Test - Mad Max : Verlorene Welt

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Alles ist zerstört und die letzten Überlebenden vegetieren im Dreck: Mad Max offenbart wie die gleichnamige Filmserie eine düstere Dystopie, in der die Welt einer flächendeckenden Wüste gleicht und die Bewohner immer mehr wie entstellte Mutanten aussehen. Hoffnung auf Besserung gibt es nicht, was euch aber nicht daran hindert, das Beste aus der Situation zu machen.

Max Rockatansky hat eigentlich nur noch miese Tage, aber der heutige wiegt besonders schwer: Aufgrund einer Auseinandersetzung mit dem grobschlächtigen Scarbrous Scrotus und dessen Schergen verliert er sein Auto, seine Waffen und überhaupt sein gesamtes Hab und Gut. Freilich sinnt er auf Rache und baut gemeinsam mit dem buckeligen Chumbucket ein neues Fahrzeug mit dem bedeutungsschwangeren Namen Magnum Opus. Doch das ist in einer Welt, die fast ausschließlich aus ödem Land und zerfallenen Ruinen besteht, gar nicht so einfach.

Die Story von Mad Max beschränkt sich über weite Strecken auf das besagte Bauen des Fahrzeuges sowie das Zelebrieren stereotyper Charaktere und ist dementsprechend anfangs wenig spannend. Erst in der zweiten Hälfte und vor allem dem letzten Drittel dreht der Plot mächtig auf und wartet mit richtig bösen Wendungen auf. Das Problem dabei: Ihr spürt regelrecht, wie sich die nächste Katastrophe anbahnt, und könnt nichts dagegen tun. Stattdessen müsst ihr tatenlos die zugehörigen Zwischensequenzen ansehen und euch in das Schicksal ergeben, das die Entwickler für euch vorbestimmt haben.

Zerstörungswut auf vier Rädern

Das Spiel selbst ist von Beginn an gehaltvoller und dürfte den einen oder anderen in den ersten Stunden überfordern. In der mächtig großen Welt wimmelt es nur so vor Spielelementen, die ihr nach und nach erlernt. Neben den fünfzehn Story-Missionen gibt es zahlreiche optionale Aufgaben, in denen ihr entweder den Bewohnern des Ödlands Gefälligkeiten erweist oder ein feindliches Lager einnehmt. Dieses gehört anschließend euch und produziert regelmäßig Schrott, der als Währung dient.

Für eure Lebensenergie müsst ihr Wasser oder Nahrung zu euch nehmen, während der Magnum Opus gewöhnlichen Treibstoff frisst. Des Weiteren tragt ihr nützliche Utensilien wie Brechstange, Taschenlampe oder Fernglas bei euch. Letzteres kommt zum Einsatz, wenn ihr euch in einem Heißluftballon einen Überblick über das nahe gelegene Gebiet verschafft. So erspäht ihr problemlos von Weitem wichtige Gebäude und heimtückische Scharfschützen, die anschließend auf eurer Karte markiert werden.

Mad Max - Ingame Opening Trailer
Dieses Video präsentiert euch schonmal die Eröffnungssequenz des Endzeit-Titels Mad Max.

Mit dem Schrott könnt ihr zum einen den Magnum Opus aufrüsten, indem ihr beispielsweise das Rammgitter verstärkt, den Motor verbessert oder die Felgen ersetzt. Zum anderen dient er auch zum Aufwerten von Max selbst, der jederzeit eine widerstandsfähigere Jacke oder kräftigere Schlagringe vertragen kann. Zu guter Letzt trefft ihr auf den ominösen Griffa, der eure Langlebigkeit, eure Willenskraft oder euren Stoffwechsel zur effizienteren Nahrungsaufnahme verbessert. Dafür benötigt ihr allerdings keinen Schrott, sondern spezielle Punkte, die ihr durch das Bestreiten von zumindest teilweise generischen Aufgaben erhaltet.

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