Test - Medal of Honor: Airborne : Leider keine Punktlandung

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Die Medal of Honor-Reihe trat zuletzt ein wenig auf der Stelle. Weder 'MoH: Rising Sun' noch 'MoH: Vanguard' konnten wirklich überzeugen und boten nur altbekannte Shooter-Action im sicherlich arg überstrapazierten WWII-Setting. Schon längst hat die 'Call of Duty'-Serie den 'Medal of Honor'-Titeln in Sachen Spielspaß und Präsentation den Rang abgelaufen. Kann das neue 'Medal of Honor: Airborne' die Serie wieder auf bessere Bahnen lenken?

Alternativen

Nachdem 'Airborne' bereits im September für den PC und die Xbox 360 erschienen ist, kommt mit etwas Verspätung nun auch die PS3-Version heraus. Doch auch diese unterscheidet sich inhaltlich nicht von den beiden anderen Fassungen – mit einer Ausnahme: Denn das Spiel unterstützt die Bewegungsfähigkeit des Six-Axis-Controllers. So steuert ihr auf Wunsch den Fallschirm in der Luft mit euren Bewegungen oder lehnt euch mit dem Scharfschützengewehr leicht nach rechts oder links.

Nach den zuletzt für die PS2 und Wii veröffentlichten Serienteilen ist 'Airborne' das erste Next-Gen-'Medal of Honor' und muss sich der harten Konkurrenz stellen. Diese ist auf der PS3 vor allem durch das herausragende 'Call of Duty 4' vertreten, an dessen Qualität sich EAs neues Spiel messen lassen muss. Wie die früheren Spiele der 'Call of Duty'-Reihe kommt das neue 'Medal of Honor' leider schon fast serientypisch komplett ohne echte Story aus. Zwar gaukelt 'Airborne' euch vor, den Krieg aus der Sicht eines jungen amerikanischen Fallschirmspringers zu erleben, doch letztlich baut das Spiel keinerlei Verbindung zwischen euch und dem Helden auf. In kurzen Einsatzbesprechungen werdet ihr auf die Ziele der kommenden Mission hingewiesen, weitere Zwischensequenzen spart sich das Spiel bedauerlicherweise komplett. Nach dem Auswahlmenü der Waffen befindet ihr euch anschließend sofort in einem Flugzeug, das über dem Kampfgebiet kreist.

Beunruhigende Aussicht

Mit einem beherzten Sprung aus dem Flieger landet ihr in der Wirklichkeit des Krieges: Überall tobt der Kampflärm, Flakstellungen rattern ihre Geschosse ab und verfehlen die Flugzeuge nur denkbar knapp. Das Schlachtfeld gleicht wirklich einer Hölle auf Erden, sodass ihr schon während des knapp dreißigsekündigen Fallschirmsprunges gleich von der Kriegsatmosphäre gepackt werdet. Über kurze Lenkmanöver dürft ihr den Fallschirm ein wenig in die eine oder andere Richtung steuern und sucht euch einen guten Platz zum Landen aus. Wo ihr eure Füße auf die Erde setzt, stellt euch 'Airborne' komplett frei, was letztlich die größte Innovation der 'Medal of Honor'-Reihe darstellt. Zwangsläufig gibt es aber gute und schlechte Landepositionen. Gelingt euch keine astreine Landung, seid ihr für kurze Zeit benommen. Wenn ihr dann mitten in einer feindlichen Stellung herunterkommt, dürfte das Leben des Helden nicht allzu lange währen. Sicherer sind die mit grünem Rauch markierten Landezonen, an denen ihr auch Munition aufsammeln könnt. Jeder Schauplatz bietet aber immer noch einige Speziallandezonen, die euch für die Mission taktische Vorteile verschaffen. Wenn ihr etwa auf einem Kirchturm landet, könnt ihr mit einem Sniper-Gewehr und einer ruhigen Hand kräftig unter den Feinden aufräumen.

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