Test - Largo Winch: Empire under Threat : Largo Winch: Empire under Threat

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Largo Winch: Empire under Threat
Largo Winch auf Reisen.
Rätseln für Anfänger
Das Gameplay von 'Largo Winch: Empire under threat' besteht größtenteils darin, durch einige zusammenhängende Räume oder Ortschaften zu spazieren und die richtigen Gegenstände zu finden und zu kombinieren, um schließlich Zugang zu neuen Lokalitäten zu haben. Meist ist es dabei recht klar, wie ihr euer Weiterkommen zu gestalten habt, so dass nur die eigentliche Ausführung noch offen ist. Allerdings zeigt sich auch diese nicht besonders anspruchsvoll. So fällt vor allem auf, dass sich euer Inventar immer wieder leert, um unnötige und nicht mehr benötigte Objekte verschwinden zu lassen. Für die Bewältigung jeglicher Hindernisse gilt es daher nur, die vor Ort vorhandenen Gegenstände einzusetzen, deren Zweck oftmals eindeutig ist.

Was das Ganze aber erschwert, und zwar auf unangenehme Art und Weise, ist das eigentliche Spielsystem. Wenn ihr nämlich vor einem wichtigen Objekt steht, sollten am rechten oberen Bildschirmrand zwei Aktionsmöglichkeiten sichtbar werden: 'Betrachten' und 'Aufnehmen'. Leider ist die Abfrage, wann ihr denn nun eine Aktion ausführen könnt, eher bescheiden. Manchmal kann es passieren, dass ihr einige Zeit sinnlos alle Ecken und Winkel ablaufen müsst, um den richtigen Platz zu finden, um an einen winzigen, zuvor anscheinend unwichtigen Gegenstand zu kommen.

Largo Winch: Empire under Threat
Eines der Rätsel im Spiel.

Um zwischendurch für Abwechslung zu sorgen, gibt es immer mal wieder Minispiele oder auch Kämpfe zu bewältigen. Beispielsweise müsst ihr regelmäßig euer Geschick als Hacker beweisen, indem ihr euch über Knotenpunkte Zugriff auf wichtige Daten verschafft, während gleichzeitig die Sicherheitssysteme des Netzwerks versuchen, euch davon abzuhalten. Aber auch eine gepflegte Runde Poker oder diverse kleine Rätsel sind mit dabei. Während die eben erwähnten Aufgaben auf Dauer zwar nervig sein können aber zumindest nicht unfair sind, sieht es bei den Kämpfen anders aus. Hier hat man sich auf ein Kampfsystem berufen, das stark an ein Rollenspiel erinnert. So müsst ihr Largo Winch und seinen Gefährten rundenweise Anweisungen erteilen, wie sie auf den Gegner reagieren sollen. Leider wurde hier ein entscheidender Fehler begangen: Da die Integration komplexer Werte und Attribute zu aufwändig gewesen wäre, entscheidet eigentlich allein der Zufall darüber, ob ihr bei einem Kampf sofort erfolgreich seid oder grün und blau geschlagen werdet. Wenn letzteres wiederholt auftritt und ihr schlicht nichts dagegen tun könnt, ist dann natürlich Frust angesagt.

Largo Winch: Empire under Threat
Die Zwischensequenzen wissen zu gefallen.

Technik ohne Höhepunkte
Grafisch weiß 'Largo Winch: Empire under threat' auf Anhieb durchaus zu gefallen. Auch wenn eigentlich nichts Spektakuläres geboten wird und sich auch die teils leeren und tristen Lokalitäten negativ bemerkbar machen, so ist das Bild doch schön 'sauber' - unangenehmes Flimmern oder auch die Bildung von Pixelkanten sucht man also vergebens. Zudem gefallen die teils detailliert eingerichteten Innenräume, durch die unser Held mit seinen leider eher hölzernen Animationen wandert.

Auch für das Ohr gibt es angenehme Unterhaltung, so passt sich die Hintergrundmusik dem aktuellen Geschehen an und vermittelt daher einiges an Stimmung. Die englische Sprachausgabe sorgt für gemischte Gefühle, da sich hier einerseits professionelle und andererseits aber scheinbar lustlose Sprecher abwechseln.

 

Fazit

von Sascha Szopko
Schade, dass man sich bei 'Largo Winch: Empire under threat' nicht etwas mehr Mühe gegeben hat. Während das grundlegende Gameplay vor allem für Freunde klassischer Adventures ansprechend ist, zeigt sich die Umsetzung des Ganzen eher durchwachsen. Besonders unverständlich ist die allgemeine Unausgeglichenheit des Spiels. Während die normalen Spielszenen einfach gehalten wurden, trumpfen einige obligatorische Minispiele mit einem umso höheren Schwierigkeitsgrad auf. Besonders die unfairen, auf Zufall basierenden Kämpfe können hier für Frustattacken sorgen. Ebenfalls negativ anzumerken ist die kurze Spieldauer, die erfahrene Spieler bereits nach etwa sechs Stunden den Abspann erblicken lässt.  

Wertung

  • Xbox
    62
    %

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