Vorschau

Killzone Shadow Fall

Next-Gen-Krieg

  • PS4

Wenn die PlayStation 4 Ende November erscheint, wird ein Spiel besonders viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen: Zweifellos ist Killzone Shadow Fall der wichtigste Titel im Launch-Line-up der Konsole. Schon auf der E3 konnten wir den technisch beeindruckenden First-Person-Shooter spielen. Die gamescom nutzte Sony nun, um die internationale Presse das erste Mal Hand an den Mehrspielermodus anlegen zu lassen.

Generell wollen die Entwickler die Einstiegshürde möglichst niedrig halten. Was genau das heißen soll, ist uns noch nicht ganz klar. Schließlich war Killzone noch nie einsteigerunfreundlich. Beim Spielen fiel uns jedenfalls nichts auf, was außergewöhnlich simpler oder komplizierter als bei vergleichbaren Mehrspieler-Shootern gemacht wird. Das heißt nicht, dass Killzone Shadow Fall nichts Neues zu bieten hat. Beispielsweise verlässt der Shooter das weit verbreitete Ranking-Standardsystem und setzt auf Herausforderungen anstatt auf Erfahrungspunkte.

Killzone: Shadow Fall Bild 1Killzone: Shadow Fall Bild 2Killzone: Shadow Fall Bild 3

Insgesamt 1.500 Herausforderungen wird es im Spiel geben, deren Schwierigkeitsgrad kontinuierlich steigt. Was genau alles dabei sein wird, wissen wir zwar nicht, doch wird es sich wohl in etwa so abspielen, dass man beispielsweise eine bestimmte Mindestzahl an Kopfschüssen während eines Mehrspieler-Matchs schaffen muss und Ähnliches. Die Art der Herausforderungen, die man meistert, soll im weiteren Verlauf zudem zu einer Art Spezialisierung führen, die sich somit ganz nach eurem Spielstil richtet.

Wie ihr wünscht

Ebenfalls neu ist der Grad an Modifizierbarkeit des Mehrspielerteils beziehungsweise der Warzone. So bestimmt ihr zum Beispiel, welche Sonderfähigkeiten - wie Schilde, Energiestöße und Derartiges - verfügbar sein werden, oder schränkt die Anzahl an Leben auf zwei pro Spieler ein. Wenn ihr besonders auf Scharfschützen-Action steht, könnt ihr das Spiel auch so anpassen, dass nur Scharfschützen zugelassen werden. Hasst ihr Scharfschützen, könnt ihr ihnen natürlich mittels Waffenbeschränkung einen Riegel vorschieben. Euer Mehrspielererlebnis bleibt also zu einem nicht unbeträchtlichen Teil euch und euren persönlichen Vorlieben überlassen.

Zusätzlich wird es einige offizielle Warzones direkt von den Entwicklern geben. Besonders gute werden in Featured-Listen aufgeführt und die beliebtesten unter "Popular Warzones". Die Entwickler legen offensichtlich viel Wert auf das Custom-Warzone-Feature und betonten das auch mehrmals während unserer Spielsitzung. Bevor es losging, linsten wir aber nebenbei schon auf die Bildschirme und entdeckten eine Auflistung der verfügbaren Mehrspielermodi: Elite Team Survival, Tactical Combat, Classic Warzone, Limited Lives, Scouts vs. Supports und Elite Warzone warteten auf unseren Klick.

Von farbenfroh zu düster

Drei verschiedene Klassen standen uns zur Wahl: der Scout, der aus den Schatten heraus agiert, schnell flüchten kann und als Scharfschütze taugt, der Aussault, der die klassische Run-and-Gun-Wahl wäre, und der Support, die Klasse, die komplett auf die Unterstützung der Team-Kollegen ausgelegt ist und diese beispielsweise wiederbeleben kann. Insgesamt bis zu 24 Spieler sollen mit 60 fps gegeneinander spielen können. Unsere Version lief bereits schön weich und blieb grafisch trotzdem beeindruckend.

Killzone: Shadow Fall - gamescom 2013 Multiplayer Trailer

In zwei Karten konnten wir uns austoben. The Park kennt man bereits aus den Szenen der letzten Sony-Pressekonferenz. Die Action orientiert sich im zentralen Bereich sehr auf die Vertikale, was uns gut gefallen hat. Die zweite Karte namens The Wall führte uns mit ihrer düsteren Atmosphäre zwischen nächtlichen Ruinen erst vor Augen, wie vergleichsweise fröhlich und positiv die Stimmung im tageslichtdurchfluteten und begrünten Park war. The Wall ist auch deutlich verwinkelter. Ein paar kleine Ecken störten den Spielfluss noch etwas, aber insgesamt hinterließ auch dieser Schauplatz einen vielversprechenden Eindruck.

Zusatzspaß für lau

Zur Veröffentlichung sollen zehn Mehrspielerkarten mitgeliefert werden. Weitere folgen danach – und zwar kostenlos. Ein umfangreicheres Expansion-Pack ist zudem ebenfalls bereits in Planung. Was genau darin enthalten sein wird, verrieten die Entwickler noch nicht. Allerdings machte es ihnen sichtlich Spaß, viele Features nur anzudeuten und auf Enthüllungen im Laufe der nächsten Monate hinzuweisen. So wurden uns Neuigkeiten in Bezug auf Clan-Unterstützung, Party-Chats, Offline-/Online-Bots, eine sogenannte Identity-Customization und killzone.com versprochen. Wir sind gespannt.

Fazit

Auch im Mehrspieler ein beeindruckendes Stück Software

Dass Killzone Shadow Fall das technische Vorzeigeprodukt des PS4-Launch-Line-ups wird, bezweifelt kaum noch einer. Erfreulich zu sehen, dass die hohe Qualität der Einzelspielerkampagne offenbar auch im Mehrspielerteil gehalten werden kann. Die Entwickler möchten dennoch sichergehen, dass ihr Spiel nicht nur als Technikdemo für die neue Sony-Konsole missverstanden wird. Genügend Spieltiefe sowohl im Einzel- als auch im Mehrspielermodus soll dafür sorgen, dass Shooter-Zocker über eine lange Zeit hinweg Spaß mit Killzone Shadow Fall haben. Wir haben zwar vom Gesamtspiel nur einen Bruchteil gesehen, können aber zumindest schon mal sagen, dass sich die Entwickler auf dem richtigen Weg befinden. Wird der Rest des Spiels genauso gut, wird Killzone Shadow Fall das erhoffte Must-Have für die PlayStation 4.

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