Preview - Lucky Luke Western Fever : Lucky Luke Western Fever

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Lucky Luke ist einer der bekanntesten Cartoons der Gegenwart. Die Serie und vor allem die Comics haben eine grosse Fangemeinde, die jedoch seit Mitte Juli in grosser Trauer liegt. Denn damals verstarb der Erfinder Morris, im Alter von 77 Jahren, kurz nach Fertigstellung des 66. Bandes. Grosser Beliebtheit bei der jüngeren Zielgruppe erfreuen sich auch diverse Versoftungen von Lucky Luke für Game Boy und andere Plattformen. Mit 'Lucky Luke Western Fever' erscheint nun nach 1998 ein zweiter Teil für die PSone.

Lucky Luke Western Fever
Lucky Luke auf dem Weg zu einem neuen Abenteuer.

Mit seinem Vorgänger hat der Titel aber kaum noch etwas zu tun. Damals spielte man grösstenteils in einer Seitenansicht und musste über diverse Hindernisse in klassischer 'Jump'n Run-Manier hinwegspringen. Die Programmierschmiede Kalisto, bekannt durch 'Nightmare Creatures I & II', hat für den inoffiziellen Nachfolger ein anderes Spielkonzept gewählt. Nach Wahl der Sprache und etlichen Kurzintros findet ihr euch im Hauptmenü wieder. Dort besteht zumindest in der Preview-Fassung lediglich die Möglichkeit, ein neues Abenteuer zu starten oder freigespielte Boni anzuschauen. Abgesehen davon könnt ihr euren Bildschirm zentrieren und die Steuerung frei zu konfigurieren. Einen Zwei- oder Mehrspieler-Modus gibt es leider nicht.

Lucky Luke Western Fever
Anfangs sind die Gegner noch nicht in der Überzahl.

Nach dem Spielstart werdet ihr durch eine hübsche Sequenz auf eure Aufgabe vorbereitet. Euer Pferdchen Jolly Jumper erzählt euch, was das Ziel des Levels ist und wird auch im späteren Verlaufe des Spieles wertvolle Hinweise geben. Das erste Level ist noch eine Art Tutorial - ihr sollt lediglich durch die Wüste spazieren und diverse Gauner erledigen. Ziel ist die Befreiung eines Indianers, der von den Gaunern festgehalten wird. Schon während dieser Einführungssequenz wird ein gravierender Unterschied zum Original-Teil deutlich. Gespielt wird in einer kompletten, wenn auch nie sonderlich umfangreichen 3D-Umgebung. Ihr bewegt euch aus einer 3rd-Person Perspektive fort, dabei ist eurer Weg aber recht linear ausgefallen. Grosse Bewegungen sind nicht möglich, da der Weg durch Häuser, Wände oder anderen Objekten eingegrenzt ist. Viel Bewegungsfreiraum gibt es folglich nicht. Lucky Luke ist auch nicht mehr in der Lage zu springen. Resultat: Alle Levels der Preview-Version sind leicht zu überschauen und ihr werdet keine Probleme haben, euch zurechtzufinden. Ob das aus technischen Mängeln resultiert oder eben auf die Zielgruppe zugeschnitten ist, könnt ihr selbst entscheiden.

Lucky Luke Western Fever
Ein versperrter Weg - hier muss ein Item benutzt werden.

Im ersten Level beispielsweise rennt ihr mit Lucky nur gerade aus. In fortgeschritteneren Welten treten aber auch schon mal Sackgassen und Weggabelungen auf. Auf eurem Weg trefft ihr häufig auf einige Items und einer Vielzahl an Gegnern an. Lucky besitzt einen Revolver mit unendlich Munition - in den Kämpfen gegen die Gauner wechselt die Ansicht automatisch in eine Seitenansicht. Ähnlich wie auf Schiessbuden steht Lucky dann hinter einem Fass und wartet auf im Hintergrund auftauchende Gegner. Diese verstecken sich ebenfalls hinter Mauern oder andere Gegenständen, tauchen in bestimmten Zeitabständen auf und schiessen auf Lucky. Ihr versucht euch rechtzeitig zu ducken oder den Gegnern zuvor zu kommen. Das Problem: mit steigenden Level tauchen diese Gegner vermehrt auf. So heisst es später oftmals 'Einer gegen Fünf', wobei drei Gegner fast zeitgleich aufspringen und schiessen. Gesteuert wird dabei stets mit dem normalen Steuerkreuz - ihr könnt so nur sprungweise nach links oder rechts, beziehungsweise oben und unten bewegen. Eine genaue und schnelle Anvisierung der Gegner ist daher leider nicht gewährleistet. Ich ging schnell dazu über, mich auf einen einzigen Gegner zu fixieren und diesen auszuschalten, bevor ich mich den anderen widmete. Dabei habe ich die Schussfrequenzen der Gegner beobachtet - es gibt dort Unterschiede pro Gegnerklasse: Manche lassen sich vor einem Schuss sehr viel Zeit und verschwinden erst langsam, andere schiessen sofort und verschwinden dafür langsam, wobei einige auch drei Schüsse in Folge abgeben können, und so weiter. Ihr werdet, um letztlich überhaupt fortschreiten zu können, jede Klasse sofort zuordnen können müssen, um zu wissen, wann ihr Zeit für Schüsse habt. Auch hier wird es mit dem zunehmenden Spielverlauf schwieriger, dies zu handhaben. So halten zum Beispiel die Fässer, hinter denen Luke sich versteckt, nur eine bestimmte Anzahl an Treffer aus, bevor sie sich letztlich auflösen und Luke somit keine Deckung mehr besitzt. Es kreuzen auch Gegner auf, die ihr nur besiegen könnt, indem ihr erst ein Hindernis anschiesst, an dem der Schuss abprallt, um den Gegner an seinem Schwachpunkt zu treffen. Gelegentlich taucht auch mal der Hund Rantanplan aus der Versenkung auf, den ihr besser nicht treffen solltet.

 

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