Test - Juiced : Juiced

  • Xbox
Von Kommentieren

Um schnell an Geld ranzukommen, heißt es hingegen: siegen! Neben den Preisgeldern sind dabei die Wetten eine lukrative Einnahmequelle. Ihr habt die Möglichkeit, um größere Geldbeträge zu fahren oder euren Wagen aufs Spiel zu setzen und bei einem Sieg das Vehikel eures Gegners zu erhalten. Hier sollte man aber noch vorsichtiger als bei den üblichen Geld-Wetten vorgehen. Verliert ihr wegen eines Fahrfehlers die Wette, ist der Frust schon recht groß, wenn der heiß geliebte Untersatz anschließend in den Fuhrpark der Konkurrenz umzieht. Andererseits ist die Freude natürlich ungebremst, nachdem man selbst ein paar Geschosse abgestaubt und in die heimische Garage gestellt hat. Was an dieser Stelle nervt, sind jedoch die andauernden Duell-Anfragen per Handy. Während man im Rennkalender nach neuen Events schaut, klingelt öfter mal das Telefon und ihr werdet zu Rennen herausgefordert. Ein eindeutiges Nein wird dabei aber mit einem Respekt-Verlust bestraft und nach kurzer Zeit hängt meist schon der nächste Anrufer an der Strippe.

Wer keine Lust hat, im Karrieremodus seine Runden zu drehen, dem steht auch ein Arcade-Modus zur Verfügung, in dem ihr mit bestimmten Wagen auf festgelegten Strecken Erfolge einfahren müsst, um hier die einzelnen Kurse und Wagen freizuschalten. Unter dem Punkt ‘Angepasstes Rennen‘ verbirgt sich hingegen das, was man normalerweise unter Arcade-Rennen versteht. Hier wählt ihr euren Wagen und die Strecke samt Wetterbedingungen und könnt einzelne Rennen absolvieren. Ein nettes Feature ist übrigens das Auto-Mod-Tuning bei der Wagenauswahl. So muss man nicht selbst an einen Wagen Hand anlegen, sondern lässt das Fahrzeug per Zufallsgenerator bearbeiten. Richtig spannend wird es aber in den Online-Duellen gegen menschliche Spieler. Hier könnt ihr euch untereinander messen und im Übrigen auch das eigene Fahrzeug aufs Spiel setzen. Wer als Sieger hervorgeht, hat eine neue Kiste für seinen Karrieremodus, kann aber auch sein eigenes Fahrzeug verlieren.

Nasser Asphalt

Auf technischer Seite sieht man dem Spiel den letzen Feinschliff deutlich an. Die hohe Framerate hat im Vergleich mit der Konkurrenz aus dem Hause EA definitiv die Nase vorn und die schicken Wagen hinerlassen einen sehr guten Eindruck. Zwar hat man bei ’Juiced’ leider keine frei befahrbare Stadt, das sorgt in diesem Fall aber für eine deutlich bessere Grafik, auch abseits der Strecke. So blitzen Spiegelungen nicht nur im Perleffekt-Lack der Fahrzeuge, sondern auch in den Glasfassaden der Hochhäuser und in den Fenstern aller anderen Gebäude am Streckenrand. Ohnehin ist die Randbebauung besonders in den Innenstädten sehr gut gelungen und die Optik läuft, bis auf ein paar wirklich extrem seltene Slowdowns, auch grundsätzlich in einer hohen Framerate.

Beim Sound brüllen die Motoren lautstark um die Wette und klingen dabei auch noch ziemlich echt. Ein Soundtrack mit Künstlern rundet den Gesamteindruck auf musikalischer Seite ab. Einzig die Synchronisation hinterlässt hier und da ein gemischtes Gefühl und hätte auch besser ausfallen können. Übrigens unterstützt der Titel auch eigene Soundtracks und wer eine Surround-Anlage besitzt, wird mit Dolby-Digital-Sound belohnt. So hört man auch, aus welcher Richtung gerade ein Gegner angerauscht kommt.

Fazit

von R Kwiecin
’Juiced’ bietet im Tuning-Bereich zwar nicht die Vielfalt eines ’Midnight Club 3’ oder ’Need for Speed: Underground 2’, kann aber dank der Teams, der ausgesprochen guten KI, der Wetten und des recht anspruchsvollen Fahrverhaltens punkten. Leider bieten die wiederkehrenden Events im Rennkalender auf Dauer viel zu wenig Abwechslung. Einzig die Online-Unterstützung reißt da noch etwas raus und sorgt für mehr Langzeitmotivation. Die sehr gute Grafik und der Sound runden den Titel technisch zudem überaus überzeugend ab. Im Großen und Ganzen sollten sich Fans von Tuning-Spielen den Titel definitiv näher ansehen.

Überblick

Pro

  • unterschiedliche Tageszeiten und Wetterbedingungen
  • große Auswahl an Fahrzeugen plus Schadensmodell
  • Fahrphysik relativ anspruchsvoll
  • sehr gute KI
  • schicke Grafik mit hoher Framerate

Contra

  • Fahrweise der Kontrahenten zuweilen unfair
  • Schwierigkeitsgrad für Anfänger zu hoch
  • viele nervige Ladezeiten
  • Synchronisation recht durchwachsen
  • offline wenig Abwechslung

Wertung

  • Xbox
    80
    %

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel