Test - Knockout Kings 2001 : Knockout Kings 2001

  • PS2
Von Kommentieren

Jubelnde Mengen in ausverkauften Arenen, harte Kämpfe, geschwollene Augen und blutige Nasen. Nein, die Rede ist nicht etwa von irgendeinem neuen Gladiator-Film, sondern es geht um den Männer-Sport schlechthin: Boxen. Schlüpft also in die Rolle eures Lieblings-Boxers oder kämpft euch ganz allein an die Spitze, denn es lockt der Weltmeister-Titel.

Natürlich ist dieses Bild der Männerdomäne nicht mehr ganz richtig, denn wenn ihr wollt, könnt ihr euch auch als Boxerin versuchen, um eure Schlagkraft und euer technisches Können unter Beweis zu stellen. Spätestens in der Begegnung Halmich gegen Raab konnte jeder sehen, dass auch Frauen ordentlich hinlangen können ...

Knockout Kings 2001
Halmich gegen St. John.

Spielmodi
Wer gleich loslegen will, der wählt den Modus 'Jetzt spielen' und kann danach, ohne lange Einstellungen vornehmen zu müssen, gegen einen Kontrahenten antreten. Als zweite Möglichkeit bietet sich der 'Kampf' an: Im Gegensatz zum ersten Modus könnt ihr euch einen Boxer oder eine Boxerin wählen, einen passenden Gegner aussuchen, die Arena festlegen und steigt in den Ring.
Neben dem Frauenboxen stehen euch die Leicht-, Mittel- und Schwergewichts-Klasse zur Auswahl, in denen ihr verschiedene Arten des Kampfes austragen könnt. Auch Phantasiekämpfe sind möglich, wobei die Paarungen hier vorgegeben werden. Zu jeder dieser Paarungen könnt ihr einen Text aufrufen, der euch weitere Informationen zu den Boxern gibt und auch eine fiktive Pressekonferenz enthält. Während zum Beispiel Marciano gelassen über den kommenden Kampf spricht, spöttelt Ali über die Fussarbeit seines Gegners - auf alle Fälle lesenswert.
Erst im Modus 'Schaukampf' könnt ihr in die Rolle eures Lieblingsboxers schlüpfen und gegen den Kontrahenten eurer Wahl antreten. Hier könnt ihr dann wenigstens hypothetisch die Frage klären, wer in einer direkten Begegnung zwischen Lennox Lewis und Joe Frazier den Ring siegreich verlassen würde.
Auch an einen Zweispieler-Modus wurde gedacht, so dass ihr euren untrainierten und ahnungslosen Kumpel durch geschickte Combos locker auf die Bretter schicken könnt.

Knockout Kings 2001
Holyfield gegen Ali.

Karriere-Modus
Im Mittelpunkt des Spiels steht aber der Karriere-Modus. Als Nobody versucht ihr den Sprung vom Amateur-Lager zu den Profis. Diesen Typen könnt ihr übrigens nach eigenem Gutdünken kreieren: Neben Haut- und Haarfarbe, Leicht-, Mittel- oder Schwergewicht, Shorts-, Schuh- und Handschuhfarbe, Eingangs-Musik, Boxstil und Gegner-Beleidigung lässt sich fast alles beliebig wählen. Danach gibt es neben den zu bestreitenden Kämpfen, die euch in der Rangliste nach oben bringen sollen, noch das Training, dass eine wichtige Stellung einnimmt: Hier trainiert ihr Schläge und Kombinationen am Box-Sack, sowie Verteidigung, Clinch und Angriff gegen einen Sparring-Partner. Je nachdem, ob ihr euer Training gut oder schlecht absolviert habt, bekommt ihr Fähigkeitspunkte, um die Eigenschaften eures Boxers zu verbessern. Allerdings dürft ihr nicht beliebig oft in den Trainingsraum - erst nach einem bestrittenen Kampf können die technischen Möglichkeiten eures Boxers weiter verfeinert werden.
Wichtig ist auch die Wahl des Boxzentrums und des Trainers, da dies einen Einfluss auf die Fähigkeiten hat, die dort erlernt werden. Neu hinzugekommen im Vergleich zum PSone-Vorgänger ist die Wahl des Ringarztes, der die 'Cuts' entweder eher heilt, diese vorbeugt oder das Risiko vermindert, überhaupt 'Cuts' zu erleiden.

Knockout Kings 2001
Im Clinch mit dem Sparrings-Partner.

Kreiere deinen individuellen Boxer
Jeder Boxer hat insgesamt sechs Eigenschaften, die durch die Ausbildung verbessert werden können. Darunter fallen Kraft, Schnelligkeit und Kondition, aber auch die Fähigkeit Schläge einzustecken und die Verletzungsanfälligkeit. Auch der Kampfgeist trägt zum Sieg bei, denn wenn der Boxer eine grosse Willenskraft hat, ist ein KO leichter zu erreichen und die Erholungsdauer geringer. Daneben könnt ihr euch im Verlauf eurer Karriere Spezialbewegungen verdienen.
Wenn ihr überall 100 Prozent erreicht habt, heisst das aber noch lange nicht, dass ihr auch jeden Gegner einfach umhaut. Schliesslich spielen auch die Angriffs-Taktik, eine gute Verteidigung und eine sinnvolle Einteilung eurer Kräfte ein wichtige Rolle, um den Sieg zu erlangen. Seid ihr nämlich müde, dann wird euer Boxer langsamer und fügt dem Gegenüber weniger Schaden zu. Dazu kommt, dass schliesslich nicht alle Boxer gleich kämpfen. Vier verschiedene Kampfstile werden geboten: Boxer, Freestyle, Schläger und Crab. Je nach Stil, habt ihr es mit einem anderen Gegner zu rechnen, und es versteht sich von selbst, dass ein Schläger euch nicht durch eine brillante Technik zu Boden bringen will.

 

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel