Test - Jet Ion GP : Jet Ion GP

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Im Land der aufgehenden Sonne konnten sich Rennbegeisterte bereits kurz nach dem Launch rasante Duelle in hyperschnellen Jets liefern, damals noch unter dem Titel 'Hresvelgr'. Den Weg in die Staaten hat das Spiel nie geschafft, dafür erscheint es jetzt bei uns und muss zeigen, ob es der starken Konkurrenz wie 'Wipeout Fusion' oder 'XG3: Extreme-G Racing' etwas entgegenzusetzen hat.

Jet Ion GP
Achterbahn-Feeling.

Der Kampf um Energie
Um die Ausgangslage und die Beweggründe zu verstehen, warum mit pfeilschnellen Jets durch die Gegend geflogen wird, wurde dem Spiel auch eine entsprechende Hintergrundgeschichte verpasst: Wir befinden uns in der nahen Zukunft, genauer im Jahr 2040. Unsere guten alten Benzinkutschen haben inzwischen ausgedient und sind schon lange in Vergessenheit geraten - wie schnell man doch vergisst. Grund für das Verschwinden der Autos war die Erschöpfung fossiler Brennstoffe und der damit verbundene unaufhaltsame Anstieg der Benzinpreise, bis schliesslich die Ressourcen nahezu aufgebraucht waren und es sich niemand mehr leisten konnte, mit diesen Fahrzeugen herumzukurven.

Eine alternative Energiequelle musste her, und so wurde die Fusionsenergiegewinnung entdeckt. Die führenden Energiekonzerne dachten aber nicht daran, der Welt dieses Wissen zugänglich zu machen, schliesslich konnte man sich damit eine goldene Nase verdienen. Daher errichteten sie die riesigen blauen Leitungen hoch über dem Boden, wo sie sich außerhalb der Reichweite der Normalbürger über das ganze Land zogen.

Wie nicht anders zu erwarten war, bildeten sich aber relativ schnell Rebellengruppen, die eigene Flugzeugkonstruktionen entwarfen, um zu den Leitungen zu fliegen und die Energie abzusaugen. Natürlich wehrten sich die Energiekonzerne dagegen - aber das nützte nichts: Der Führer der Xenum-Rebellen, Jet Jevons, gab schliesslich der Regierung und damit den Menschen die Energie zurück.

Jet Ion GP
Unter Beschuss.

Auf in den Kampf?
Wer sich bis jetzt auf spannende Auseinandersetzungen mit den geldgierigen Schergen der Energiekonzerne gefreut hat, wird erst mal enttäuscht sein, setzt das Geschehen doch erst nach diesen ganzen Auseinandersetzungen ein. Gefahren wird also nicht für ein höheres Ziel und für das Wohl der Menschen, sondern zur Erinnerung an den Heldenmut von Jet Jevons, der den Krieg um die Energie bereits gewonnen hat.

Nach einem rasanten Intro, in dem ihr bereits auf das Geschehen eingestimmt werdet, landet ihr dann auch schon im Hauptmenü. Hier habt ihr die Wahl zwischen vier Spielmodi, so dass ihr euch im 'Grand Prix Mode' in eine komplette Meisterschaft stürzen könnt, im 'Single Spot Mode' ein einzelnes Rennen bestreitet, im 'Time Attack Mode' versuchen könnt, die Bestzeit einer bestimmten Strecke zu knacken, und schliesslich im 'VS Mode' im Splitscreen gegen einen menschlichen Gegner antreten könnt.

Start in eine Meisterschaft
Wie nicht anders zu erwarten war, stellt der 'Grand Prix Mode' die wichtigste Spielvariante dar, da hier die einzelnen Strecken durch erfolgreiche Flüge erst freigeschaltet werden wollen. Zu Beginn eurer Laufbahn stehen nämlich nur die ersten 'Standard'-Rennen zur Auswahl, die restlichen Renngruppen müsst ihr euch erst verdienen. Neben den verschiedenen Rennen, durch die ihr euch erfolgreich kämpfen müsst, wenn ihr weiterkommen wollt, gilt es noch eines der acht Teams zu wählen, für die ihr an den Start gehen wollt. Jedes dieser acht Teams besitzt wiederum jeweils zwei Flugzeuge.

Jet Ion GP
Welcher Jet soll's denn sein?

Jeder dieser Jets besitzt fünf Attribute, die sich auf die Flugeigenschaften auswirken sowie über Sieg und Niederlage entscheiden sollen und werden in Form eines Balkens angezeigt. So müsst ihr vor dem Start in einer neuen Liga entscheiden, ob ihr lieber ein Fluggerät mit einer hohen Maximalgeschwindigkeit fliegen wollt oder doch besser auf eine starke Hülle oder eine gute Beschleunigung setzt. Weiter dürft ihr noch einen von neun zusätzlichen Ausrüstungsgegenständen wählen, mit denen ihr zusätzlich Einfluss auf die Rennen nehmen könnt: Neben offensiven Dingen wie Raketen und einer Laserwaffe könnt ihr eurem Jet auch ein E-Field verpassen, das die Schildstärke erhöht, einen 'Auto Balancer' montieren, der euch hilft, auf dem Energiegürtel zu bleiben, oder euch mittels 'Auto Chaff' feindliche Suchraketen vom Hals halten.

Bei den restlichen drei Bauteilen handelt es sich dagegen um Spezialausrüstungsgegenstände, die teilweise nur von einzelnen Teams verwendet werden können: Während der 'T-Booster', der für begrenzte Zeit eine enorme Beschleunigung und eine hohe Geschwindigkeit ermöglicht, für alle Teams zugänglich ist, kann sich nur die Akashi-Gruppe mit dem 'Berserker', einer Radiowellen-Waffe, ausrüsten, während nur das Gust-Team den 'Tempest', einen Turbo-Booster, verwenden kann.

 

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