Test - Kinect Star Wars : Vom Sternenkrieger zum Tänzer

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Vor zwei Jahren präsentierte Microsoft auf der E3 einen Star-Wars-Titel, das für Project Natal erscheinen sollte. Auch wenn die Präsentation an sich nicht vollends überzeugen konnte, war die Vorfreude groß. Endlich mal ein ausgewachsenes Jedi-Abenteuer und der Spieler ist mittendrin. Vieles hat sich seit dieser Zeit geändert. Natal heißt jetzt Kinect und aus dem Star-Wars-Projekt für bewegungsfähige Vollblutzocker wurde ein lockerer Spaß für die ganze Familie.

Star Wars ist ein Phänomen. Seit Ende der 70er begeistern die Filme Millionen von Menschen. Die Merchandise-Maschine läuft weiterhin ungebremst auf Hochtouren. Doch eins sei gesagt: Erwartet ihr ein Abenteuer der Marke Jedi Knight, werdet ihr nicht glücklich werden. Obwohl ihr auch hier in die Rolle eines Lichtschwert schwingenden Jedischülers schlüpfen könnt.

Dunkle Bedrohung

Die Kampagne trägt den Namen "Jedi-Vorsehung: Aufstieg der dunklen Seite" und spielt während der Klonkriege. Am Anfang wählt ihr einen Protagonisten. Die unterscheiden sich nur visuell. Dann beginnt erst mal eure Ausbildung, die euch nach Kashyyyk führt und als Tutorial dient. Unter der Führung von Meister Yoda werdet ihr mit der Macht vertraut gemacht. Allerdings findet eure Ausbildung ein abruptes Ende, als der Heimatplanet der Wookies von einer großen Droidenarmee angegriffen wird. Das ist aber nur der Anfang eines Abenteuers, das euch bis nach Courscant führt.

Auf eurer Reise werdet ihr die meiste Zeit von einer Jedi-Meisterin begleitet, die allerdings im Vergleich zu den vertrauten Charakteren wie Mace Windu, Obi-Wan Kenobi oder Chewbacca blass bleibt. Ist aber auch nicht weiter schlimm, denn die Handlung bleibt ohnehin im Hintergrund und dient nur dazu, die unterschiedlichen Schauplätze einzuführen. In der Regel läuft ihr wie auf Schienen, kämpft gegen eine Vielzahl unterschiedlicher Feinde und bewegt mit der Macht Objekte durch die Gegend. Abgerundet werden diese Sequenzen durch Passagen, in denen ihr auf Speederbikes oder in Raumschiffen sitzt.

Kinect Star Wars - Studio Interview mit Jörg Neumann
Jörg Neumann, deutschstämmiger Producer von Kinect Star Wars, war bei uns im Studio zu Gast.

Lichtschwertgefuchtel

Gute fünf Stunden seid ihr beschäftigt, wobei ein Freunde jederzeit mit ein- und aussteigen kann. Der Handlungsspielraum bleibt trotz der limitierten Bewegungsfreiheit angenehm großzügig. Ihr könnt das Lichtschwert schwingen und die Macht benutzen, um damit Gegner durch die Gegend werfen. Im Nahkampf tretet ihr eure Feinde weg, weicht ihnen aus oder über springt über sie drüber. Schwingt ihr eure Hand wie eine Acht, werden Schüsse vom Laserblaster abgeblockt und zurückgeschleudert.

Die Steuerung funktioniert dabei gut. Die Bewegungen werden oft akkurat umgesetzt. Das Problem ist: Je mehr Feinde gleichzeitig auf dem Bildschirm erscheinen, um so hektischer werden eure Bewegungen. Dann bekommt der Kinect-Sensor Probleme. Das führt dazu, dass einige Aktionen falsch ausgeführt werden. So passiert es häufiger, dass statt einem vertikalen Schlag der junge Jedi über den Gegner springt oder die Macht ausgelöst wird, obwohl ihr das gar nicht vorgesehen habt.

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