06.10.2011 - Michael Zeis
Zunächst jedoch startet die zweiteilige Demonstration in vertrauter Umgebung. Ein Klavier klimpert zart das Max-Payne-Thema, während wir dem Schnee beim Fallen zusehen. New Jersey wirkt bei Nacht alles andere als einladend. Zumindest wenn man es durch die Wohnungsfenster unseres gebrochenen Helden betrachtet. Er selbst steht im alten schwarzen Trenchcoat da – mit Haaren auf dem Kopf und noch ohne Vollbart. So kennen wir Max Payne. So haben wir ihn durch seine düstere Film-Noir-Geschichte voller tragischer Verluste, Verrat und Gewalt begleitet. Und wenn eines schon jetzt feststeht, dann dass es ihm im dritten Teil wohl kaum besser ergehen wird.
Die Geschichte wird sowohl in der Jetztzeit als auch in Rückblenden erzählt. Spielerisch bleibt Max Payne im Gegensatz zu den Handlungssprüngen gewohnt linear. Der Fokus bleibt auf dem Erzählen der Geschichte, und das funktioniert am besten, wenn man dem Spieler nicht allzu viele Freiheiten gibt. Seltsam, so etwas ausgerechnet von den Rockstar Studios zu sehen. Erschienen doch sowohl mit Grand Theft Auto IV als auch mit Red Dead Redemption und zuletzt mit dem extern entwickelten L.A. Noire stark handlungsbetonte Open-World-Spiele unter der Rockstar-Flagge. Die alten Max-Payne-Entwickler Remedy standen den Rockstar Studios, die bereits bei der Entwicklung des Vorgängers reichlich Max-Payne-Erfahrung sammeln konnten, beratend zur Seite und hatten offensichtlich großen Einfluss.
Max' Bude ist ein Abbild seiner Psyche: Auf dem Boden liegt Müll, jahrealter Staub bedeckt die Möbel und die Zimmerecken verschwinden in finsteren Schatten. Bis auf das rote Licht einer nahen Neonschrift, das, von den Jalousien zersiebt, schwach in den Raum leuchtet, wirkt die Farbpalette äußerst bedrückend. Der Detailreichtum hingegen erfreut trotz teils deutlichen Kantenflimmerns der gezeigten Xbox-360-Version. Es ist schwierig, sich wiederholende Elemente ausfindig zu machen. Die Designer haben sich sichtbar Mühe gegeben, eine glaubwürdige Umgebung zu schaffen. Dazu gehören auch der stets präsente Verkehrslärm, die Sirenen und die gelegentlichen Hubschraubergeräusche, die an unser Ohr dringen. weiter...
Dreifache Erfahrungspunkte am Wochenende
Nico und Co. machen den Harlem Shake [1]
Sonderpreis für Call of Duty: Black Ops 2
Max Payne 3 - Patch v1.0.0.57 (dt.)
Aktuelles Update für deutsche Fassung
Max Payne 3 - Patch v1.0.0.57 (engl.)
Update für die internationale Version
Max Payne 3 - Comic #1: After The Fall
Erster Comic bei uns zum Download
Jahresrückblick 2012 - Teil 2 - April bis Juni
Teil 2 - April bis Juni
Erfolge / Achievements zum DLC "Deathmatch Made in Heaven Pack"
Steam-Achievements zum DLC "Deathmatch Made in Heaven Pack"
Trophäen / Trophies zum DLC "Deathmatch Made in Heaven Pack"
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Kommentare zu Max Payne 3
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@loligerlol:
Sao Paulo, nicht Rio
Ansonsten vollste Zustimmung meinerseits.
bei manchen "beschwerdestellern" frage ich mich was Max Payne eigentlich im sommer tun soll? macht er da urlaub, weil es nicht schneit und er kein "echter" Max mehr wäre ? nach alaska in den schnee fahren darf er ja auch nicht, da es dann wieder heißt , kein new york gleich kein max payne. also braucht max dringend ein sommer hobby
Wer ein Spiel wegen "Kleinigkeiten" schon vor dem review verteufelt, ist nicht ernstzunehmen. In call of duty 4 ist das geschehen vom 2.Weltkrieg zum Irakkrieg gewandert und keiner hat sich beschwert. Hier ist auch die Spielmechanik die gleiche, die umgebung eine andere. Aber schon unterstellt man dem titel, das es kein max payne ist. Dabei kommt es nicht auf das äußere an, sondern auf das Innere. Es sind immer noch die drogen, bullet-time und "gangster" dabei. Und wie soll man sehen können, dass bei den ersten teilen wirklich new york der schauplatz sei. Nur wegen wolkenkratzer und heruntergekommenen vierteln? Das hat Rio auch. Alles, was new york city hat, hat rio auch (außer vielleicht den schnee). Und man sah doch szenen, wo er noch haare hatte und wie er dann keine hatte. und die geschehnisse der ersten 2 teile können doch nicht spurlos an ihn vorbeigehen. Wenn ich euch aber nicht wirklich überzeugen kann, so bitte ich euch, max payne 3 eine chance zu geben, indem ihr auf das review wartet und es mal auf der Videotheke ausleit. Nach dem grottigen Film kann es nur noch besser werden.
'Mensch ärgere dich nicht' hat aber spielerisch nichts mit 'Call of Duty' gemein - Max Payne 3 wird hingegen wieder ein Third-Person-Shooter mit demselben Protagonisten und derselben Bullet-Time Mechanik, die Max Payne einst so einzigartig machten. Spielt jetzt eben nur in 'ner anderen Stadt und mit einem neuen Look für den Hauptcharakter.
Man könnte auch 'Mensch ärgere Dich' umbenennen in 'Call of Duty: irgendwas', wäre ziemlich das selbe. Aber eben hätte der dritte Teil wieder das gleiche Setting , würden viele auch wieder aufschreien: laaangweilig, keine Innovation, hatten wir schon, keine neue idee , usw. Irgendwie ist es unmöglich alle Spieler zufrieden zu stellen ...
Ich sehe das ebenso wie Syclent und budwyzer, der Max Payne Charackter ist in Teil 3 schon durch den stark veränderten unglaubwürdigen unpassenden Anabolika Glatzen Charackter und die andere Spielwelt dahin. Die Glaubwürdigkeit und Kontinuität der Serie ist mit Teil 3 dahin. Diese Story-, Setting und Charackterentwicklung paßt einfach nicht in das Max Payne Universum und dabei bleibe ich.

Als Fan der Reihe werde ich mal nen Blick auf Teil 3 werfen, wenns für 10 Euro auf dem Wühltisch liegt oder gebraucht billig zu haben ist, aber ein must have Titel ist May Payne 3 für mich in der Form nicht mehr.
ich finde die veränderungen die vorgenommen wurden absolut stimmig.
may payne ist immer noch der selbe saufende, tablettensüchtige und abgehalfterte typ wie eh und je. und die glatze? ach leute...auch ich habe eine zeitlang eine getragen, da es mir als soldat ständige friseurgänge ersparte. mittlerweile sind sie aber wieder länger, auch wenn ich immer noch der selbe soldat bin.
was will ich damit sagen? ich habe schon mehr typ veränderungen als max hinter sich und auch was die wohnorte angeht dürfte ich ihn weit voraus sein. aber das hat mich nicht zu einer anderen person gemacht. menschen entwickeln sich weiter, ändern ihr aussehen, schlagen neue berufe ein usw. diese "er ist nicht mehr exakt so wie immer" sicht erinnert mich an einen 14 jährigen, der glaubt das leben werde ewig so weitergehen.
Ich bin auf Max Payne gespannt. Klar verbindet man Max Payne zuerst mit einem verschneiten New York City. Aber das kanns allein doch nicht sein ?
Auf den neuen Look freu ich mich, weil er (so zumindest was herauslesbar ist) eine nachvollziehbare Entwicklung des Charakters von Max nachzeichnet. Zudem bleibt DAS mit Max Payne verbundene Feature, die Bullettime erhalten und wird noch verfeinert. Wenn man die gestrichen hätte, könnte man sagen, ok kein Max Payne mehr. Aber so ?
Die einzige Frage ist wie man mit dem gealterten und optisch verwandelten Max (keine Anzüge mehr, Glatze) warm wird.
Aber nach aktuellem Stand ist für mich Max Payne 3 ein Instant-Kauf.
Da kann ich Arparso nur zustimmen. Dass eine Serie nicht fortgesetzt werden darf, wenn sie nicht die selbe Szenerie wie die der Vorgänger aufweist, halte ich für Unsinn und viel zu einschränkend für Entwickler.
