18.11.2010 - Michael Zeis
Wir befinden uns im Jahr 1947 kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Los Angeles erlebt dank des Hollywood-Booms einen wirtschaftlichen Aufschwung. Unter der glamourösen Oberfläche tun sich jedoch kriminelle Abgründe auf, wie sie die Stadt selten erlebt hat. Dementsprechend finster beginnt der rund einstündige Ausschnitt aus L.A. Noire, den wir zu sehen bekommen: In einer regnerischen Nacht rast ein Auto offenbar unkontrolliert eine Böschung hinab. Was zunächst wie ein normaler Unfall erscheint, entpuppt sich schon bald als viel mehr.
Unser Protagonist trägt den Namen Cole Phelps und wird im Spiel vom Schauspieler Aaron Staton dargestellt. Staton wurde in den USA durch die sehr erfolgreiche Serie „Mad Men" berühmt, wo er eine der Hauptrollen als Mitarbeiter einer Werbeagentur in den frühen 60er-Jahren spielt. Als Cole Phelps schlüpft er nun in die Rolle eines Polizisten mit zweifelhafter Kriegsvergangenheit und untersucht den Unfallort zusammen mit seinem Partner Stefan Bekowsky. Den Namen müsst ihr euch nicht merken, denn Coles Partner wechseln im Laufe der Rahmenhandlung. Seine Karriere führt ihn nämlich durch verschiedene Dezernate. Die Hauptgeschichte dient als roter Faden, der die einzelnen Fälle verbindet - wie eben auch den Unfall, um den sich unser Held nach einer kurzen Einweisung in der Polizeistation kümmert.
Am Ort des Geschehens erwarten euch ein leicht demoliertes Fahrzeug, das bei seiner Abfahrt gegen eine große Werbetafel geprallt ist, sowie weitere Kollegen, die euch mit neuen Informationen versorgen. So erfahrt ihr, dass sich zwei Frauen im Auto befanden, von denen die jüngere direkt ins Krankenhaus transportiert wurde, und wohl auch Drogen im Spiel waren. Die andere stellt sich schnell als scharfzüngige, eingebildete Schauspielerin heraus, deren beste Jahre bereits vorbei sind - was sie jedoch nicht so recht akzeptieren will.
Auf diese Schlussfolgerungen kommt ihr, indem ihr sie mithilfe eures Notizbuchs verhört. Darin sind alle Fragen auswählbar, die ihr in dieser Situation stellen könnt. Außerdem findet ihr in eurem schlauen Büchlein auch alle bislang bekannten Informationen über wichtige Personen. Geführte Dialoge könnt ihr so ebenfalls noch mal nach Hinweisen durchgehen und auch gesammelte Beweise stehen euch per Notizbuch jederzeit zur Verfügung. Doch zu Beginn des Verhörs rückt erst mal die unübersehbare große Besonderheit von L.A. Noire in den Vordergrund: die Mimik der Charaktere.
Während des Gesprächs zeigen die Charaktere ein so ausgeprägtes Mienenspiel, wie es noch nie zuvor in einem Videospiel zu sehen war. In einem aufwendigen Verfahren namens ″Motion-Scan-Technologie″ wurden die Gesichter der Schauspieler unabhängig vom üblichen Motion-Capturing noch mal extra bis in kleinste Muskelzuckungen erfasst. Die Entwickler gingen dabei so weit, dass nicht nur die Hauptfiguren dank dieses Verfahrens so lebendig wirken, sondern auch jeder andere noch so unwichtige Charakter, der im Laufe des Spiels irgendeinen Mucks von sich gibt. weiter...
L.A. Noire: The Complete Edition - Review [15]
Zieht Cole bei seinen Ermittlungen auf dem PC auch dicke Fische an Land? Oder bleibt die Konsole der bessere Partner?
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Kommentare zu L.A. Noire
Habe zwar ne 360, aber für PC wärs mir trotzdem lieber.
Ich hoffe das Spiel hält was es verspricht
die wunderschönen gesichtsanimationen haben mich richtig geflasht
Ich hoffe die Story wird gut... Grafisch scheint es ja nicht die Bombe zu sein aber wenn die Story und das Gameplay gut ist, sehe ich da auch gerne weg.
Bitte keine deutsche Synchro, das würde dem Spiel sofort die Atmo nehmen. Wer zu faul zum Untertitel lesen ist, sollte entweder englisch lernen oder Doom zocken.
Jack Orlando fand ich damals echt fesselnd xD
Freu mich auf LA Noire und hoffe, es kommen mehrere Spiele solcher Art..
hoffentlich wirds wie jack orlando XD
Ich denke mal dabei bleibt es auch, Rockstar ist schließlich bekannt dafür
@Zoltan: Rockstar bestätigt bislang nur englische Sprachausgabe und deutsche Untertitel.
Ich hoffe es wird einen RTW geben o. das man zivilisten auf offener Strasse festnehmen kann.
@zoltan
Rockstar und deutsche Synchro? Sehr unwahrscheinlich, aber zu hoffen wäre es, obwohl ich persönlich solche Spiele lieber auf Englisch habe: erstens weil mir die deutschen Sprecher oft zu unmotiviert bzw. abgedroschen klingen (auch bei den Spielen, wo viele über eine gute Synchro berichten ist mir das noch ein Fünkchen zu platt) und zweitens wirkt die englische Synchro und somit das Spiel/Story auf Grund der passenden Lippensynchronisation authentischer.
Sie haben halt von GTA4 gelernt, wo die PC-Version weniger als 10% der Gesamtverkäufe ausmacht.
Alles richtig, nur denke ich, dass die PC-Version auch deswegen so erfolglos war, weil die meisten, bevor sie ein Jahr warten müssen, das Spiel für ihre Konsole kauften.
Wenn ich ausm Elternhaus raus bin, werd ich mir wohl auch eine PS4 oder XBOX 720 kaufen (wenns die bis dahin auf dem Markt gibt)
ich bin eigentlich auch immer für eine dt. synchro aber hier kann es gerne english bleiben. es hört nämlich mächtig genial an.
Durch die Anhäufung der erzähltechnisch besseren Spiele in letzter Zeit sollte man sich nicht beirren lassen, dass das gehaltvolle Game älter ist. Das sich exklusiv auf die Erzählung beschränkende Heavy Rain ist zum Beispiel meiner Meinung nach nur durchschnittlich für einen Thriller oder Film Neo Noir.
Wenn sich David Cage oder Hideo Kojima in ihren jeweiligen Situationen professionelle Schreiberlinge geholt hättten, würden die lieben Eidgenossen Bezeichnungen à la Killerspiele vorsichtiger gebrauchen (und ja, mir ist die Naivität des Volkes durchaus bewusst). Mit dem wachsenden Budget für Spielentwicklungen lassen sich nun auch jeweilige Talente aus anderen Branchen ziehen.
Ich kann mich noch sehr gut and das stumme Verprechen erinnern, dass Silent Hill 2 beim Release der Playstation 2 vor einer Dekade an die Wände malte. Vergessen wurden die Abhandlungen über die Kleinstadt, begraben unter den Leichen von Millionen digitalen Moorhühnern.
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*sabber*