicht so. Viele Leute kaufen eben viel lieber Call of Duty als ein neues ArmA, selbst wenn das qualitativ mithalten könnte.
Das heißt nicht, dass für komplexere Spiele - ob auf Konsole oder PC - heute kein Platz mehr ist. Trotzdem bleiben solche Titel eher Nischenprodukte mit viel kleineren Zielgruppen als die leichter zugänglichen Spiele.
Ja leider und leider begreifen manche auch nicht das simulationslastige Spiele Spaß machen sollen.
Hey ihr super Marktanalysten, jeder kauft was er will.
Ob sich ein ArmA oder CoD, BF3 oder Hellokitty besser verkauft hängt von UNS ab.
Mit dem Metascore von ca. "55" ist MoHWF definitiv gegen die Wand gefahren und hoffentlich kaufen es so wenig Leute dass die Entwickler mal ernsthaft darüber nachdenken, ob dieses Spiel, so wie es ist, das beste ist was sie imstande waren zu leisten.
Wenn "komplexer oder anspruchsvoller" höhere Verkaufszahlen bedeuten würde, dann kannst du deinen Hintern drauf verwetten, dass sich viel mehr Entwickler die Mühe machen würden. Dummerweise ist das nicht so. Viele Leute kaufen eben viel lieber Call of Duty als ein neues ArmA, selbst wenn das qualitativ mithalten könnte.
Das heißt nicht, dass für komplexere Spiele - ob auf Konsole oder PC - heute kein Platz mehr ist. Trotzdem bleiben solche Titel eher Nischenprodukte mit viel kleineren Zielgruppen als die leichter zugänglichen Spiele.
Medal of Honor: Warfighter
stimme der Review in weiten Teilen zu. Weiter negativ sind aber auch die elend langen Ladezeiten, mieses Autospeichern, miese Steuerung, dauernd laufen irgendwelche Scripte ab die jeglichen Spielfluss bremsen und überhaupt keine Spielfreude aufkommen lassen, keinerlei spielerischen Freiraum etc. Fazit: eine herbe Endtäuschung das Game - schade ums Geld.
Ein Gamepad hat 16 Tasten + 2 Analog-Sticks, damit kann man mehr machen als die meisten denken. Der Grund liegt einfach am Markt selbst, wie Andreas schon schrieb: Solange solche Spiele Millionen-fach verkauft werden wird auch nichts komplexer oder anspruchsvoller. Warum sollten die Entwickler mehr Zeit für Gameplay, KI, Physik etc. investieren wenn es so auch geht? Möglich sind komplexe Spiele auf Konsolen allemal, nur schreit niemand danach. Full Spectrum Warrior, MAG oder Socom zeigen ja was möglich wäre. Hier gibt es alles was das Herz begehrt, Luft anhalten, zur Seite lehnen, schleichen, ducken, liegen, laufen, gehen etc.
Hast du mal Dragon's Dogma gespielt? In diesem Spiel ist es möglich.
Kenne ich nicht.
Es gibt sowas wie ne demo zum herunterladen.
Schade ich hatte wirklich gedacht MoH: W wäre Konkurrenz für CoD/Halo und würde die Reihe zu alten Glanz führen. Naja ich hoffe es kommt wieder ein Ego/Third-Person Shooter à la The Line.
Hoffnungen hab ich ehrlich gesagt kaum. Die klare Nummer 1 in Shooter ist und bleibt (leider) CoD in Sachen Verkaufszahlen (von Singleplayer/MP eindeutig Halo).
SOCOM ? Wäre eine gute Idee. Oder wie Full Spectrum Warrior (nur ausgereifter von der KI her). Oder wie die Rainbow Six Reihe. Mit Vorplanung des Einsatzes, Festlegung grober Bewegungsabschnitte für die Squad-Teile (aber mit Einfluß auf eine Änderung, falls es schief läuft).
Dann gabs auch mal einen Taktik-Shooter, der ähnlich war wie Jagged Alliance, nur nicht rundenbasierend, bei dem man maximal 4 Mann hauptsächlich von Deckung zu Deckung schicken mußte und die Gegner ausschalten. Das Spiel hat locker 20 Jahre auf dem Buckel und wäre überarbeitet und aus der Ego-Perspektive zu spielen statt aus isometrischer Sicht, dazu mit mehr Tiefgang und mehr KI auch eine gute Idee.
Mir fehlt auch ehrlich gesagt ein Hidden & Dangerous-Nachfolger. Auch wenn viele behaupten, daß der 2. WK ausgelutscht ist (was ist dann mit dem Modern War ?).
PS: Momentan kann man Medal of Honor und COD kaum noch auseinander halten. Und das finde ich schade. Es langt ein COD pro Jahr. Da brauch ich nicht noch ein MoH, das auf COD-Clon macht. Da lieber zurück zu den alten Stärken von MoH, wo das Game noch im 2. WK spielte.
Mir fehlt auch ein neuer Teil von SWAT. Das wäre auch eine Idee. Oder endlich eine Fortsetzung von Brothers in Arms. Aber bitte nicht nur Furious.
Hast du mal Dragon's Dogma gespielt? In diesem Spiel ist es möglich.
Kenne ich nicht.
Wenn die EA Typen Hirn hätten würden sie aus dem Medal of Honor eine Art Socom machen, speile wie Battlefield und Call Of Duty haben wir ja genug, etwas taktischer, vlt auch realistischer wäre doch mal wieder eine Nische in die man preschen könnte.
Betreff
Mal schauen:
Generals kam vor 9 Jahren raus und war ein wirklich gutes Spiel. Auch wenn Tiberium Wars sicherlich kein schlechtes Spiel war, waren Tiberium Twilight und Red Alert 3 kurz gesagt Dreck. Battlefield war für mich der letzte gute Teil Battlefield 2. Bin halt PC Spieler und halte nichts von Konsolenspielen mit überladenen UI und überall aufblinkenden HEADSHOT DOPPEL KILL PUNKTE PUNKTE NEUE AUSZEICHNUNG Sachen. Mirrors Edge hingegen war wieder ein gutes Solides Spiel, allerdings auch schon einige Jahre her und wenn je ein zweiter Teil folgen sollte, da würde ich um jede Summe mit dir wetten, wird es ein weiteres 08/-15 Spiel durch das man sich auch Ballern kann wenn man denn möchte. Das EA in der Zeit aber mehr Entwickler in die scheiße Geritten hat als gute Spiele entwickelt sehe ich auch nicht unbedingt als Plus Punkt.
Ich würde auch nie behaupten das Ubisoft oder Activision anders sind aber grade diese Dreistigkeit die EA an den Tag legt, aktuellstes Beispiel wäre da wohl SWTOR F2P wo man für mehr als einen Skillbalken, Wiederbeleben an Ort und Stelle, das Anziehen von Violetten Items usw. Geld bezahlen muss, übersteigt einfach alles.
Ein Teil der Casualisierung geht auch zu Lasten der Konsolen, da durch die Steuerung anscheinend übermäßig komplexe Dinge nicht realisierbar sind.
Hast du mal Dragon's Dogma gespielt? In diesem Spiel ist es möglich.
Mal schauen:
Generals kam vor 9 Jahren raus und war ein wirklich gutes Spiel. Auch wenn Tiberium Wars sicherlich kein schlechtes Spiel war, waren Tiberium Twilight und Red Alert 3 kurz gesagt Dreck. Battlefield war für mich der letzte gute Teil Battlefield 2. Bin halt PC Spieler und halte nichts von Konsolenspielen mit überladenen UI und überall aufblinkenden HEADSHOT DOPPEL KILL PUNKTE PUNKTE NEUE AUSZEICHNUNG Sachen. Mirrors Edge hingegen war wieder ein gutes Solides Spiel, allerdings auch schon einige Jahre her und wenn je ein zweiter Teil folgen sollte, da würde ich um jede Summe mit dir wetten, wird es ein weiteres 08/-15 Spiel durch das man sich auch Ballern kann wenn man denn möchte. Das EA in der Zeit aber mehr Entwickler in die scheiße Geritten hat als gute Spiele entwickelt sehe ich auch nicht unbedingt als Plus Punkt.
Ich würde auch nie behaupten das Ubisoft oder Activision anders sind aber grade diese Dreistigkeit die EA an den Tag legt, aktuellstes Beispiel wäre da wohl SWTOR F2P wo man für mehr als einen Skillbalken, Wiederbeleben an Ort und Stelle, das Anziehen von Violetten Items usw. Geld bezahlen muss, übersteigt einfach alles.
Ich geb Dir da 100% Recht. Ich hab die Lust an BF3 auch verloren. Die Kiddies, Bunnyhopper und Cheater gingen mir mit der Zeit zu sehr auf den Senkel.
Bezüglich ME sag ich nur daß die Zeiten der Hardcoregamer offensichtlich vorbei sind. Heute zählt nur Casualisierung.
Alte Spieleserien (Splinter Cell) werden auf Casualniveau heruntergeschnippelt.
Wann gabs die letzte wirklich gute U-Boot Simulation ? Das war maximal noch ein Silent Hunter 4. Auch wenn die erreichbaren Abschüsse an BRT selbst bei Spielen wie Silent Hunter 3 unrealistisch hoch ausfielen.
Bei mir war z.B. bei Silent Hunter 3 mit dem Jahr 1941 mit einem Mal Schluß, da ich dem Spiel zu erfolgreich war. Es hieß nur Krieg gewonnen. In der Zeit habe ich sage und schreibe knapp 5 Mio BRT versenkt gehabt. Da hätte ich mir mehr Realismus gewünscht.
Aber wo bleiben die Zeiten von Simulationen wie 688i Hunter Killer und Dangerous Waters ? Heute sind die Kiddies offensichtlich schon von den dünnsten Handbüchern überfordert, die 10 Seiten haben. Was soll dann ein Flugsimulator Professional an Verkaufserfolgen erreichen, wo man sich mit mehr als 100 Seiten auseinandersetzen muß ? Wo man zumindestens einigermaßen die Grundlagen von ILS, Nachtflug u.s.w beherrschen sollte ? Wo Profis sogar Funkverkehr u.s.w. einbinden ?
Es ist schade, aber die alte Spielergarde zählt bei den Publishern heute nicht mehr wirklich. Selbst bei der Vorzeigeserie IL-2 wurde bei Cliffs of Dover mal schlichtweg die FF-Unterstützung gestrichen. Super. Jetzt fliegt sich der Bock wie bei einem Spielautomaten und nicht wie in einer Simulation.
Dafür zählen jetzt umso mehr die Kiddies, die eben 10 Euro auf den Tisch legen, um in lila statt gelben Klamotten herumzurennen oder Geld für jeden noch so unnützen DLC auf den Tisch legen. Das ist eine erschreckende Entwicklung, aber leider nicht aufzuhalten.
Ein Teil der Casualisierung geht auch zu Lasten der Konsolen, da durch die Steuerung anscheinend übermäßig komplexe Dinge nicht realisierbar sind.
Frechheit. MoH stand immer für Singleplayer. Nun ist der nur halb so lang wie bei einem COD. Und das für einen Vollpreis von fast 50 EUR. Da bleibt einem die Spucke weg.
Oh weia... wenn ich mir meinen letzten Post so anschaue.... alles fortsetzungen.... *kotz* Will mal wieder was frisches, neues :-)