Test - Medal of Honor: European Assault : Medal of Honor: European Assault

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  • Xbox
  • GCN
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Zwischendurch erhaltet ihr abseits der Hauptmissionen Nebenaufträge, die ihr entweder befolgen oder auch ignorieren könnt. So könnt ihr beispielsweise einem anderen Trupp bei der Erfüllung seines Auftrags helfen oder auch ein bestimmtes Ziel ausschalten, indem ihr eine Sprengladung an einer dafür vorgesehenen Markierung anbringt. Dazu gilt es außerdem, sich so genannten Nemesis-Gegnern zu stellen. Dabei handelt es sich um hohe Nazi-Offiziere, die hier quasi als Endbosse fungieren. Jedoch sind das nicht die einzigen harten Nüsse. Es tauchen zudem auch Panzer und andere schwere Ziele auf, die ihr ausschließlich mit schweren Waffen aus dem Weg räumen könnt. Hier sollte natürlich vorwiegend zu Granaten und Raketenwerfern gegriffen werden.

Leider ist abseits der tollen, aber recht kurzen Einzelspieler-Kampagne nicht viel zu finden. Der Splitscreen-Modus lockt zwar bis zu vier Spieler vor den Bildschirm und bietet viele Spielmodi mit entsprechenden Maps, jedoch hält sich hier die Langzeitmotivation in Grenzen. Onlinemodi sucht man bei allen drei Varianten leider vergebens.

Kimme und Korn

Kommen wir nun zur Technik. Grafisch sticht die Xbox-Version etwas hervor, wobei jedoch auch die PS2- und Gamecube-Varianten einigermaßen zu gefallen wissen. Zwar sehen die Texturen etwas unschärfer aus als auf der Microsoft-Konsole, jedoch ist die Präsentation auf allen drei Konsolen nahezu ruckelfrei. Hin und wieder gibt es kurze Slowdowns, die man aber verschmerzen kann. Dafür entschädigt der Titel mit viel Action und der schon genannten erstklassigen Atmosphäre. Insgesamt ist die Grafik aber etwas bieder und unspektakulär ausgefallen. Im Splitscreen hat man leider schlechte Karten. So drückt die Grafik besonders bei vier Spielern die Framerate in die Knie und in den kleinen Bildausschnitten kommt nur bedingt Spielspaß auf.

Auf akustischer Seite gibt es bei dem Shooter kaum etwas zu bemängeln. Die erstklassige Musik sorgt für Atmosphäre und begeistert mit ihren Orchesterklängen auf Anhieb. Das Titellied sticht hier besonders heraus und dürfte sich jedem Spieler als Ohrwurm einprägen. Das Lob setzt sich auch bei den Effekten und der Sprachausgabe fort. Die Teamkameraden schreien sich beispielsweise gegenseitig Befehle zu, rufen nach Unterstützung oder sprechen sich hinter der Deckung über das weitere Vorgehen ab. Bei den Gegnern ist das übrigens auch zu hören. Das gefällt uns insofern besonders gut, da die KI-Soldaten umso lebendiger wirken. Die Schüsse und Explosionen sorgen ebenfalls für die passende Soundkulisse. Insgesamt gibt es an der Akustik nichts zu bemängeln. Freunde von Surround-Sound können zudem auf die ’Dolby Prologic II’- und, zumindest auf der Xbox, auch ’Dolby Digital’-Unterstützung zurückgreifen.

Fazit

von R Kwiecin
’Medal of Honor: European Assault’ kann durch seine Einzelspieler-Kampagne gefallen und bringt ein gelungenes Gameplay und eine ausgesprochen tolle Atmosphäre mit sich. Leider hapert es aber an der Spieldauer, die recht kurz ausgefallen ist. Neben der Kampagne hat der Titel kaum etwas zu bieten und so bleibt die Langzeitmotivation nach dem Durchspielen schnell auf der Strecke. Technisch kann ’Medal of Honor: European Assault’ vor allem durch seine Akustik begeistern, jedoch hätten die Entwickler mehr Zeit in die Grafik und insbesondere einen vernünftigen Multiplayer-Part investieren sollen. Unterm Strich bleibt aber ein kurzweiliger Shooter, der WWII-Fans sicherlich gefallen dürfte.

Überblick

Pro

  • fantastischer Surround Sound
  • Team-basiertes Gameplay
  • erstklassige Atmosphäre
  • gute KI
  • offenes Missionsdesign

Contra

  • schwacher Multiplayer-Part
  • Spielzeit relativ kurz
  • Tasten nicht frei belegbar
  • etwas unspektakuläre Grafik

Wertung

  • PS2
    80
    %
  • Xbox
    80
    %
  • GCN
    80
    %

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