02.08.2012 - Yves Günther
Bekanntlich arbeitet Valve zurzeit daran, seinen Steam-Client und seine Spiele auf die Linux-Plattform zu bringen. Auch, weil man beim Kult-Entwickler unzufrieden über die Richtung von Windows 8 ist und sich für alle Fälle ein zweites Standbein als Absicherung aufbauen wolle.
Als erstes Versuchsexemplar für die Portierung wurde der Zombie-Shooter Left 4 Dead 2 ausgesucht, mit dem der Entwickler erste Schritte im kostenlosen Linux-Betriebssystem Ubuntu 12.04 macht. In der initialen Version des Spiels erzielte man auf der Testplattform mit Intel Core i7 3930k, Nvidia GeForce GTX 680 und 32 GB Arbeitsspeicher gerade einmal sechs Bilder pro Sekunde, was jedoch anfangs normal für einen Port sei.
Nach diversen Optimierungen unter der Haube und enger Zusammenarbeit in Punkto Grafik-Treibern mit Nvidia, AMD, und Intel erreicht Left 4 Dead 2 nun mit dieser Konfiguration 315 Bilder pro Sekunde. Die Windows-7-Version mit Direct3D kommt hingegen nur auf 270,6 Bilder pro Sekunde, die OpenGL-Schnittstelle erreicht unter dem Microsoft-Betriebssystem nun immerhin 303,4 Bilder pro Sekunde.
"Dass die Linux-Version schneller läuft als die Windows-Version erscheint ein bisschen unerwartet, da wir der Windows-Version mehr Zeit gewidmet haben", schreibt Valve in seinem Blog über die aktuellen Fortschritte. "Allerdings unterstreicht es die zugrundeliegende Effizienz des Kernels [von Linux] und OpenGL."
Die Erkenntnisse, die Valve unter Linux gewonnen hat, sollen in Bälde auch der Direct3D-Version von Left 4 Dead 2 für Windows zugute kommen. Auch andere Spiele des Entwicklers um Gabe Newell und nicht zuletzt die Linux-Community sowie OpenGL dürften erheblich davon profitieren.
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Kommentare zu Left 4 Dead 2
nicht nur danach. valve scheint zwischen guten spielen immer mehrere jahre vergehen zu lassen, bis wenigstens was angeküniugt wird. portal 2 war ja das letzt spiel von valve, das gut war. left for dead 1 & 2 waren ja nicht so der reißer.
ein portal 3 wäre aber viel geiler als half life 3
Höre ich da ein leises verlangen nach Half Life 3?
valve sollte sich mal weniger drauf konzentrieren andere betriebssysteme enizubinden, als vielmehr wieder eigene gute spiele zu produzieren
Stellt sich die Frage ob es auch unter moeglichst vielen Hardware-Varianten laeuft und was passieren wuerde, wenn sie auch nochmal Arbeit (vor allem enge Zusammenarbeit mit nVidia/ATI) in die DX-Version stecken.
Und ansich ist es doch auch fast egal ob DX oder OGL, sie kommunizieren eh beide mit dem Graka-Treiber und dem was er anzubieten hat. Von daher ist D3D technisch OGL nicht ueberlegen, aber aus software- und entwicklungstechnischer Sicht schon.
LfD2 unterstuetzt afair doch nicht mal DX10/11, oder irre ich mich? Dazu kommt eine uralte Engine, wo ich ich mich auch frage, ob sie wirklich mit der Zeit mitgegangen ist. Nur weil sie evtl. neue Techniken grundsaetzlich unterstuetzt, heisst es nicht, dass sie sie auf sinnvolle Weise unterstuetzt. Ebenso haben sich bei aelteren 'Techniken' Dinge geaendert...
Ob auch alle Effekte unter Linux oder OSX genauso laufen wie unter Windows? Oft gibt es da unterschiede.
Unter MacOS laufen die allermeisten spiele immer noch schlechter udn mit weniger FPS als bei Windows, auch die Valve-Spiele. Hoffentlich machen sie da auch bald mal was.
klingt doch so, als ob OpenGl directx doch nicht unterlegen zu sein scheint.
Zumindest hört man das immer öfter.
Aber das ein relativ aktuelles Spiel auf Linux so gut läuft finde ich sehr gut.
Wenn mehr Portierungen so gut laufen, dann bekommt Windows ihrgendwann mächtig Konkurrenz.
Naja man darf ja noch hoffen, oder?