Die Geschichte um Max Payne kann doch sehr gut auch in Brazilien spielen, wenn es dort auch mal bei nacht spielt oder in den Slums umso besser (damit nicht zu sehr das Urlaubsfeeling aufkommt ;-) )
Die Rechnung "Max Payne = verschneites NY" halte ich für zu verbohrt.
Ich finde diese Sicht zu einschränkend. Effektiv sagst du ja: entweder was komplett Neues erschaffen oder das Alte bis zur Vergasung wiederholen. Dem kann ich ganz und gar nicht beipflichten: Sequels sind die ideale Gelegenheit, das bereits geschaffene Universum, die Charaktere und die Spielmechanik weiter auszubauen, zu verfeinern und neue Facetten zu erkunden - das geht aber nicht, wenn man sich kategorisch jeder Veränderung widersetzt.


Ist in der Literatur, im Film oder TV doch auch nicht anders. Beispiel Alien-Filme: jeder der Nachfolger hat seinen eigenen Stil entwickelt und sich seine eigene Identität geschaffen, anstatt einfach den ersten Teil blind zu kopieren. Trotzdem finden sich die wichtigsten Kernelemente in jedem Teil wieder und schaffen so eine Filmreihe, die heute noch Referenzcharakter im Sci-Fi-Horror-Bereich besitzt.
Und ja, der vierte Teil zeigt, dass das auch schiefgehen kann, aber "no risk, no fun", oder?
Ich persönlich hätte es jedenfalls langweilig gefunden, mich mit demselben Max durch dieselbe Szenerie zu ballern, wieder mal begleitet von einer taffen Femme Fatale á la Mona Sax. Das hatten wir schon zweimal, brauche ich kein drittes Mal. Warum also nicht Max in ein (für den Spieler) ungewohntes Umfeld werfen und sehen, was passiert? Es ist ja nicht so, dass die Story in diesem Punkt "unrealistisch" wäre...
... Ja.
Ich weiß, dass es Ironie sein sollte, aber es ist was dran. Max Payne ist kein Spieluniversum, es hat sich immer im Mikrokosmos New York bewegt und ist nie darüber hinausgegangen. Es hat sich immer mit der Szenerie, mit dem Ton der Stadt, mit dem Copleben in New York identifiziert. An sich gibt es nicht viele Faktoren, die "Max Payne" ausmachen, das Bullet Time z.B. interessiert mich da gar nicht und tastet die Spielwelt an sich auch nicht an. Die kleine Spielwelt, die es jedoch hatte, mit den paar Charakteren, wird jedoch jetzt komplett zurückgelassen; wahrscheinlich, weil einfach nicht mehr genug Material am Ende von Teil 2 da war, dass man dachte man müsse darauf aufbauen. Die logische Konsequenz wäre an dieser Stelle aber entweder Remedy zu fragen, wie sie das fortsetzen wollten (ich gehe mal davon aus, dass sie noch irgendwas zu erzählen hatten mit Max), oder [i]ein Sequel sein zu lassen[/i]. Da man sich aber das Geld nicht entgehen lassen wollte, reitet man auf der Story rum. Die Veränderungen an der Story an sich sind für mich keine Tragödie, ich kann auch, wenn ich mich anstrenge, sehen, was Rockstar hier macht, ich sehe nur nicht die Notwendigkeit die Serie nochmal auszupacken, wenn man an sich intern mit den ersten beiden Teilen abzuschließen scheint. Und das ist dann nur ein weiterer Tropfen in dem Fass der überquellenden Sequels, die die Welt nicht wirklich braucht. Und das verhindert, dass mal wieder was Originelles gemacht wird, und/oder Erfolg haben kann. Achja:
... Nein.
Das ist das, was ich vorhin meinte. Entweder man macht was NEUES, also sein eigenes Ding, ODER man bleibt einer Sache treu. Natürlich sage ich nicht, dass Veränderung schlecht ist, aber die Art der Veränderung in der Spieleindustrie ist nur der Art, dass man möglichst viel Geld machen kann, ohne sonderlich kreativ und waghalsig zu sein. Wenn man eine Serie (was Max Payne mit zwei Titeln ja kaum ist) an den Rand getrieben hat oder sie vom Sand der Zeit verschluckt wurde, dann abstrahiert man sie nicht auf Teufel komm raus und bringt was Neues (z.B. Splinter Cell) , sondern beendet sie oder lässt sie in Frieden ruhen. Dieses "[b]bisschen [/b]Raum für Veränderung" ist die schlimmste Krankheit der Spieleindustrie.
Die künstlerische Vision und das Design? Muss jetzt jedes Max Payne Spiel im verschneiten New York spielen, damit es noch ein "echtes" Max Payne Spiel ist?
Und wieviel wurde denn am Charakter verändert? Ok, er hat jetzt 'ne Glatze... das ist aber wohl kaum ein fundamentaler Wechsel und IMHO nicht schlimmer als sein veränderter Look nebst Blitz-Alterung im zweiten Teil. Ansonsten scheint er aber der selbe verbitterte und von inneren Dämonen gejagte Typ zu sein, den er schon in beiden Vorgängern mimte.
Ne, da kann ich mich nicht anschließen. Ein bisschen Raum für Veränderung muss einfach sein. Ich bin sogar froh, dass Rockstar nicht die einfallslose Route fährt und ein 08/15-Sequel mit lediglich aufgebohrter Grafik rausbringt, sondern dem Titel einen eigenen Look verpassen will, der ihn von den Vorgängern abhebt. Schlüsselelemente des Max Payne Franchise mit dem tragischen Antihelden und der (damals) spektakulären Bullet Time á la John Woo bleiben auch weiterhin erhalten, während der angedeutete Film Noir Look nun etwas angepasst wird. Diesen Kompromiss finde ich bisher okay und dass auch tropische Paradiese für düstere Handlungen herhalten können, lehrt uns spätestens die Filmwelt.
Ob es am Ende funktioniert, ist natürlich 'ne andere Frage... aber eine Frage, die sich erst zum Release endgültig beantworten lässt.
Dass es "spielerisch" nicht sonderlich anders ist, oder sein wird (ich habe es ja nicht gespielt, und werde das auch nicht tun), hat nicht so viel mit der Sache zu tun.
Was "genau" verändert wurde? Die künstlerische Vision. Das Design. Der titelgebende Charakter. Also die Identität des Spiels. Es bringt nichts Rockstar an der Stelle zu verteidigen - es mag sein, dass sie ein gutes Spiel produzieren werden, aber sie haben die Marke genommen, um mehr Sicherheit zu haben, dass das Spiel Geld macht. Nicht, um Fans die Fortsetzung zu geben, die sie schon immer wollten, und nicht, weil sie die Essenz des Spieles so toll fanden - denn dafür haben sie sich daran viel zu stark vergriffen. Ich versteh' so ein Verhalten einfach nicht; wollen sie ein Sequel machen, sollen sie sich mit Remedy kontaktieren und informieren, in welche Richtung diese gehen wollten. Wollen sie ein neues Spiel in Sao Paulo machen, sollen sie das halt bitte mit ihrer eigenen Marke tun. Ich hasse diese Politik Serien zu nehmen und Sequel nach Sequel bis hin zur Verfremdung draufzuknallen, das ist nichts Halbes und nichts Ganzes.
Naja gut, aber was genau wurde denn nun eigentlich verändert? Spielerisch ist es nach wie vor ein lineares Ballerspiel mit Bullet-Time und Hechtsprüngen in Zeitlupe. Was sich gewandelt hat, ist der Ort der Handlung - kein verschneites New York mehr, sondern eben nun Sao Paulo, das ebensogut als Kulisse für einen düsteren Action-Thriller um Korruption und Drogen herhalten kann wie sein geographischer Vorgänger.
Wenn der Szenerie-Wechsel Grund genug ist, dass Max Payne 3 kein "richtiges" Max Payne mehr werden kann, dann müssen wir wohl auch Uncharted 2 und 3 umbenennen - oder spielen die noch auf einer zugewucherten Tropen-Insel wie der erste Teil?
... und obwohl ich den Stilwechsel von MP3 nun sogar verteidige, bin ich dabei selbst noch skeptisch. Angesichts des Entwicklerwechsels und des Alters der "Max Payne"-Reihe (das Shooter-Genre hat sich seitdem ja durchaus weiterentwickelt) gibts dafür auch noch genug andere Gründe. Aber lasst doch bitte die Kuh im Dorf und gebt dem Titel eine Chance - vorher alles zu verurteilen, ist doch irgendwie überstürzt, oder nicht?