Test - Medal of Honor: European Assault : Medal of Honor: European Assault

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Nach den Abstechern in den Pazifik, und damit in den Krieg zwischen Japan und den USA, landet die ’Medal of Honor’-Reihe wieder in Europa und bietet neues Material im Kampf der Deutschen gegen die Truppen der Alliierten. Dabei sollen auch einige kleine Neuerungen für Innovation sorgen. Was sich die Entwickler dabei haben einfallen lassen und wie sich der Multiplattform-Titel im Test verhält, sagen wir euch in unserem ’Medal of Honor: European Assault’-Review.

Wieder an der Front

Die ’Medal of Honor’-Reihe gehört zu den Ego-Shootern, die bei den Konsolen kaum noch wegzudenken sind. Alle Jahre wieder liefert Electronic Arts einen weiteren Vertreter der Serie und lockt Spieler derzeit mit einer neuen Fortsetzung. ’Medal of Honor: European Assault’ ist nicht mehr wie der leicht enttäuschende Vorgänger ’Medal of Honor: Rising Sun’ im Pazifik angesiedelt, sondern versetzt den Spieler nochmals auf die europäischen Schlachtfelder und führt diesen auch zu Missionen in Afrika und Russland. Diese verteilen sich über vier Kapitel, in denen ihr neben den Hauptmissionen auch kleine Nebenquests löst und euch hier der deutschen Armee erwehrt. Dazu aber später mehr.

Bei eurer schweren Aufgabe steht ihr glücklicherweise nicht allein einer Übermacht gegenüber, sondern werdet von einer Hand voll tapferer Kameraden begleitet. Zusätzlich gesellen sich hin und wieder auch andere Trupps zu euch und unterstützen euch im Kampf. Euren eigenen Trupp könnt ihr im Übrigen per Tastendruck an bestimmte Stellen schicken und ihnen damit Kommandos geben. Die KI-Soldaten laufen anschließend zu dem von euch festgelegten Ziel und suchen selbstständig Deckung. Natürlich rücken diese aber auch selber vor und unterstützen euch mit Feuerschutz. Sollte das gewünschte Ziel jedoch nicht sicher genug sein, kommen die Kameraden hin und wieder auch mal zurück.

Die KI macht einen wirklich guten Eindruck und besonders die Kommunikation unter den Soldaten selbst sorgt für Atmosphäre. Besonders wenn die Kumpanen unter starkem Feuer hinter einer Deckung verharren und sich gegenseitig etwas zubrüllen, fühlt man sich wahrlich mittendrin statt nur dabei. Die Verständigung untereinander trägt einen Großteil zum tollen Gameplay bei und sorgt für eine gewisse Spannung. Das setzt sich auch bei den Gegnern fort, die sich übrigens recht ausgefuchst anstellen und nicht als reines Kanonenfutter dienen. Die Nazis treten gerne mal eine Granate zurück, verschanzen sich in Gebäuden und rücken auch von Deckung zu Deckung zurück, wenn ihr euch den Weg mit euren Kameraden freischießt.

Selbst solltet ihr aber auch zusehen, dass ihr jederzeit in Deckung seid und nicht frei im Kreuzfeuer herumsteht. Um auch hinter Mauern, Kisten oder anderen Hindernissen auf die Wehrmacht-Truppen feuern zu können, könnt ihr euch um die Ecke lehnen. Um ganz gezielte Schüsse auf eine hohe Distanz zu erledigen, lässt sich über Kimme und Korn feuern. In ganz brenzligen Situationen kann man, sofern die Adrenalin-Anzeige voll ist, die Spielfigur auch in Rage versetzen. Anschließend läuft alles praktisch in Zeitlupe ab und ihr seid unverwundbar.

Alle Wege führen nach Berlin

Das Vorgehen gestaltet sich aber nicht allzu einfach, jederzeit können von allen Seiten her neue Gegner auftauchen und ihr müsst stets umdenken und euch eine neue Deckung suchen. Sollten euch zu viele Bleigeschosse erwischt haben, könnt ihr auf so genannte ’Relives’ zurückgreifen, die euch wieder an derselben Stelle auferstehen lassen. Je nach Schwierigkeitsgrad sind diese dann auch schwerer zu bekommen, manchmal sind sie auch am Anfang der Mission im Inventar zu finden, manchmal aber auch nicht. Daneben finden sich auf dem Schlachtfeld Pakete mit Munition, Waffen und auch Medipacks. Letztere könnt ihr ebenfalls auf eure Kameraden anwenden. Damit ihr einschätzen könnt, wie lange eure Mitstreiter noch durchhalten, fungiert die Markierung über deren Köpfen, die eigentlich verdeutlichen soll, welche von den Soldaten zu euch gehören, auch als Energieleiste, die ständig den Zustand der Kameraden zeigt.

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