Test - Industriegigant 2 : Industriegigant 2

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Fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass die kleine und bis dahin kaum bekannte österreichische Spielesschmiede JoWooD Productions das Spiel 'Der Industriegigant' auf den Markt brachte und prompt einen beachtlichen Erfolg landen konnte. Lange haben sich die Fans gedulden müssen, nun aber ist es endlich soweit: Mit 'Der Industriegigant II' liefern die Entwickler von JoWooD nun endlich den langersehnten Nachfolger ab.

Industriegigant 2
Die Holzindustrie liefert gute Einkünfte, allerdings gehen die Rohstoffe früher oder später zur Neige.

Der Aufwand, der für den Nachfolger betrieben wurde, ist beachtlich: Zehnmal so viele Leute waren damit beschäftigt, den zweiten Teil auf die virtuellen Beine zu stellen. Der Umfang des Programmcodes und der Spieldaten hat sich im Vergleich zum Vorgänger vervielfacht. Trotzdem ist man aber bei JoWooD bemüht zu versichern, dass das ursprünglichen Flair des Spieles erhalten geblieben ist. Wir wollen die Entwickler also beim Wort nehmen und der vorliegenden Verkaufsversion gründlich auf den Zahn fühlen.

Wirtschaftwunder
Jeden Tag geistern neue Hiobsbotschaften von der Börse und den Finanzmärkten durch die Medien. Wie schwer ist es denn wirklich, einen ausgedehnten Industriekonzern erfolgreich zu leiten und nicht schnurstracks auf die Pleite zuzusteuern? Genau mit dieser Frage seht ihr euch bei 'Der Industriegigant II' konfrontiert. Ihr beginnt mit einem kleinen Batzen Geld auf eurem Konto und seid bestrebt, es möglichst rasch zu vermehren. Wahlweise dürft ihr eure Fähigkeiten im Endlosspiel oder aber in einer der teilweise recht knackigen Missionen unter Beweis stellen. Wie auch immer ihr euch entscheidet, eure zentrale Aufgabe besteht stets darin, funktionierende Produktionsketten zu errichten und die erzeugten Güter in den Städten zu verkaufen. Läuft das Geschäft erst mal zufrieden stellend, so gilt es, das mühsam verdiente Geld gleich wieder in neue Produktionsanlagen zu investieren, denn die Konkurrenz schläft nicht.

Industriegigant 2
Schiffe transportieren die frisch erzeugten Glasflaschen zu den Brauereien.

Zu Beginn findet ihr euch im Jahr 1900 wieder und arbeitet euch so Jahr um Jahr bis zum Ende des 20. Jahrhunderts vor. Jeder Zeitabschnitt wird dabei durch seine typischen Erfindungen und Produkte charakterisiert. Ständig müsst ihr euch also neuen Gegebenheiten anpassen und neuen Herausforderungen stellen.

Neue Produkte braucht das Land
Mit den bescheidenen Mitteln, die euch zu Beginn zur Verfügung stehen, versucht ihr die erste kleine Produktionskette aufzubauen. Dazu sucht ihr euch eine Stadt auf der Landkarte, in deren Nähe sich Rohstoffreserven befinden, die ihr abbauen könnt. Zu diesen zählen unter anderem Holz, verschiedene Erze oder Erdöl. Am Anfang werden eure Erzeugnisse von eher simpler Natur sein – Holzspielzeuge für Kinder, Papierwaren oder Lebensmittel bieten sich an. Entsprechend überschaubar sind auch eure Produktionsanlagen: Ein Holzfällercamp, ein Sägewerk, ein Lagerplatz und eine Spielwarenfabrik genügen bereits, um Holzzüge herzustellen. Weitaus größere Profite lassen sich natürlich mit ausgefeilteren Produkten wie beispielsweise Autos erzielen. Diese erfordern aber einen ungleich höheren Aufwand, weil für ihre Herstellung eine ganze Reihe von verschiedenen Rohstoffen sowie daraus hergestellte Zwischenerzeugnisse notwendig sind.

Industriegigant 2
Eisenerz wird abgebaut, in Stahlwerken eingeschmolzen und schließlich zu Auto-Karosserien verarbeitet.

Bei der Wahl des Standorts der Produktionsstätten spielt aber nicht nur die Erreichbarkeit der Rohstoffe und der nächsten Stadt eine entscheidenden Rolle. Über einen Mangel an verschiedenen Produkten werdet ihr euch bei 'Der Industriegigant II' wahrlich nicht beklagen können. Teils recht einfache Rohstoffe können zu hochqualitativen und gewinnbringenden Produkten veredelt werden. So könnt ihr beispielsweise Äpfel von euren Farmen direkt in den Lebensmittelläden zum Verkauf anbieten oder aber zu köstlichem Apfelsaft weiterverarbeiten, den ihr dann in Flaschen abfüllt, die eure Glasfabrik aus Quarzsand hergestellt, welcher seinerseits an einem nahe gelegenen Küstenstreifen abgebaut wird. Auf diese Weise haben an die 160 verschiedene Produkte und Rohstoffe ihren Weg ins Spiel gefunden, womit für ausreichend Abwechslung gesorgt sein sollte.

 

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