Test - Jewel Match : Kein kleines Juwel

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Mit ganz einfachen Mitteln will uns das Spiel Jewel Match in seinen Bann ziehen: mit jeder Menge Klunker, Gold- und Silberplatten sowie dem so einfachen wie beliebten Nur-noch-dieser-eine-Level-Suchtfaktor. Ob sich hier tatsächlich ein kleines Juwel für den Handheld offenbart?

Alle drei zusammen

Die Spielmechanik kann man grob mit zwei Worten zusammenfassen und das Review eigentlich schon an dieser Stelle beenden: Drei gewinnt. Und zwar genau die Sorte, die einem im Internet vielfach als kostenlose Freeware angeboten wird. So verwundert es auch kaum, dass die PC-Version von Jewel Match bereits seit Langem erhältlich ist, im Internet lässt sich diese sogar eine volle Stunde lang kostenlos spielen. Die Spielfläche, die aus vielen quadratischen Flächen, besetzt mit verschiedenen Arten von Diamanten, besteht, variiert dabei natürlich in den 150 Herausforderungen - mal mehr, mal weniger. Die Hintergründe bleiben jedenfalls immer starr und einfallslos.

Einige der Diamanten sind über Gold- oder Silberplatten angelegt. Dabei gilt es, die Klunker per Touchpen nach oben oder seitlich zu verschieben und so zu Reihen zu verbinden, um diese Platten aufzulösen. Dabei sind mindestens drei und höchstens fünf Aneinanderreihungen möglich. Im leichten Schwierigkeitsgrad spielt ihr so ohne jegliche Hektik und seht über die etwas ungenaue Steuerung hinweg. Im normalen Schwierigkeitsgrad jedoch tickt die Uhr unerbittlich runter, sodass schon mal Frust aufkommen kann, wenn ein Befehl nicht so funktioniert, wie man eigentlich klar eingegeben hat.

Und dann hau ich mit dem Hämmerchen

Je mehr Diamanten sich zu einer Linie vereinen, desto bessere Hilfsmittel werden euch an die Hand respektive den Touchpen gegeben. Eine Viererkette ergibt eine Perle, die für alle verfügbaren Diamanten eingesetzt werden darf. Eine Fünferkette lohnt sich besonders, denn die Helix vernichtet gar eine komplette Reihe. Natürlich gibt es auch ein paar fiese Schikanen in Form von Felsbrocken, die sich auch zu Ketten anordnen lassen. Blöderweise stellen diese dann die goldenen Plättchen wieder her, die ihr vorher mühsam abgebaut habt. Ebenso kommt es besonders später vor, dass einzelne Diamanten angekettet sind und sich so nicht bewegen lassen. Diese gefangenen Klunker sind besonders mühsam abzubauen.

Weitere hilfreiche Gimmicks bilden die freischaltbaren Hämmer, mit denen sich die eine oder andere nervige Stelle auflösen lässt. Das sind ein paar nette Ideen, aber überhaupt nichts Neues. Einziges erfrischendes Element ist der Wirbelsturm, der durch Pusten in das Mikrofon für Verwüstung sorgt. Besonders motivierend ist Jewel Match nur in den ersten Spielstunden, in denen Highscore-Jäger noch voll auf ihre Kosten kommen und Kette um Kette bilden. Schade, dass man nach dem ersten Viertel eigentlich schon alles gesehen hat. Das alles rechtfertigt den vergleichsweise hohen Verkaufspreis von 30 Euro nicht.

Fazit

von Christian Schmitz
So was passiert mir nur selten: Ich vergesse über ein Spiel völlig den immer leerer werdenden Akku meines DS und der Bildschirm wird plötzlich schwarz. So sehr hatte mich Jewel Match anfangs gepackt. Ein unkompliziertes Spielprinzip mit ein paar netten, letzten Endes aber zu wenigen Einfällen. Doch nach einer Weile stellt sich dann wegen mangelnden Abwechslungsreichtums Ernüchterung ein. Gelegenheitsspieler werden trotz deutlich besserer und abwechslungsreicherer Konkurrenz Gefallen daran finden.

Überblick

Pro

  • unkompliziertes Spielprinzip
  • großer Umfang
  • drei Spielmodi
  • Bestenlisten

Contra

  • wenig Abwechslung
  • einfallslose Präsentation
  • nervige Musik und Soundeffekte
  • Steuerung verlangt viel Präzision

Wertung

  • DS(i)
    62
    %

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