Test - Juiced 2 : Unterwegs rasen

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Neben den großen Konsolenbrüdern wurde auch Nintendos DS mit einer eigenständigen Version des Rennspiels 'Juiced 2' beglückt. Wir haben uns in die Sitze der Handheld-Karossen gezwängt und überprüft, ob die Hosentaschenraserei mit den Heimversionen mithalten kann.

Neben den großen Konsolenbrüdern wurde auch Nintendos DS mit einer eigenständigen Version des Rennspiels 'Juiced 2' beglückt. Auch unterwegs dürfen wir also mit auf Hochglanz getunten Fahrzeugen über Strecken auf der ganzen Welt düsen. Dabei wird zwischen normalen Rundstreckenrennen und Driftwettbewerben unterschieden. Fahrzeuge müssen jedoch nicht gekauft, sondern mit dem Erreichen der nächsthöheren Liga freigeschaltet werden. Dabei ist der Fuhrpark deutlich geschrumpft, ebenso wie die Tuningmöglichkeiten, die jetzt eigentlich nicht mehr als ein nettes Beiwerk darstellen und als Verschwendung des virtuellen Preisgelds angesehen werden dürfen, denn die Teile sind später im Verhältnis absurd teuer geraten. Immerhin darf man sich mit dem Stylus eigene Logos auf das Blechkleid zeichnen.

Arcadiger denn je

Allgemein gilt, dass man sich immer das Fahrzeug mit den höchsten Ausgangswerten schnappen und sofort auf die maximale Leistungsstufe hieven sollte, um überhaupt eine Chance gegen den Computer zu haben. Der Schwierigkeitsgrad ist sehr hoch, denn wer nicht vom Start weg mit Nitro startet und sich die Topposition krallt, der hat es sehr schwer, überhaupt an die Spitze heranzukommen. Driftwettbewerbe machen leider auch nur halb so viel Spaß, da die Fahrphysik sehr rudimentär ausgefallen ist und die Lenkung äußerst behäbig reagiert. Schnelle Richtungswechsel sind damit absolut unmöglich.

Dafür kann 'Juiced 2' mit grafischen Qualitäten und mit guter Musikuntermalung punkten. Für DS-Verhältnisse sehen Fahrzeuge und Strecken ordentlich aus. Zwar sind die Kurse sehr kurz geraten und liefern zum Großteil nur 90-Grad-Kurven, bieten dafür aber nette Details, etwa Laufschriften, und haben sogar Ähnlichkeit mit den Konsolenversionen. Die Rennen sind leider meist viel zu schnell vorbei, da man für eine Runde selten länger als eine halbe Minute benötigt. Die DNA hat es nicht mehr in die Handheld-Version geschafft, dafür dürfen wir wieder mit den bis zu drei Konkurrenten auf den Sieg wetten. Besonders ratsam ist dies im ersten Anlauf nicht, denn der Schwierigkeitsgrad ist, wie gesagt, ziemlich hoch und für den Sieg werden oft mehrere Versuche benötigt.

Ohne Blitzstart keine Chance

Eine so genannte Gummiband-KI gibt es nicht mehr. Ist der Führende einmal aus dem Blickfeld gefahren, werdet ihr ihn bis zum Ziel nicht mehr zu Gesicht bekommen. Selbst der exzessive Einsatz von Nitro wird daran nichts ändern. Andersrum verhält es sich genauso. Ist der Vorausfahrende durch dichtes Auffahren einmal erschrocken, knallt er gegen die Bande und ward danach nie mehr gesehen. Selbst ein oder zwei grobe Fahrfehler können den eigenen Sieg fast nicht mehr verhindern, denn mit Nitro ist man innerhalb eines Sekundenbruchteils wieder auf Höchstgeschwindigkeit. Insgesamt haben wir das Gefühl, dass 'Juiced 2' für den DS vielleicht ein Viertel des Umfangs bietet, den man auf der Konsole bekommt. Das ist enttäuschend mager. Da reißt auch der Mehrspielermodus relativ wenig raus.

Fazit

von Dennis Hartmann
Die DS-Version von 'Juiced 2' hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Grafik und Sound gehen absolut in Ordnung, während Umfang und Gameplay irgendwie nicht so richtig überzeugen können. Sicher sind die Möglichkeiten des Handhelds limitiert, dennoch hätte man ein bisschen mehr erwarten dürfen.

Überblick

Pro

  • gute Grafik
  • guter Sound
  • Mehrspielermodus für bis zu 4 Spieler (je eine DS-Karte benötigt)

Contra

  • hoher Schwierigkeitsgrad
  • geringer Umfang
  • lahme Steuerung
  • rudimentäres Tuning

Wertung

  • DS(i)
    62
    %

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