Test - Magnat SB 180 : TV-Soundbar zum humanen Preis

  • PC
  • PS4
  • One
  • Mob
Von Kommentieren

Abgesehen von der Lautstärke habt ihr leider relativ wenig Möglichkeiten, den Klang der Soundbar zu beeinflussen, was allerdings nicht so ungewöhnlich ist für derartige Geräte. Immerhin sind vier Presets vorhanden, die ihr per Fernbedienung auswählt. Der Modus „Linear“ liefert ein insgesamt ausgewogenes Klangbild, das uns dank seiner gleichmäßigen Präsenz von Bässen, Mitten und Höhen am besten von den vier Presets gefiel.

Auf „Movie“ bekommen die Bässe mächtigen Schub, sodass es ordentlich rumst und rumpelt in der Hütte. Gerade bei Titeln wie Battlefield 1 macht das richtig Freude, zumal die restlichen Geräusche davon nicht erschlagen werden. Die Nachbarn dürften sich darüber allerdings weniger freuen. Insgesamt ist es erstaunlich, welchen Druck der doch recht kleine Subwoofer erzeugt. „Voice“ liefert eine deutliche Absenkung der tiefen Frequenzen zugunsten klarerer Sprachausgabe. Wirklich schön klingt das allerdings nicht und dürfte ohnehin nur bei sehr dialoglastigen Filmen sinnvoll sein.

Der Modus „Musik“ liegt irgendwo zwischen „Movie“ und „Linear“ mit leicht angehobenen Bässen und Höhen. Hier kommt es allerdings ein wenig auf das Musikgenre an, welcher Modus einem mehr zusagt. Speziell akustische Klänge gefielen uns im neutralen Modus etwas besser, aber das ist natürlich ein bisschen Geschmackssache. Insgesamt sind die vier Presets aber durchaus gelungen, lediglich eine separate Funktion zum stufenweisen Regeln der Bässe hätten wir uns gewünscht, denn je nach Abmischung der Klangquelle war der Movie-Modus fast ein wenig zu überzogen.

Für ihre Preisklasse jedoch liefert die SB 180 klanglich insgesamt eine sehr überzeugende Vorstellung. Der Sound ist angenehm voll und breit, der Subwoofer bringt ordentlich Druck hinter die tiefen Frequenzen. Die Mitten kommen ebenfalls nicht zu kurz und auch die Höhen werden vom Klanggewitter nicht erschlagen, sondern bleiben transparent und detailreich. Natürlich kann die SB 180 nicht den teureren Systemen wie Teufel Cinebar oder gar Sonos Playbar die Stirn bieten, für den Preis kann man allerdings nicht meckern. Die Konkurrenz ist allerdings nicht gerade klein, Hersteller wie LG, Samsung oder JBL bieten eine ganze Reihe Alternativen auf ähnlichem Preisniveau. Falsch macht ihr mit dem Magnat-Modell jedenfalls nichts.

Greift zu, wenn...

… ihr wenig Platz oder nur ein kleines Budget für ein Soundsystem habt, aber trotzdem Spiele wie Battlefield & Co., Filme oder Musik mit ordentlichem Soundgewitter auch mal ohne Headset genießen wollt.

Spart es euch, wenn...

… ihr ohnehin vorwiegend mit einem Headset spielt oder auf komplette 5.1- oder 7.1-Systeme setzt.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Starke Einsteiger-Soundbar mit kräftigem Klang

Die Magnat SB 180 entpuppt sich als starke Einsteiger-Soundbar, der es zwar erwartungsgemäß etwas an der Ausstattung mangelt, die aber einen klaren und kraftvollen Klang ins Zockzimmer pustet. Die Bässe kommen, je nach Modus, druckvoll bis wuchtig daher, ohne dass Mitten und Höhen darunter leiden. Gerade wer nicht viel Platz oder nur ein kleines Budget hat, kann mit einer solchen Soundbar unter der Glotze glücklich werden, zumal dank der Presets auch Filme oder Musik nicht zu kurz kommen. Natürlich dürft ihr keinen fetten Dolby-Surround-Sound erwarten, die SB 180 schafft dennoch einen dichten und kraftvollen Klangteppich.

Anschluss und Bedienung sind kein Problem. Der Verzicht auf HDMI-Ports kann für kleines Geld durch einen HDMI-Switch mit TOSLINK-Ausgang kompensiert werden, will man nicht alle Konsolen, Receiver oder Set-Top-Boxen direkt am Fernseher anschließen, zumal nicht jeder mit einem passenden Audioausgang aufwartet. Die gut funktionierende Bluetooth-Konnektivität ist überdies ein willkommenes Extra. Alles in allem ein durch und durch empfehlenswertes Paket für kleinere Räume oder weniger gut bestückte Geldbeutel.

Überblick

Pro

  • platzsparend
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Bluetooth
  • Dolby-Digital-Decoder
  • Fernbedienung
  • gut abgestimmter Klang mit mächtig Wumms in den Bässen, aber dennoch guten Mitten und klaren Höhen
  • breites und detailreiches Klangbild
  • vier brauchbare Presets

Contra

  • keine USB- und HDMI-Eingänge
  • kein Display für Modus-/Source-Anzeige
  • keine separate Bassregelung

Awards

  • Hardware Tipp

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel