Test - Lego Star Wars : Lego Star Wars

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Der Abschluss der zweiten 'Star Wars'-Trilogie steht kurz bevor. Zahlreiche Fans rund um den Erdball können es kaum noch abwarten, 'Episode 3' in den Kinos bewundern zu dürfen. Doch wie bringt man die restliche Wartezeit am besten rum? Das gleichnamige Spiel erscheint genau wie der Film erst im nächsten Monat. Was also tun? Die Antwort ist einfach: 'Lego Star Wars' zocken.

'Star Wars' im Lego-Gewand - das klingt im ersten Moment sicherlich bizarr und lässt zwangsläufig einige Zweifel aufkommen. Macht aber bloß nicht den Fehler, dem Spiel keine Chance zu geben - ihr verpasst etwas. Die Jungs von Traveller's Tales servieren euch ein spaßiges Action-Adventure, das sowohl den 'Star Wars'- als auch den Lego-Flair auf grandiose Art und Weise einfängt und diese beiden Welten optimal miteinander vermischt. Zwei Kindheitsträume finden zusammen.

SF-Geschichtsstunde

Wie bereits erwähnt, ist 'Lego Star Wars' ein reinrassiges Action-Adventure, das euch durch die komplette zweite Trilogie der SF-Saga von George Lucas führt. Wer jetzt an eine billige Kopie der Filmvorlagen denkt, soll sich noch nie so geirrt haben. Den Entwicklern standen die offiziellen Lizenzen beider Parteien zur Verfügung und sogar Mr. Lucas persönlich schaute den Programmierern ab und zu mal über die Schulter. Somit war schon im Vorfeld dafür gesorgt, dass zumindest das atmosphärische Fundament stimmt. Dies ist Traveller's Tales auch wirklich sehr gut gelungen, denn man fühlt sich von der ersten Minute an direkt in die fantastische Welt des Jedi-Epos hineinversetzt. Im Verlauf des Spiels reist ihr durch alle drei Episoden der zweiten Trilogie und nehmt an allen wichtigen Ereignissen der Hollywood-Streifen teil. In Episode 1 marschiert ihr zunächst als Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi durch das Schiff der Handelsförderation und schlagt euch bis nach Naboo durch, um Prinzessin Amidala zu Hilfe zu eilen. Später verschlägt es euch nach Geonosis, ihr nehmt an einer Schlacht mit Klonkriegern teil und reist am Ende zu den Schauplätzen von 'Episode 3', wo... Nun, wir wollen an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Nur so viel: Wir waren erstaunt, dass ein Spiel, das so früh vor dem neuesten Kinofilm erscheint, bereits wichtige Storystellen preisgibt.

Was sofort ins Auge fällt, ist die enorme Liebe zum Detail, den die Entwickler an den Tag legten. Sämtliche Locations und Charaktere sind mit zahlreichen Einzelheiten ausgestattet, die den Originalvorbildern zum Verwechseln ähnlich sehen. Kleine Droiden tippeln durchs Bild und riesige Vogelschwärme flattern bei der Invasion von Naboo aus den Büschen heraus - eine lebendige und glaubhafte Spielwelt entsteht. Inhaltlich scheint also alles zu stimmen, doch wie sieht es mit dem Spiel an sich aus? Abhängig von der jeweiligen Episode - diese sind nochmals in mehrere Kapitel unterteilt - schlüpft ihr in die Rolle eines bekannten Charakters und springt, schlagt und schießt euch durch die einzelnen Level und sammelt nebenbei massig Münzen ein. In eurer Begleitung befindet sich mindestens ein KI-gesteuerter Kumpane. Diese agieren selbstständig, allerdings nicht immer wirklich clever. Während Amidala & Co auf Feuerwaffen zurückgreifen, nehmen die Jedi-Ritter natürlich ihr Lichtschwert zur Hand, säbeln damit ihre Gegner um oder wehren auf Knopfdruck Laserstrahlen ab. Trotz kleiner Kombo-Attacken und eines mächtigen Sprungangriffs bieten die Scharmützel auf Dauer allerdings wenig spielerische Abwechslung. Seltsamerweise fällt das jedoch kaum ins Gewicht, denn Spaß machen sie trotzdem. Das liegt sowohl an der tollen Atmosphäre als auch an der unkomplizierten Steuerung.

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