Preview - Infernal : Infernal

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Das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse gerät ins Wanken und es gibt mächtig Ärger in 'Infernal'. Anhand einer fortgeschrittenen Preview-Version haben wir uns angeschaut, ob das älteste Gefecht der Welt jenseits dieser Kategorien agiert.

Vom Paulus zum Saulus

Das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse gerät ins Wanken: Alle zehntausend Jahre sorgt eine seltene Sternenkonstellation dafür, dass der allmächtige Schöpfer seine eigene Welt nicht sehen kann. Normalerweise nutzt das Böse diese Zeit der mangelhaften Überwachung aus, um es den Guten heimzuzahlen. Doch diesmal, im 21. Jahrhundert, verdreht sich das Problem: Die Anhänger des Etherlight murksen alle Agenten aus dem Abyss ab und nur Ryan Lennox überlebt das Massaker.

Ryan war nicht immer ein Adjutant der Hölle, sondern gehörte früher zur guten Seite. Doch seine skrupellosen Machenschaften sorgten für seinen Rausschmiss aus dem Himmelsreich, weshalb er frustriert die Fronten wechselte. Obwohl oder vielleicht gerade weil er der gefährlichste und cleverste Agent seiner Zunft ist, konnte er bislang alle Attentatsversuche auf sein Leben überstehen. Deshalb treibt ihn nicht nur der rationale Gerechtigkeitssinn voran, sondern schlichtweg die Rache an seinen ehemaligen Kollegen.

Von Preview zu Preview sinnvolle Detailverbesserungen

Die Story von 'Infernal' mag nicht preisverdächtig sein, doch sie unterstützt das düstere Setting des Third-Person-Shooters. Dieser steht schon seit Längerem auf unserer Geheimtipp-Liste und wurde uns nun in Form zwei neuer Levels wieder einmal vorgestellt. Gravierende Änderungen gegenüber der letzten Preview gibt es keine, aber ein paar Unterschiede erfreuen uns schon jetzt: So hat Metropolis die Rennfunktion per Mausrad eingestampft, stattdessen schaltet ihr nun klassisch eure Waffen durch. Ebenfalls positiv: Die Seelensaugerei, mit der ihr Leichen um den letzten Rest Lebensenergie und Munitionspäckchen beraubt, geht deutlich flotter vonstatten.

Sinn der Magie

Auch konnten wir nun endlich die ganzen übernatürlichen Fähigkeiten sinnvoll nutzen, allen voran die zunächst merkwürdig erscheinende Fünf-Sekunden-Teleportation. D. h. ihr dürft euch nur für kurze Zeit an einen anderen Ort beamen, um beispielsweise einen ansonsten unerreichbaren Schalter zu aktivieren. Von dieser Funktion mussten wir in den Preview-Levels recht häufig Gebrauch machen, wobei sie trotz leichtem Hang zur Unübersichtlichkeit gut funktionierte. Hoffentlich verlassen sich die Designer nicht zu sehr auf diese witzige Idee, ansonsten könnte sie auf Dauer zum Gähnen verleiten.

Die meisten anderen Fähigkeiten spezialisieren sich auf einen Mix aus Waffen und Magie, d.h. die Art des Kräfteeinsatzes ist abhängig von der gewählten Wumme. All dies kostet selbstredend Mana-Energie, welche sich automatisch auffüllt. Fieserweise können grelle Lichtquellen eure Fähigkeiten empfindlich einschränken, weshalb das Zerschießen von großen Scheinwerfern unter Umständen überlebensnotwendig ist.

Release, bitte kommen: Grafische Faszination hat leicht eingebüßt

Die Ballerei fühlt sich weiterhin kernig an, der schicken, düsteren Grafik sei Dank. Doch so langsam zeigen sich auch leichte Abnutzungserscheinungen, denn die Entwicklung hat, rein auf die Optik bezogen, seit gut einem Jahr keine nennenswerten Fortschritte erzielt. Der Schwierigkeitsgrad der Preview sollte zudem noch etwas heruntergedreht werden, speziell das Zeitlimit am Ende des einen Levels ist in dieser Form zu knapp bemessen. Trotzdem sind wir weiterhin zuversichtlich, dass am Ende für Fans ein hübsches Actionspiel ansteht.

Fazit

Andreas Altenheimer - Portraitvon Andreas Altenheimer
Ich bin immer noch gespannt: 'Infernal' spielt sich einfach spaßig, zudem der ganze Magie-Krams endlich Sinn macht. Doch bitte nicht mehr weiter verschieben, rein optisch gesehen verfliegt der Staun-Faktor langsam, aber sicher in Richtung Massenware.

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